Beiträge getagged mit socialnetworking

scholarz.net-Präsentation@UniBwM

Wie angekündigt war heute Daniel Koch, der Projektleiter von scholarz.net an der UniBwM um die Plattform und die Aktivitäten zu präsentieren.

Ich fand die Präsentation sehr interessant. Vor allem kam für mich dabei heraus, dass der Fokus (und die Herkunft) von scholarz.net eindeutig bei der Unterstützung des Wissensmanagements beim wissenschaftlichen Arbeiten liegt. Deshalb ist der Hauptteil der Plattform auch eine Verwaltung von Notizen zu Projekten, Quellen (sources) und Keywords. Und hier bietet die Plattform einige sehr innovative und nützliche Funktionen.

Der Social-Networking-Service-Aspekt steht eher im Hintergrund. Daniel Koch führte zwar aus, dass ein wichtiger Motivator ihrer Plattform war, dass es keine (zentrale) Stelle gibt, an/auf der man sich als Wissenschaftler präsentieren kann (mit Veröffentlichungen etc) – und dass scholarz.net das leisten will (mit einem auf Wissenschaftler abgestimmten Personenprofil), das ganze ist aber noch sehr “halbherzig”. So stiess mein Einwurf, dass SNS mehr als Finden und Präsentieren leisten, dass nach unserer Studie die meist geschätzte Funktionalität das “in Kontakt bleiben”/”informiert bleiben” sei auf grosses Interesse – und die Anregung eines Awareness-Feeds zu wissenschaftlichen Aktivitäten seines Netzwerkes wurde als tolle (neue) Idee aufgenommen ;-)

Leider ist die SNS-Funktionalität momentan sehr “monolitisch”. Man kann zwar Veröffentlichungen importieren und notfalls auch wieder exportieren, es ist aber (noch) keine Integration in Portale von Universitäten oder mit anderen Social Software Plattformen vorgesehen. Das wäre aber meiner Meinung nach unbedingt notwendig um das Ganze zum Fliegen zu bringen.

Interessant am Rande: Die Plattform ist mit Ruby and Rails entwickelt – von einem Team von vier Personen – im Rahmen eines Forschungsprojektes, das noch bis Ende 2008 läuft. Für die Zeit danach wird momentan ein Weg zur Weiterführung gesucht.

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Eine Definition von Enterprise 2.0

“Eine Definition von Enterprise 2.0″ so heisst das Kapitel, das Andrew McAfee zum neuen Buch Enterprise 2.0 – Die Kunst loszulassen beigetragen hat.

Die “Definition” selbst ist schnell wiedergegeben:

“Enterprise 2.0 ist die Nutzung von Social-Software-Plattformen innerhalb oder zwischen Unternehmen und ihren Partnern oder Kunden.” (S. 18)

Hier also keine Überraschungen ;-)

Interessant und lesenswert ist der Beitrag vor allem wegen der weiteren Diskussionspunkte, die er aufbringt (auch hier natürlich nichts wirklich neues – aufmerksame Leser des Blogs von Andrew McAfee haben alles schon mal gelesen – hier aber auf Deutsch und schön zusammengefasst).

“It’s Not Not About the Technology”

Das finde ich z.B. einen interessanten Punkt. McAfee führt dazu aus, dass natürlich richtig ist, dass es bei Enterprise 2.0 nicht “ausschließlich” um die Technologie geht, aber es ist auch richtig, dass die Details der Technologie nicht komplett ignoriert werden können.

“Weak Ties” und das “Enterprise 2.0 Bullseye”

McAffee geht in seinem Beitrag als wichtige theoretische Grundlage von Social Software auf Granovetters Beitrag “The Strength of Weak Ties” und die Ideen dahinter ein. Dabei fasst er die Grundideen Grannovetters meiner Meinung nach sehr gut zusammen:

“Insgesamt lässt sich aus Granovetters Artikel das Fazit ziehen, dass starke Beziehungen wahrscheinlich nicht als Brücken zwischen Netzwerken dienen werden, während schwache Beziehungen dagegen gute Brücken darstellen. Brücken helfen, Probleme zu lösen, Informationen zu sammeln und unbekannte Ideen aufzugreifen. Sie helfen, die Arbeit schneller und besser zu erledigen.” (S. 25)

