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Ordnung 2.0
In einem Fachartikel in Ausgabe 3/2007 des OBJEKTspektrum schreibt Gernot Starke zu “Ordnung 2.0 – Hilfen für den Info-Dschungel?”. Hintergrund des Beitrags ist die Diskussion der Möglichkeiten, die Software und Betriebssysteme bieten um Ordnung (in Dateien und Mails etc) zu schaffen und die Erkenntniss, dass Betriebssysteme dabei noch nicht den Schritt von einspunktnull zu zweipunktnull gemacht haben. Hier findet man immer noch strenge Hierarchien aus den Vor-Computer-Zeiten des Ordnung-Haltens. Das Konzept des Schlagwortkatalogs (Kategorien, Label, Tags, …) hat sich hier noch nicht durchgesetzt. Zwar bieten “moderne Betriebssysteme” wie MacOS inzwischen Möglichkeiten, Tags für Dateien zu vergeben und dynamische Ordner zu definieren, die alle Dateien mit bestimmten Tag-Kombinationen aufsammeln, es fehlt aber die prominente (d.h. als primäre Schnittstelle) und benutzbare (Ergonomie!!!) Platzierung. Starke schreibt dazu: “Voraussetzung dafür wäre eine robuste und ergonomische Möglichkeit, Etiketten zu vergeben und die zugehörigen Objekte zu finden”. Na hoffen wir mal auf MacOS 10.5 :-))))
Btw: Die Idee, die Dateiverwaltung völlig von hierarchischen Strukturen zu lösen und auf die Basis von Tags zu stellen ist nicht komplett neu. Im CSCW-Bereich wurde schon 1999 von Forschern am Xerox PARC ein System Namens “Placeless Documents” (später umbenannt in “Presto”) vorgestellt (auf der ECSCW-Konferenz 1999 in Kopenhagen), das die hierarchische Speicherung von Dateien komplett über Bord wirft. Nur leider war die Zeit (Technik) damals noch nicht reif genug …