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Erste Nerd Nite München

Ein Beitrag aus der Kategorie “Veranstaltungsberichte”.

Gestern stieg in München Schwabing (genauer gesagt in der ) die erste “Nerd Nite München”. Die Veranstaltung, die rein über facebook (und andere SNS) und twitter beworben wurde, knüpft an entsprechende Veranstaltungen in den USA an, bei denen Nerds, also Spezialisten (zumindest) auf einem Gebiet, in entspannter Baratmosphäre kurz über ihr Spezialgebiet berichten und sich einer Diskussion stellen.

Bei der ersten Münchner Instanz der Veranstaltung berichtet Jörg Bochmann, Max-Planck-Institut für Quantenoptik zu “Viel Lärm um Nichts – Lichtquanten, die Schellingstraße und überhaupt”, Ildiko Meny, Institut für medizinische Psychologie der LMU München zu “Nachtaktiv?: die innere Uhr und unser Schlafverhalten” und Georg Groh, Informatik der TU München zu “mobile social networking”.

Insgesamt sehr gelungen! Unterhaltsame Vorträge bei denen man auch noch was lernen konnte. Ich bin gespannt auf die zweite Instanz, die im August oder September folgen soll.

Siehe auch http://www.sub-bavaria.de/wiki/Nerd_Nite

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Munich Atlassian User Group Meeting

Als “Aussenseiter” war ich heute beim Treffen der Munich Atlassian User Group bei der TNG Technology Consulting in Unterföhring.

Warum Aussenseiter? Ich habe zwar schon einige Wikis eingeführt und genutzt, bisher aber noch nie Confluence, das Wiki-Produkt der Firma Atlassian, das Hauptfokus des heutigen Treffens war. So war ich hauptsächlich mit dem Ziel zu dem Treffen gegangen, mehr über Confluence zu erfahren – u.a. von Per Fragemann von Atlassian, der sowohl eine Einführung “Atlassian News and Update” als auch einen Überblick über die Nutzung von Confluence bei Atlassian selbst “Eat your own dog food” gegeben hat.

Bevor ich auf Details eingehe hier schon mal meine wichtigsten Erkenntnisse (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) aus den Präsentationen:

  • Confluence ist in vielen Möglichkeiten ähnlich TWiki (das ich bisher am besten kenne) – allerdings nicht ganz so mächtig (Forms, …)
  • + implementiert und erweiterbar in Java
  • + gute Suche (auch über Attachments)
  • + Kommentare zu Seiten (und damit “Blog für Arme”)
  • + Upgrade geht einfach (im Gegensatz zu TWiki)
  • - auch bei Confluence funktioniert der WYSIWYG-Editor (noch) nicht

Jetzt zu den Details.

Zuerst gab Per Fragemann von Atlassian einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im gesamten Produktportfolio. Zu Confluence waren am interessantesten:

  • Fokus auf Integration (über WebDAV mit Office, mit Sharepoint)
  • erst in der Version 2.10 (Anfang 2009) wird der WYSIWYG-Editor halbwegs benutzbar (für komplexere Seiten) sein

Bernd Lindner von Siemes stellte dann die Siemens Wikisphere vor, welche auf der Basis von Confluence realisiert ist. Die (für mich) interessantesten Details aus der Präsentation:

  • für das unternehmensweite Wiki wurde die hierarchische Organisation der Seiten von Confluence bewusst versteckt und ganz auf Tags gesetzt
  • um Seiten editieren zu können muss zuerst eine Policy akzeptiert werden (dieselbe wie in der Siemens BlogoSphere)
  • das Wiki soll zu einem Expertenverzeichnis / zu einem Social-Networking-Service weiterentwickelt werden
  • den Benutzern ist die E-Mail-Notifikation wichtiger als die RSS-Notifikation (u.a. weil wegen SSO die RSS-Notifikation nicht immer funktioniert)
  • sie sind noch unzufrieden mit dem WYSIWYG-Editor

Wolfram Koska und Gerhard Müller (von TNG) berichteten über Migrationsprojekte zu Confluence – einmal von MediaWikia aus und einmal von TWiki aus.

Nach anderen Präsentationen stellte am Ende Per Fragemann von Atlassian ein paar Beispiele der Nutzung von Confluence bei Atlassian selbst vor:

  • Produktdokumentation pflegen (alle Atlassian-Mitarbeiter dürfen schreiben, von aussen nur lesender und kommentierender Zugriff)
  • Spezifikationen für neue Funktionalität
  • internes Blogging (u.a. muss sich jeder Neue hier mit einem Post vorstellen)
  • einfaches Projektmanagement (z.B. Scrum burndown charts)
  • Personen/Expertenliste

Noch ein paar Worte zu letztem Punkt. Hier geht Atlassian sehr pragmatisch vor: es gibt eine Wiki-Seite mit einer Tabelle aller Mitarbeiter (und den Meta-Informationen in Spalten). Diese wird von allen gepflegt. Auf diese Tabelle greift dann eine JavaScript-Anwendung zu, die das schöne Anzeigen (u.a. auf Maps) der Daten sowie das Suchen / Filtern der Daten erlaubt. Die Anwendung beruht auf dem MIT Simile/Exhibit Framework und schaut sehr gut aus.

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Innovation als kreative Zerstörung

Gestern Abend war ich von der Firma InterFace AG zu einem Vortrag mit dem Titel “Innovation als kreative Zerstörung: Herausforderungen für Unternehmer und Manager” eingeladen. Referent war Dr. Simon Grand von RISE Management Research an der Universität St. Gallen.

