Beiträge getagged mit Web 2.0

IBM Technical Expert Council Technology Summit 2008

Gestern (17.11.2008) war ich auf dem IBM Technical Expert Council Technology Summit 2008. Ein ziemlich langer Name – aber ich werde gar nicht näher auf die Veranstaltung an sich eingehen, sondern mehr auf das was mir daraus aufschreibenswert erschien (für mein Microcontent-Management ;-)).

Der erste spannende Vortrag war von Andreas Neus, Universität Karlsruhe/IBM zu “Service Innovation”. Dienstleistungen sind ja ein immer wichtigeres Thema heute nachdem über das Internet nun auch Dienstleistungen über Entfernungen erbracht werden können. In diesem Zusammenhang fand ich den Vergleich ganz spannend, dass Deutschland zwar Exportweltmeister ist (und die USA auf der Liste ziemlich weit hinten sind) – bei Dienstleistungsexporten sich die Liste aber umdreht (USA ganz vorne, D ganz hinten) … Zusammen mit der Aussage, dass inzwischen sogar klassische Maschinenbauunternehmen immer mehr (teilweise über 50%) ihrer Umsätze mit Dienstleistungen erzielen, sollte das wirklich zu Denken geben.

In seiner Präsentation hat Andreas Neus dann auch recht schön Richtung Enterprise 2.0 gearbeitet (ohne das Wort oder auch nur Web 2.0 jemals zu erwähnen) – mit der Aussage, dass zur Ermöglichung von Innovation (allgemein und speziell im Dienstleistungssektor) mehr Flexibilität und ein Umdenken in Unternehmen notwendig ist.

Hier noch ein paar interessante Zitate/Aussagen:

  • Vergleich (Linien-)Organisation in heutigen Unternehmen mit Organisation in Römischen Legionen – nicht viel Unterschied …
  • Vergleich Schach vs. Go – das eine ein sehr strukturiertes, hierarchisches Spiel, beim anderen nur ein Typ von Spielsteinen, deren Wert von ihrer Stellung abhängt
  • “if everything seems under control, your’re not moving fast enough”

Phillipp Königs hat dann den “Web 2.0″-Reigen eröffnet mit einer Präsentation zu “Web 2.0 und die Rolle des technischen Managers”. Ein paar für mich aufschreibenswerte Aussagen/Zitate aus der Präsentation:

  • Es geht kein Weg daran vorbei, dass jeder Nutzer den Wert (der Web 2.0 Tools) für sich persönlich erkennt.
  • “It’s all about connecting the dots” -> das ist warum RSS so wichtig ist
  • “Anything that is in the world when you’re born is normal and ordinary and is just a natural part of the way the world works. Anything that’s invented between when you’re fifteen and thirty-five is new and exciting and revolutionary and you can probably get a career in it. Anything invented after you’re thirty-five is against the natural order of things.” (Douglas Adams, Hitchhikers Guide to the Galaxy)

Nachdem Herr Königs so sehr auf der Möglichkeit der Substitution von E-Mail durch das “viel bessere” RSS herumgeritten ist, konnte ich es mir nicht verkneifen zu Fragen ob, RSS die E-Mail-Misere wirklich beenden kann – oder nur einen E-Mail-Overload mit einem Feed-Overload ersetzt oder ergänzt. Und endlich mal eine (meiner Meinung nach) kompetente und realistische Antwort: RSS ist nur eine Brücke/Krücke zu etwas anderem, das dann wirklich gut ist – irgendwas mit Empfehlungen, Ratings und Sozialen Netzwerken. Es gab auch eine Nachfrage zur Medienwahlproblematik bei der Nutzung von Social Software. Hier fiel die Antwort aber nicht so gut aus.

Stefan Lieschke von IBM gab schließlich noch einen “Web 2.0 Update” – neben allgemeinem zu Social Softwar mit einem Fokus auf Mashups. Hier wiederholte sich natürlich einiges. Was mir aufschreibenswert erschien:

  • “Wenn die Schichtleiter bloggen”, FAZ online vom 16.10.2008 – ein spannender Bericht über den (ungeplanten) Einsatz von Blogs in Unternehmen
  • Im bekannten Long-Tail-Bild ist der linke Bereich die Domäne geplanter Portal-Lösungen im Unternehmen – der Long-Tail rechts aber die Domäne von Mashups. Das IBM Mashup Center bietet dazu eine interessante Möglichkeit Datenquellen zur Verfügung zu stellen, zu bewerten, zu kombinieren etc.
  • Eine Empfehlung für einen Überblick/Einstieg zu Mashups: http://www.youtube.com/watch?v=3kDnbhKb2ow

Abgerundet wurde die Veranstaltung schließlich mit einem Vortrag von Ulrich Walter, Astronaut auf der D2-Mission, zur Relativitätstheorie und deren Einfluss auf das, was bei Raumfahrt möglich ist und was nicht.

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KnowTech 2008 – Teil 2

Dies ist die Fortsetzung meines Berichts von der KnowTech 2008.