Mit “Weak Ties” hat auch McAfees Enterprise 2.0 Bullseye zu tun. Grundaussage der Abbildung ist, dass es vier Gruppen von Personen gibt, mit denen ein Wissensarbeiter zu tun hat, unterteilt und geordnet nach der relativen Intensität der Beziehung:

  • starke Beziehung (strong ties)
  • schwache Beziehung
  • potentielle Beziehung
  • keine Beziehung

Diesen Gruppen lassen sich Technologien/Werkzeuge zuordnen:

  • starke Beziehung: Wikis, Gruppeneditoren
  • schwache Beziehung: Social Networking Services
  • potentielle Beziehung: Blogoshpere mit Fokus auf Suchmöglichkeiten und Signaling
  • keine Beziehung: “kollektive Intelligenz”

Interessante Gedanken …

Btw: Auch Frank Hamm hat schon kurz über das Buch geschrieben – und ich muss zustimmen – neben dem Beitrag von Andrew McAfee ist der Beitrag “Mollys geheimes Tagebuch oder Bekenntnisse eines Anfängers über soziale Software” von Suw Charman-Anderson das Lesenswerteste, das ich bisher über Enterprise 2.0 gefunden habe … aber mehr sei hier nicht darüber verraten … selber lesen!

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ResearchGATE

Am 23.5. hat ResearchGATE seine Pforten geöffnet.

ResearchGATE is a new free of charge web 2.0 platform designed for the need of researchers. With this new platform we want to change the world of science by providing a global and powerful scientific web-based environment, in which scientists can interact, exchange knowledge and collaborate with researchers of different fields. Sign up and be part of the first scientific network.

  • present yourself and your research projects
  • enroll, expand, and broaden your science network globally
  • exchange know-how and expertise
  • initiate collaboration
  • discuss your research limitation and get positive feedback
  • use our innovative tools and work environments for online collaboration

Echt interessant. Vor gar nicht so langer Zeit haben wir in einem Workshop besprochen, dass man einen Social Networking Service für Forscher / die Wissenschaft bräuchte – und jetzt entsteht einer nach dem anderen. Neben ResearchGATE sind da noch

Und natürlich alle “generischen” Social Network Sites wie ning, mixxt, …

Science 2.0 scheint momentan gerade “abzuheben” – siehe dazu auch meinen Bericht von der Keynote auf der COOP2008 sowie dem Workshop Academia 2.0

Was mir bei ResearchGATE ein bisschen fehlt ist die Integration – Ich will ja nicht wirklich alle meine Veröffentlichungen, Projekte etc neu eintragen. Hier braucht man eine Integration mit bibsonomy oder ähnlichen Diensten – und eine Integration der Daten in verschiedene Portale (damit ich die Daten auf meinen Web-Seiten an der Uni einblenden kann). Naja, ich will nicht ungerecht sein – bei den Publikationen findet sich immerhin schon eine Integration mit der PubMed-Datenbank.

Ich bin gespannt, wie es mit ResearchGATE weiter geht.

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Yet Another (Enterprise) Social Network Service

Die Firma Socialtext ist bekannt für ihr Produkt zur Realisierung von Unternehmens-Wikis – sowie für Fallstudien zum erfolgreichen Einsatz dieses Produktes.

Nun hat Socialtext angekündigt, dass sie das Wiki zu einer Enteprise 2.0 Plattform für das Intranet ausbauen werden – speziell durch die Erweiterung um eine Dashboard-Komponente und um eine People-Komponente – also eine Social Networking Services (SNS) Komponente!

Damit gibt es neben dem Platzhirschen IBM Lotus Connections eine weitere sehr ernst zu nehmende Plattform zu Realisierung von internen SNS. Ich bin gespannt, ob Socialtext People schneller Fuss fassen kann als Connections.

via Transparent Office

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Partnerbörsen

Im Rahmen eines anderen Projektes (dazu vielleicht in ein paar Monaten mehr) sind wir heute auf Partnerbörsen zu sprechen gekommen (ala Parship, love.de, …) … und darauf, ob man (ohne zweites “n”!) da auch registriert ist, wenn man in festen Händen ist. Ich war ja der Meinung, dass sich das nicht gehört – wurde aber von den anderen Anwesenden als “altmodisch” abgetan – vor allem die anwesenden Frauen meinten, dass das eher häufiger vorkommt (das “latente Suchen”). Habe mich aber nicht getraut zu fragen, ob sie das selber so machen oder bei Ihren Partnern so kennen gelernt haben … ;-)

Gibt es dazu eigentlich irgendwo Studien? Wäre schon mal interessant.

