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Triple-I – Wikis in Global Businesses
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Konferenz, Social Software, Web 2.0 am 4.9.2008
Ich bin aktuell auf der Triple-I Konferenz in Graz. Die Konferenz hat gestern schon begonnen – ein paar Berichte zu dem was gestern los war sind auf dem Blog von Dennis Busch zu finden.
Aktuell spricht gerade Peter Kemper von Shell über “Wikis in Global Businesses”. Es geht um die Wiki-Einführung bei Shell. Sie haben 2006 begonnen auf der Basis von MediaWiki eine Plattform aufzusetzen und mit vier verschiedenen Use Cases durchgespielt. 2007 war das ganze dann für das ganze Unternehmen verfügbar (mit Single Sign On etc). Ein Grund für die Entscheidung für MediaWiki war die bewiesene Skalierbarkeit.
Interessant: Das Projekt ging weder vom IT-Department aus noch wurde des vom IT-Department getrieben.
Einführung:
- Champions, No Brainers, Natural Users
- Visionary Leaders
- Doing the same with improved productivity
- Shifting limitations
Change Management:
- no big launch, newletters every month to all registered users
- robust “existing” content services
- back-office for more difficult wiki aspects (gardening, pictures, tables)
- minimal training, but string support driven communication
- smart marketing
- voluntary participation
- silent migration rom intranet content
- “different control instead of no control”
Ganz interessant hier das “back office” – das hilft Bilder hochzuladen etc …
Über die Statistiken und Umfragen sowie Interviews hat Shell versucht mehr über die Nutzer und die Nutzung herauszubekommen und damit auch zu lernen wie man die Nutzer zu bessere Beteiligung motivieren kann. Es wurden/werden drei Rollen unterschieden: information owners, editors, information consumers. Eine der Erkenntnisse war, dass die “information owners” oft zu wenig über die “information consumers” wissen um das richtige Material einzustellen und weiterzuentwickeln.
Andere interessante Details:
- kein anonymer Zugriff – Transparenz ist sehr wichtig bei Änderung von Inhalten
- Ein Problem, das von Wiki gelöst wird: Seit E-Mail und Powerpoint immer weiter verbreitet sind, kommen kaum mehr (formale) Berichte in die Archive – damit wird Wissen nicht mehr zentral verfügbar gemacht – das Wiki schafft es hier wieder etwas “zentrale Verfügbarkeit” zu schaffen
- Active Users (editors) (09/2008): 4.000
- Registered Users (09/2008): 40.000
- Articles (09/2008): 23.000
- Interessant zu den Zahlen: Während Anzahl der Artikel und der registrierten Benutzer kontinuierlich gestiegen sind, blieb die Zahl der aktiven Benutzer über die letzte Zeit mehr oder weniger gleich
- “Wiki is another system” (ersetzt also nicht die vorhandenen CMS, Intranet) – allerdings wurden einige Inhalte vom Intranet/CMS auf das Wiki verschoben (auch um die Leute auf das Wiki zu bekommen) – langfristig soll/wird das Intranet wohl mehr und mehr des langfristigen Contents verlieren – aber immer für Navigation/Struktur/kurzfristigen Content bleiben
What’s next:
- the interview round identified causes where people connected but did not remember
- survey needs to be repeated for trend analysis
- (social network) visualization tools are needed
Das Thema (Wikis in Organisationen) ist allgemein von großem Interesse hier auf der Triple-I. So habe ich gestern nach meiner Präsentation im Professors4Industry Track interessante Gespräche mit verschiedenen IT-/Kommunikationsverantwortlichen geführt, die Wikis eingeführt haben oder dieses planen. Z.B. Xing (internes Wiki), Fraport, reinisch, occar, …