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Buchkommentar – The Codex und Reliquary
In Vorbereitung auf den Sommer mit der vielen Zeit zum Lesen habe ich vor einiger Zeit mal wieder bei Amazon eingekauft … und bin über verschiedene Empfehlungen auf den Autor Douglas Preston (von dem ich bisher noch gar nichts gelesen hatte) gestossen. Deshalb befinden sich jetzt einige Douglas Preston-Bücher auf meinem Still-to-read-Stapel.
Und in den letzten zwei Wochen habe ich zwei davon “abgearbeitet” – naja “verschlungen” wäre wohl das bessere Wort dafür: Reliquary von Douglas Preston und Lincoln Child und The Codex von Douglas Preston.
Ein Blog-Post für beide Bücher, da sie sich bei unterschiedlichen Geschichten doch ziemlich ähnlich sind: Solide Geschichten, gut herausgearbeitete Charaktere und einfach fesselnd (also besser nicht viel anderes vornehmen parallel zum Lesen).
Ein paar Detailkommentare:
Reliquary: Zuerst dachte ich, dass ich da wohl eine falsche Auswahl getroffen hatte – denn es heißt groß auf dem Cover “Sequel to the New York Times bestseller Relic!” – also eine Fortsetzung von Relic. Und so wird auch immer wieder auf das andere Buch Bezug genommen (das ich noch nicht gelesen hatte – und auch nicht in meinem Still-to-read-Stapel liegen hatte). Aber es ging – die Geschichte ließ sich auch ohne Kenntniss des Vorgängers verfolgen. Es ist eher so, dass ich nun Relic eigentlich nicht mehr lesen muss – nachdem die ganze Geschichte durch die vielen Seitenkommentare schon bekannt ist. Ansonsten fand ich an dem Buch den Einblick in den New Yorker Untergrund sehr spannend, der dort gegeben wurde. Macht richtig Lust da noch ein bisschen ernsthafter nachzulesen.
The Codex: Eine sehr interessante und spannende Geschichte – bis dann im Buch nach Seite 56 die Seite 313 gebunden war. Huch! Es war gerade so spannend. Meine Hoffnung: Vielleicht wurden da nur zwei Blöcke vertauscht und ich finde Seiten 57ff hinten im Buch. Aber nein. Da war nochmal 313ff … Schwere Entscheidung – Buch zurückschicken und auf Ersatz warten oder ab Seite 89 wieder aufsetzen. Ich habe mich natürlich für letzteres entschieden (ich war einfach zu neugierig wie es weiter geht) – und muss sagen, dass die fehlenden Seite nicht so schlimm waren – die Grundgeschichte war bis 57 schon aufgebaut – und das Verpasste hat man schnell nachgeholt.
Buchkommentar – Laienspiel – Kluftingers neuer Fall
Vor guten zwei Wochen hat sich mein “Still-to-read”-Stapel von einem Tag auf den anderen ziemlich erhöht ;-)
Neben Milchgeld – Kluftingers erster Fall” lag auch “Laienspiel – Kluftingers neuer Fall” von Volker Klüpfel und Michael Kobr auf dem Stapel …
Wie beim ersten Buch handelt es sich auch hier wieder um einen Krimi, der im Allgäu spielt und von einem Allgäuer Kommissar (Kluftinger) gelöst wird – und eben von zwei Allgäuer Autoren geschrieben worden ist. Dieses mal hat der Fall allerdings größere Dimensionen – so ist neben dem Bundeskriminalamt auch die Österreichische Gendarmerie beteiligt.
Mein Kurzkommentar zum Buch gleicht allerdings meinem Kommentar zu “Milchgeld”: Ein solide und spannend aufgebauter Kriminalfall – spannend zu lesen – aber irgendwie “flach”. So schaffen es (meiner Meinung nach) die Autoren weder die Personen im Buch an sich noch die spezielle Atmosphäre des Allgäus gut rüber zu bringen. Gute Ansätze werden entweder nicht ausgeführt oder gehen schnell in (unnötige) Übertreibungen über.
Auch mit der “Dimension” des Falls und den immer wieder aufgegriffenen belehrenden und nachdenklich machen wollenden Bemerkungen zu Terrorismus und darum herum hatte ich meine Bauchschmerzen. Ich finde das passt nicht in dieses Buch – zumindest nicht so wie es die Autoren gemacht haben.
Buchkommentar – Milchgeld – Kluftingers erster Fall
Und gleich noch ein Buchkommentar – zu “Milchgeld – Kluftingers erster Fall” von Volker Klüpfel und Michael Kobr.
Das Buch wird als “Allgäu-Krimi” verkauft – also ein Krimi, der im Allgäu spielt und von einem Allgäuer Kommissar (Kluftinger) gelöst wird – und eben von zwei Allgäuer Autoren geschrieben worden ist.
Die Person des Kommissars hat mir sehr gut gefallen – und der Kriminalfall selbst ist solide aufgebaut (und spannend erzählt). Auch der Lokalbezug kommt nicht zu kurz – man kann sich als Leser einiges sehr gut vorstellen :-) – Ich war hier nur etwas davon enttäuscht wie schlecht Niederbayern im Roman (bzw. im Allgäu) wegkommen – aber vielleicht ist das so?
Trotzdem wird es der Roman nie in meine Top-10 schaffen. Dazu ist die Erzählung viel zu flach und kann auch sprachlich nicht überzeugen. Aber wieder: vielleicht gehört das auch zum Allgäu? (“not a bug but a feature”) ;-))) Ich fürchte aber, dass die “Flachheit” keine Absicht war. Es bleibt also gute Unterhaltung – aber nicht mehr.
Buchkommentar – Corpus Sacrum
Ich hatte mir mal vorgenommen, auf diesem Blog Kurzkommentare zu allen Büchern zu schreiben, die ich lese – zumindest zu allen nicht-komplett-Fachbüchern. Ganz im Sinne des Bloggings: Damit ich meine Kommentare für mich vernünftig und wiederfindbar aufschreibe – und vielleicht der ein oder andere davon profitieren kann (Gruppennutzen als “Abfallprodukt” ;-)). Und jetzt liegt das im letzten Kurzurlaub ausgelesene Werk hier vor mir und wartet auf “Bearbeitung” …
Oben auf meinem Still-To-Read-Stapel lag diesmal “Corpus Sacrum – Der Limes-Roman” von Andreas Möhn. Ein Vertreter der sogenannten “Historienromane”.
Es ist ein sehr spannender Roman, der (wie der Name schon sagt) in den entfernten Bereichen des Römischen Reiches kurz vor dem Limes spielt. Nachdem ich in der Schule kein Latein hatte, waren für mich viele der Einsichten, die das historisch gut recherchierte Werk in die Welt der Römer gibt, sehr lehrreich. Aber auch für “Lateinschüler” bietet der Roman vermutlich Einiges. So werden viele Sprüche und Zitate im lateinischen Original angegeben (glücklicherweise mit Übersetzung).
Das Buch wird es zwar nicht in meine Top-10-Liste schaffen. Insgesamt aber eine interessante Mischung aus guter Unterhaltung und etwas Lehrreichem.