Herr Grand entpuppte sich als sehr charismatischer Redner mit viel philosophischem Hintergrund. So erläuterte er uns auch den Hintergrund des häufig falsch interpretierten Zitats “Innovation als kreative Zerstörung” des Philosophen Schlumpeter: Damit sei gemeint, dass Innovation auch immer etwas zerstört – denn das Neue braucht Platz. “Innovation impliziert immer zugleich Wertschöpfung und Wertvernichtung.” Vor den Hintergrund der vielen Praxisbeispiele aus der Management-Forschung von RISE konnte Herr Grand das sehr schön illustrieren.

Der Vortrag hat mir seht viele Anregungen zur Betrachtung von Innovation und Management gegeben. Hier (für mein Mikrocontentmanagement und für andere Interessierte) ein paar Schnippsel daraus:

  • Definition von Innovation: Schaffung und Etablierung neuer Lösungen für bestehende und neue Probleme
  • Dabei nicht nur die Entwicklung der Idee, sondern vor allem auch deren Umsetzung, z.B. erfolgreiche Kommerzialisierung
  • “Innovation findet in den lokalen, situativen und fokussierten Tätigkeiten von Unternehmern und Managern statt.”
  • “Innovation braucht strategische Referenzen, die zugleich fokussiert und flexibel sind.” – Eine Menge von Kernaxiomen (axiomatic core, rational void) mit einem schützenden, flexibilisierenden Mantel (protctive belt) von Metaphern, Geschichten, Rationalisierungen, Modellen, Zahlen, Begründungen, …
  • “Unternehmerisches Management impliziert die Etablierung und Stabilisierung dieser strategischen Referenzen.”
  • Wo liegt die Wertschöpfung des C-Levels/des Unternehmers? Warum reden Unternehmer so viel?
    Ganz einfach ;-): Eine wichtige Aufgabe des Unternehmers ist es Kernaxiome (strategischen Referenzen) für das Unternehmen festzulegen und diese zu kommunizieren und zu interpretieren (damit alle anderen etwas zum daran festhalten haben – zum Umgang mit der Unsicherheit). Diesen “protective belt” um die Kernaxiome zu bauen, gegen die Realität zu verteidigen bzw. an die Realität anzupassen ist eine laufende Tätigkeit und wird durch eine “Serie von Argumentationsformen” stabilisiert.

  • “Unternehmerisches Management schafft unternehmerische Handlungsfähigkeit unter Unsicherheit.”

Noch eine Social-Software-Bemerkung am Schluss: Herr Grand hat beim Abendessen auch von seinen Erfahrungen beim Einsatz von generischen (Kommunikations- und Kollaborations-)Werkzeugen berichtet – So ist die Homepage von RISE auf einem Wiki aufgebaut (unverkennbar MediaWiki ;-)). Ausserdem haben sie damit experimentiert, einen Forschungsblog einzuführen – sind aber daran gescheitert – Blog-Software wird allerdings eingesetzt um die Ankündigungen von RISE zu publizieren (und in das Wiki zu integrieren).

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Web 2.0 und Subkultur in München

Patrick Gruban co-organisiert die nächsten beiden Wochenende Veranstaltungen rund um Web 2.0 und Subkultur in München – klingt ganz interessant – werde mal sehen ob ich da vorbei schauen kann.

Sa 27.11., 21:30
sub-bavaria Lesung
im Carl-Orff-Saal, Gasteig im Rahmen von digitalanalog 6

sub-bavaria ist das Wiki-Lexikon der bayerischen Subkultur (www.sub-bavaria.de), dass Ania Mauruschat, Julian Doepp und ich 2005 gestartet haben. 2 Jahre und 2000 Einträge später lesen wir Highlights vor. Musikalische Begleitung: Aloha Input, Visuals: kon.txt. Um 1 Uhr präsentiert sub-bavaria im Foyer des Gasteigs die Band L’egojazz, die musikalische Einzelbausteine zu tanzbarer Musik kombinieren und mit kon.txt-Visuals und einem Balett-Tänzer daraus ein Multimediales Kunstwerk machen.

Das Ganze ist im Rahmen des Festivals digitalanalog 6 – http://www.digitalanalog.org/

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Sa 3.11., 20 Uhr
Art Stars – New York Underground trifft Web2.0
mit Saint Reverend Jen Miller, New York City

Die Art Stars sind rund 100 Performancekünstler, Musiker, Comedians, Poetry-Artists und Filmemacher, die auf offenen Bühnen und in Hinterzimmern von Bars in New Yorks East Village und Lower East Side auftreten. Erst durch YouTube & Co. schaffen sie es ein großes Publikum zu erreichen.

Saint Reverend Jen Miller leitet seit vielen Jahren den wöchentliche Art Star “Anti-Slam”. Sie trägt ständig Elfenohren, hat ein Troll-Museum und ist zusammen mit ihrem Chihuahua die Hauptdarstellerin der Fernsehserie “Electra Elf”. Der Musiker Moby hat sie letztes Jahr beauftragt ein Video zu einem seiner Songs für YouTube zu produzieren, das über 150.000-mal dort angesehen wurde.

Rev. Jen wird an diesem Abend zum ersten Mal in Europa über die Art Star-Szene und deren Internet-Vernetzung berichten, sowie Videos von sich und anderen Art Stars zeigen.

http://laden.lothringer13.de/program/artstars/

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