Btw: In Zusammenhang mit unseren Arbeiten zu Social Networking Services (SNS) kommt auch immer wieder die Frage auf, ob den Online-Partnerbörsen auch SNS sind. Wie üblich ist die Antwort: Es kommt darauf an ;-) Nach den “etablierten” Definitionen zu SNS (siehe z.B. hier) ist ein Charakteristikum solcher Dienste, dass man sich explizit mit anderen vernetzen kann – und das ist bei vielen Partnerbörsen nicht der Fall. Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel: Friendster, eine der Urgesteine auf diesem Markt hatte von Anfang an eine solche Funktion. Btw: Zu Friendster gibt es einige schöne wissenschaftliche Arbeiten/Untersuchungen – u.a. dazu, warum jemand, mit dem man viele Kontakte gemeinsam hat aber zu dem man selbst noch keinen Kontakt hat, nicht unbedingt ein guter Vorschlag für einen Date ist … (ich glaube das war ein Short Paper auf der CHI 2004 in Wien).

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Gründermarkt Forum Kiedrich

Wie auf kooperationssysteme.de schon angekündigt, war ich heute vom Forum Kiedrich zu einem Vortrag auf deren 22. Gründermarkt in Wiesbaden eingeladen. Das Oberthema des halbjährlich stattfindenden Gründer-Events in Hessen war dieses mal explizit “Vernetzung”. Leider konnte ich nicht von Anfang an dabei sein, sondern bin erst am Nachmittag dazu gestossen. Aber in seinen Abschlussworten hat Jürgen Fuchs den Tag (und die Idee dahinter) sehr schön zusammengefasst:

Der Tag wurde eingeleitet mit einem Einführungsreferat von Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universität Göttingen. Dabei ging es unter anderem darum, wie sich das Gehirn entwickelt. Die wichtigsten Fakten, die Jürgen Fuchs am Ende des Tages nochmal zusammengefasst/ergänzt hat:

  • zuerst nimmt die Zahl der Gehirnzellen zu
  • dann vernetzen sich die Zellen immer mehr; die Zunahme der Zellenzahl wird immer langsamer
  • irgendwann steigt die Zahl der Gehirnzellen nicht weiter – etwa bei 10 Mrd – (nimmt eher sogar ab), die Vernetzung geht aber weiter
  • Wichtige Ereignisse in der Zeit sind die Geburt des Menschen und später die Entwicklung eines Bewusstseins / eines Ichs

Nach der Vernetzung der Gehirnzellen folgte die Vernetzung der anwesenden Gründer und Unterstützer – in Networking-Pausen zwischen Pitches und Workshops.

Dann kam ich … mit einem Vortrag zu “Social Networking und Online Communities”, also einem kurzen Schlaglicht auf die Fortführung / Unterstützung der Vernetzung im Internet.

Und so richtig rund wurde das Ganze dann durch den schon angesprochenen Ausklang von Jürgen Fuchs, Mitinitiator und Gesellschafter des Forum Kiedrich. Jürgen Fuchs zeigte zuerst nochmal den Roten Faden des Tages auf und ging dann noch einen Schritt weiter. Er zitierte die Gaia-Hypothese nach der die Erde (bzw. die Oberfläche mit der gesamten Biosphäre) ein lebender Organismus sei – wie der Mensch selbst.

