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Wikimanagement

Sebastian Schäfer berichtet auf seinem Blog kurz über das Buch Wikimanagement – als Enterprise 2.0-Fassung von Wikinomics. Klingt spannend – Leider hat es unsere Bibliothek bisher noch nicht geschafft meine Bestellung des Buches erfolgreich zum Abschluss zu bringen – ich muss mit einem ausführlichen Review also noch etwas warten.

Vorweg kann aber schon mal gesagt werden, dass das Buch neben den hervorragenden Wikipatterns ein weiteres Indiz dafür ist, dass man erkannt hat, dass der Einsatz von Social Software in Unternehmen

  1. ein Thema ist und
  2. eine differenzierte soziotechnische Betrachtung/Behandlung erfordert um erfolgreich zu sein.

Btw: Natürlich gibt es ein Wiki zum Buch … www.wikimanagement.de. Wenn ich da in die Gliederung schaue, dann finde ich das “Wiki” im Buchtitel fast schon übertrieben … Es geht eher um Enterprise 2.0 allgemein – mit Wikis als hervorgehobenes Beispiel. Aber sei’s drum. Ein ausführlicher Kommentar folgt wie schon gesagt sobald ich das Buch in den Händen halte.

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Innovation als kreative Zerstörung

Gestern Abend war ich von der Firma InterFace AG zu einem Vortrag mit dem Titel “Innovation als kreative Zerstörung: Herausforderungen für Unternehmer und Manager” eingeladen. Referent war Dr. Simon Grand von RISE Management Research an der Universität St. Gallen.

Herr Grand entpuppte sich als sehr charismatischer Redner mit viel philosophischem Hintergrund. So erläuterte er uns auch den Hintergrund des häufig falsch interpretierten Zitats “Innovation als kreative Zerstörung” des Philosophen Schlumpeter: Damit sei gemeint, dass Innovation auch immer etwas zerstört – denn das Neue braucht Platz. “Innovation impliziert immer zugleich Wertschöpfung und Wertvernichtung.” Vor den Hintergrund der vielen Praxisbeispiele aus der Management-Forschung von RISE konnte Herr Grand das sehr schön illustrieren.

Der Vortrag hat mir seht viele Anregungen zur Betrachtung von Innovation und Management gegeben. Hier (für mein Mikrocontentmanagement und für andere Interessierte) ein paar Schnippsel daraus:

  • Definition von Innovation: Schaffung und Etablierung neuer Lösungen für bestehende und neue Probleme
  • Dabei nicht nur die Entwicklung der Idee, sondern vor allem auch deren Umsetzung, z.B. erfolgreiche Kommerzialisierung
  • “Innovation findet in den lokalen, situativen und fokussierten Tätigkeiten von Unternehmern und Managern statt.”
  • “Innovation braucht strategische Referenzen, die zugleich fokussiert und flexibel sind.” – Eine Menge von Kernaxiomen (axiomatic core, rational void) mit einem schützenden, flexibilisierenden Mantel (protctive belt) von Metaphern, Geschichten, Rationalisierungen, Modellen, Zahlen, Begründungen, …
  • “Unternehmerisches Management impliziert die Etablierung und Stabilisierung dieser strategischen Referenzen.”
  • Wo liegt die Wertschöpfung des C-Levels/des Unternehmers? Warum reden Unternehmer so viel?
    Ganz einfach ;-): Eine wichtige Aufgabe des Unternehmers ist es Kernaxiome (strategischen Referenzen) für das Unternehmen festzulegen und diese zu kommunizieren und zu interpretieren (damit alle anderen etwas zum daran festhalten haben – zum Umgang mit der Unsicherheit). Diesen “protective belt” um die Kernaxiome zu bauen, gegen die Realität zu verteidigen bzw. an die Realität anzupassen ist eine laufende Tätigkeit und wird durch eine “Serie von Argumentationsformen” stabilisiert.

  • “Unternehmerisches Management schafft unternehmerische Handlungsfähigkeit unter Unsicherheit.”

Noch eine Social-Software-Bemerkung am Schluss: Herr Grand hat beim Abendessen auch von seinen Erfahrungen beim Einsatz von generischen (Kommunikations- und Kollaborations-)Werkzeugen berichtet – So ist die Homepage von RISE auf einem Wiki aufgebaut (unverkennbar MediaWiki ;-)). Ausserdem haben sie damit experimentiert, einen Forschungsblog einzuführen – sind aber daran gescheitert – Blog-Software wird allerdings eingesetzt um die Ankündigungen von RISE zu publizieren (und in das Wiki zu integrieren).

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