Wie vorher schon eine unvollständige, ausschnittsweise Wiedergabe von Zitaten und Gedanken dazu.

Karl-Josef Arenz (itelligence AG) und Ina Finke (FhG IPK) berichten über Aktivitäten zur Einführung/Verbesserung des Wissensmanagement bei intelligence. Interessant daran fand ich vor allem den Fragebogen, den sie am Anfang des Projektes für die Mitarbeiter rausgegeben haben. Ziel war dabei sowohl etwas herauszufinden als auch eine Awareness bei den Mitarbeitern zu schaffen. Dabei wurde u.a. gefragt, welches Wissen/Fähigkeiten für die Arbeit gebraucht werden, in wie weit dieses Wissen vorhanden ist, und in welcher Form (Dokumente, Köpfe, …) es vorliegt.

Markus Hainzel und Sabina Erni von PwC Schweiz berichteten über die Yellow Pages Lösung, die bei PwC Schweiz 2008 realisiert wurde.

  • Ziel war die Bereitstellung einer Wissenslandkarte
  • Beobachtung: Viele Mitarbeiter sind bei Xing registriert und suchen/finden sich darüber
  • Mit Firma finebrain AG aus Basel wurde eine spezielle YP-Lösung für PwC Schweiz (etwa 2500 Mitarbeiter) geschaffen
  • Profile können selbst gepflegt werden
  • Für Expertisen/Attribute ist eine Taxonomie vorgegeben, Freitexteingaben sind möglich
  • Es gibt eine schöne graphische Darstellung (als bipartiter Graph – Expertisen und Personen)
  • Gute Diskussion zu den vier Generationen, die es im Unternehmen gibt (und deren Auswirkung auf die Einführung/den Erfolg einer solchen Lösung): Traditionalisten, Boomers, Y-Generation, X-Generation (sehr schöne Folie mit den unterschiedlichen Charakteristika)

Markus Rieger und Kollege von Hyve trugen zu “Wissens- und Ideenmanagement im Zeitalter des Web 2.0″ vor. Hauptteil der Präsentation waren einige interessante Beispiele von externen Ideenwettbewerben mit der IdeaNet-Plattform. Davor hat Herr Rieger noch ein paar “Basics” dazu ausgeführt, wo/wie Web 2.0 Technologien für Ideenmanagement eingesetzt werden können:

Allgemeine Vorteile/Möglichkeiten:

  • Wiki-Prinzip
  • Vernetzung
  • Bewertung
  • Look and Feel

Konkrete Funktionen (die damit umgesetzt werden können):

  • Kollaborative Ideengenerierung
  • Ideen-Exploration (Verlinkung von Ideen, Verlinkung mit Personen, Tag-Cloud, …)
  • Bewertungsstrategien
  • Community-Funktionen (komplettes Spektrum von SNS – von Awareness-Feeds bis zu direkter Kommunikation)

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“Web 2.0 … The Machine is Us/ing Us”

Und noch ein Video, das ich im Zusammenhang mit Web 2.0 und Enterprise 2.0 weiterempfehlen kann – Ein sehr gutes “Tutorial zu Web 2.0″:

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“Here Comes Another Bubble”

Mal wieder ein Video … das ich schon vor einiger Zeit gesehen, aber gerade eben wiedergefunden habe … “Here Comes Another Bubble” … Web 2.0 ….

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WorkLight – Enterprise Web 2.0

Es lag schon etwas länger auf meinem “Still-to-read”-Stapel – aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen die Berichte zu “Enterprise RSS” und speziell zu den Angeboten der Firma WorkLight zu lesen – und ich muss sagen nicht uninteressant …

Die Argumentation von WorkLight ist, dass es zwar interessant für Unternehmen ist, Blogs und Wikis als neue Mittel der (internen) Unternehmenskommunikation einzuführen, dass aber ein noch größerer Bedarf besteht, die Daten in Unternehmensdatenbanken (insbesondere in CRM- und ERP-Systemen) besser zugänglich zu machen. Und auch hier böten Web 2.0 Technologien einen guten Ansatz.

Soweit ich es verstanden habe bietet WorkLight vor allem zwei Möglichkeiten um existierende Unternehmensanwendungen Web 2.0-tauglich zu machen:

  • RSS: Es werden sichere, personenbezogene, einfach konfigurierbare und per-se einfach nutz- und kombinierbare RSS-Feeds aus Unternehmensanwendungen angeboten. So können Vertriebsmitarbeiter RSS-Feeds aus dem CRM-System des Unternehmens abonnieren und über beliebige Mashup-Möglichkeiten anreichern, filtern, nutzen …
  • Bookmarks: Benutzer können beliebige Datensätze in den Unternehmensanwendungen “bookmarken”. Also z.B. eine bestimmte Rechnung im ERP System. Solche Bookmarks können einfach per E-Mail verschickt werden oder in Social Bookmarking Systemen gespeichert / geteilt werden. Über die Bookmarks kann dann ohne weiteren Navigationsaufwand auf die eigentlichen “Business-Objekte” zugegriffen werden.