Eine Interpretation diese Hypothese ist, dass die Menschen (auf der Erde) den Gehirnzellen (im Menschen) entsprechen. Und damit zurück zum Anfang:

  • zuerst nimmt die Zahl der Menschen zu (langsam und dann immer schneller)
  • dann vernetzen sich die Menschen immer mehr
  • interessant: der Verlauf der Entwicklung eines (menschlichen) Gehirns stimmt mit der Entwicklung der Menschheit scheinbar recht gut überein – und die 10 Mrd erscheinen auch eine gute Prognose für die Weltbevölkerung

Damit ergibt sich natürlich die Frage, wann die Erde ein Bewusstsein erlangt …

Jürgen Fuchs nannte noch weitere interessante Gemeinsamkeiten der Gegenüberstellung des menschlichen Gehirns mit der Erde als Organismus:

  • wie im menschlichen Gehirn haben sich auf der Erde eine rechte und linke Gehirnhälfte entwickelt – “der Westen” (links: logisch, strukturiert, analytisch) und der “ferne Osten / Asien” (rechts: intuitiv, kreativ, emotional, ganzheitlich)
  • und wie im menschlichen Gehirn ist es dort besonders turbulent, wo die beiden Gehirnhälften verbunden sind – im Corpus Callosum – auf der Erde sind das zwei Bereiche (wegen Kugelform ;-)): Osteuropa/Bosporus und Japan/Taiwan/Hong Kong.

Interessante Gedanken …

Btw: Im Lebenslauf von Jürgen Fuchs seht: “Jürgen Fuchs ist Unternehmens-Berater, Buchautor und Lehrbeauftragter für ‘Philosophie und Economics’” – eine interessante Mischung! Die Rückfahrt nach München habe ich mit einem seiner Bücher verbracht (… und bin mal wieder nicht zum Arbeiten gekommen ;-): “Das Märchenbuch für Manager” – echt gut – eine Sammlung von vielen kleinen Geschichten, jede mit einer Anregung/(Lebens-/Management-)Weissheit – viel “Food for thought”. U.a. ist auch der oben angesprochene Vergleich zwischen menschlichem Gehirn und der Erde als Organismus (Gaia) in Form einer Geschichte im Buch zu finden.

Ach ja, bei der Durchsicht der Profile der auf diesem Gründermarkt vorgestellten Unternehmensgründungen bzw. im Gespräch nach dem Vortrag sind mir auch ein paar aufgefallen, die sehr gut zum Thema Social Networking passen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • acomo – Die versuchen eine Plattform für Social Networking Plattformen / Online Communities ala ning.com zu schaffen
  • boomloop – Eine Social Networking Plattform für Events: “boomloop ist eine Event-Community, auf der Du einfach Veranstaltungen finden kannst, die Dich persönlich interessieren. Freunde zusammentrommeln ist ebenso einfach – per SMS, Chat oder Web.” – bei einem kurzen Gespräch mit den Gründern konnten sie zu allen Wettbewerbern, die mir eingefallen sind, sagen wo/warum sie besser sind – genau so wie es sich gehört ;-)
  • lynto – Eine Plattform zum Netzwerken – aber zusätzlich mit sehr viel Funktionen zum Zusammenarbeiten – Neben Individuen werden auch Unternehmen besonders repräsentiert.

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Umfrage zur privaten Nutzung von Social Networking Diensten

Im Rahmen eines Dissertationsprojektes und eines Studienprojektes in der Forschungsgruppe Kooperationssysteme läuft seit dieser Woche eine Umfrage zur privaten Nutzung von Social Networking Services in Deutschland.

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Die Umfrage ist unseres Wissens die erste ihrer Art (wenn man mal von Datensammlung einzelner grosser Plattformen absieht) und wir erwarten sehr interessante Ergebnisse. Deswegen möchten wir damit auch ein möglichst großes Publikum erreichen. Hier nochmal die URL zur Umfrage:

http://www.unipark.de/uc/m_uni_muenchen_werner_einzel/f547/

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Xing Awareness-Feed

Wie schon bei Robert Basic und Alexander Richter berichtet wird, hat Xing seit Anfang Dezember endlich den Awareness-Feed, den man von anderen Social Network Diensten schon lange kennt. Ich muss wirklich sagen endlich … Denn so gut mir Xing bezüglich der Grundfunktionalität und der Verbreitung gefällt, so sehr habe ich in der Vergangenheit dieses Feature vermisst. Denn für mich ist eine Social Networking Plattform nicht nur ein Dienst um mich selbst darzustellen und hin und wieder Experten oder verschollene Kontakte zu suchen, sondern auch um über Veränderungen bei meinen (engeren) Kontakten auf dem Laufenden zu bleiben. Und die einzige Möglichkeit dazu war bisher regelmäßig die Profile aller im engeren Kreis zu besuchen. (Btw: Kontakt-Awareness bzw. Netzwerk-Awareness ist eine der Grundfunktionalitäten, die wir für Social Network Dienste identifiziert haben – mehr dazu demnächst in einer Veröffentlichung für die Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2008.)

