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Rigor vs Relevance at ECIS2007

Die Internationale Tagung ECIS (European Conference on Information Systems) stand unter dem Motto “Relevant Rigor – Rigorous Relevance”. In diesem Kontext wurde die schon lang andauernde Diskussion der Wirtschaftsinformatik “rigor vs. relevance” fortgeführt. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Wirtschaftsinformatik (5/2007) veröffentlicht Robert Winter, einer der Ausrichter der ECIS 2007, sehr lesenswerte Statements verschiedener Aktivisten zu dem Thema. Hier ein paar Gedanken aus diesem Beitrag, die mir aufschreibenswert erschienen.

Ulrich Frank argumentiert, dass Relevanz weniger an den Anwendern in der Praxis gemessen werden sollte, sondern mehr an den Anwendern in der Wissenschaft: “In order to be relevant, research needs to be relevant to researchers”. In diesem Zusammenhang führt er aus, was gute Forschung bzw. wissenschaftliches Wissen auszeichnet: “abstraction, originality and justification” – und daran sollte gemessen werden, ob Forschung “rigorous” ist.

Alan Hevner aus den USA schlägt vor die eindimensionale Unterscheidung zwischen “rigor” und “relevance” auf zwei Dimensionen zu bringen: “2×2 matrix with ‘considerations of use?’ (roughly, relevance) on the x-axis and ‘quest for fundamental understanding?’ (roughly, rigor) on the y-axis”. In dieser Matrix würde der Quadrant oben rechts (hohe Relevanz und hoher “Rigor”) als “Pasteur’s Quadrant” bezeichnet – in Anlehnung an Pasteurs hoch praktisch relevante und allgemein weiterbringende Forschungen -, der Quadrant oben links (high rigor, low relevance) als “Bohr’s Quadrant” und der Quadrant unten rechts (high relevance, low rigor) als “Edison’s Quadrant”. Nur der “low-low”-Quadrant wäre zu vermeiden …

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