Vermutlich bietet WorkLight noch ein bisschen mehr – Aber ich finde die Umsetzung dieser beiden Konzepte schon sehr spannend. Damit wird die “Datenzentriertheit” und die Möglichkeit der einfach konfigurierbaren und integrierbaren Signaling/Awareness-Möglichkeit über RSS auch für klassische Business-Anwendungen verfügbar. Im Endeffekt braucht eine sinnvolle Einführung von “klassischen” Social Software Anwendungen (Wikis, Blogs, Social Bookmarking Werkzeuge, Social Networking Services, …) diese Integration. Denn nur so kann in diesen Kommunikationsmedien über Business-Objekte kommuniziert / auf solche Objekte verwiesen werden.

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verwandt.de

verwandt.gifMartin Weigert hat auf seinem Blog zweinull.cc schon Ende November eine Zusammenfassung/Auswahl der beeindruckendsten Webangebote im Jahr 2007 veröffentlicht. Besonders interessant ist dabei die Kategorie “Überraschung 2007 national”, in der er verwandt.de nennt.

Ist auch wirklich interessant – Ein sehr schön gemachte (“Ajax at its best”) Site auf der man Stammbäume eingeben/aufbauen/verwalten kann. Dabei wird meiner Meinung nach das Thema Crowdsourcing / Virale Verbreitung ideal umgesetzt: Jeder (noch lebende, online erreichbare) Eintrag im Stammbaum wird aufgefordert, zu helfen, den Stammbaum vollständiger zu machen (wenn man seine/ihre E-Mail-Adresse angibt). Im Gegensatz zu vielen anderen Web 2.0-Diensten wird hier also nicht nur “unzusammenhängende” Information gesammelt, sondern gemeinsam etwas “größeres” aufgebaut – zum Nutzen aller, die sich beteiligen.

Aber wie Martin Weigert frage ich mich auch, was das Geschäftsmodell hinter verwandt.de ist. 7,5 Mio Profile und 500.000 Stammbäume in einem halben Jahr ist nicht schlecht. Aber ich dachte, dass nach der geplatzten Blase vor ein paar Jahren nicht mehr nur noch die Zahl der Benutzer, sondern ein vernünftiges Geschäftsmodell zählt. Und so interessant verwandt.de auch ist, es ist nicht die Site, auf der man täglich vorbei schaut. Naja, schau wir mal, was 2008 da bringt.

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Bridging the Gap: Financial Impact of Web 2.0

Alexander Richter berichtet auf seinem Blog schon ausführlich über den gestrigen Event “Bridging the Gap – Financial Impact of Web 2.0″ an der TU München. So kann ich mir einen ausführlichen Gesamtbericht sparen und mich auf ein paar kleine Punkte konzentrieren, die mir aufgefallen sind.

Web 2.0 – Eine neue Dot.com Blase? Das war natürlich eine Frage an den CIO der Deutschen Bank, Klaus Martini. Interessant fand ich, dass er in seiner Antwort darauf vor allem darauf eingegangen ist, dass im Unterschied zur Blase 2000 heute die Unternehmen kaum börsennotiert sind (es kaum IPOs gäbe). Es würden bei Misserfolgen also nicht die gesamte Wirtschaft geschädigt, sondern NUR die Unternehmen, die in die Neulinge investiert haben. Irgendwie beruhigt mich das noch nicht so ganz …

Virtuelle Welten und Innovation (bei/durch IBM) … insgesamt nicht so berauschend – es fehlte mir etwas das Konkrete – so zwischen den Zeilen habe ich aber ein paar interessante Punkte rausgehört, die meiner Meinung nach im Rest etwas unter gingen:

  • Florian Babel betonte, dass er die (rosige) Zukunft nicht in der Plattform Second Life selbst sehe, sondern in geschlossenen und offenen virtuellen Welten allgemein – der nächsten oder übernächsten Generation nach Second Life – Das ist doch mal eine vernünftige Stellungnahmen in dem ganzen Second Life Hype!
  • Weiterhin versuchte er darauf einzugehen, wo die Innovationspotentiale von Web 2.0 und Virtuellen Welten liegen. Hierzu stellte er aus einer aktuellen IBM-Studie zu Innovation die drei Ebenen vor, auf denen Innovation erfolgen kann: 1) Produkte, Services, Märkte; 2) Betriebsabläufe; und 3) Geschäfts- und Unternehmensmodelle – Das Potential läge hauptsächlich bei der Ermöglichung neuer Geschäfts- und Unternehmensmodelle.

Die Beispiele und sonstigen Ausführungen waren aber etwas zu sehr durcheinandergewürfelt um mich so richtig zu überzeugen …

Zum Abschluss noch zum Thema Gründung: Alexander Richter hat schon über den inspirierenden Vortrag von Alexander Samwer berichtet. Noch besser fand ich persönlich aber das Duo Mark Möbius (UnternehmerTUM) und Felix Haas (amiando). Erstens mal war die Vorstellung sehr unterhaltsam :-) Und dabei hat Felix Haas auch noch einiges an praxisnahen Tipps losgelassen …

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