Was jetzt noch fehlt?

Erstens mal eine Klassifizierung von Kontakten – Ich bin eh schon so restriktiv, dass ich nur Leute als Kontakte akzeptiere, mit denen ich zumindest schon mal mehr als ein paar Worte persönlich gesprochen habe. Aber trotzdem gibt es in meinen Kontakten noch unterschiedliche Klassen. Wäre schön, wenn man das abbilden kann.

Und zweitens eine API, mit deren Hilfe ich die Daten auch in eigenen Portalen und Mashups verwenden kann. Xing mit den neuen Awareness-Daten wäre eine sehr interessante Quelle für meine Awareness-Mashups.

UPDATE: Das neue Awareness-Feature wird in der Blogosphäre ja ziemlich gemischt aufgenommen (bin ich mal wieder zu positiv/unkritisch?) – Interessant zu lesen ist der Beitrag von Cem Basman und die Kommentare dazu – u.a. auch ein Kommentar von Lars Hinrichs von Xing.

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Social Networks auf der Titelseite

Am Wochenende komme ich auch endlich mal wieder zum Zeitungslesen – und was springt mir ins Auge als ich die neue Zeit (31.10.2007) vor mir ausbreite: Direkt auf der Titelseite ein sehr gut recherchierter und geschriebener Artikel von Götz Hamann zum Thema “Meine Daten sind frei – Eine neue Generation findet nichts dabei, ihr Privatleben im Internet vermarkten zu lassen”.

Aufhänger ist natürlich mal wieder der Deal zwischen Microsoft und Facebook. Im weiteren Artikel entwickelt der Autor aber einige ganz interessante Überlegungen. So sieht er einen entscheidenden Wandel bei der Bereitschaft persönlich Daten preiszugeben. Mit der “Generation Volkszählung” hätte es heutige soziale Netzwerke nicht gegeben! Interessant in diesem Zusammenhang auch die Überlegung, dass zu dem veränderten Preisgabeverhalten früher oder später auch eine veränderte (gesteigerte) Toleranz gegenüber “Skurrilitäten, Fehltritten und Jugendsünden” im Internet kommen müsste. “Dass die Gesellschaft insgesamt noch liberaler wird.”

Denn: “Das Internet vergisst nichts!” – “Jede Mail, jedes Foto, jeder Beitrag in einer Diskussionsgruppe wird auf Dauer gespeichert”. Hamann schreibt dazu: “Neu sind nicht die Bedürfnisse. Neu ist, dass jedes Wort gespeichert wird und praktisch kein Nutzer ein Problem damit hat.”

Vielleicht ist das auch ein Ansatzpunkt für die Kritik an der Entwicklung (neben dem Hoffen auf mehr Liberalität in der Gesellschaft) – das Versehen von Daten mit einem “Haltbarkeitsdatum” – Gibt es sowas schon? Wäre ganz interessant.

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ECSCW 2007 – Day 1 – Keynote

On wednesday, 26th, the main conference started. The first talk was an invited talk by Stephen Ackroyd on “Conviviality: A System Requirement”.

At first the content seemed a little “far away” from CSCW … Stephen is a sociologist and researches economic transformation. So, in the largest part of his talk he presented how companies have been changing in the last ten years. He summarized the change in four points:

  • distributed organisational design
  • continous reconstruction
  • strategic manoeuvring
  • controlling market relations

The interesting points, bringing him back to CSCW than were that

  • the emerging (company) structures do not have the properties of developed networks – there is low network density – similar to bureaucracies
  • it is not management information systems (MIS) giving these constructs their flexibility (“large organizations today are electronic systems augmented by human capacities”
  • it is conviviality (social networks, social networking) that gives the constructs their flexibility

He concluded that “new corporate forms are very demanding of social capabilities, and this is often overlooked”. My conclusion: Companies should invest in social networking (services) and not in management information systems (management dashboards) …

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