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Bled2008 – EU

Das 21te Mal findet gerade in Bled (Slowenien) die Bled eConference statt – ein jährliches Treffen von Vertreter aus Universitäten, Unternehmen, Regierungen und Administrationen rund um Themen der eSociety.

Heute gab es im Rahmen der ersten Plenarsitzung (unter dem Titel “Overcoming Boundaries by eCollaboration: Government, Parliament, and University”) zwei Beiträge von EU-Vertretern, die ich erwähnenswert finde.

Zuerst berichtete Diana Wallis (Vice President of European Parliament) über ihre Erfahrungen mit der Einbeziehung von Wählen im Sinne einer eCollaboration. Ein Problem, das sie dabei sieht ist, dass es sehr viele Anlaufpunkte / Kommunikationskanäle gibt:

  • Die Web-Site des Europaparlaments
  • die Web-Sites der verschiedenen Komitees im Parlament
  • die Web-Sites der verschiedenen Parteien
  • die Web-Sites der einzelnen Parlamentsmitglieder

Die verschiedenen Kanäle ausreichend zu bedienen schaffen nur noch Lobby-Gruppen aber nicht die Individuen deren Meinung Frau Wallis gerne hören möchte. Interessant fand ich, dass Frau Wallis inzwischen im Sinne einer Transparenz die Lobby-Gruppen, die sie kontaktieren, auf ihrer Web-Site dokumentiert.

Zweiter Sprecher aus dem Umfeld der EU war Bror Salmelin (European Commission, ICT). Er betonte in seinem Beitrag vor allem die Bedeutung von “Open Innovation”.

Ein Argument war, dass heute für Innovation die “valley dynamics” (Vernetzung, Zusammenarbeit) wichtiger sind als brilliante Individuen oder brilliante Gruppen zu haben. Herr Salmelin sprach hier von einer Entwicklung “towards an open world”.

In diesem Zusammenhang sprach er das Problem an, wie wir diese “connectivity” nutzen können – den größtmöglchen Nutzen daraus ziehen können.

Ein sehr spannender Kommentar dazu ging darauf ein, dass Spontanität, Flexibilität dafür notwendig ist. Vor allem auch die Möglichkeit dann arbeiten zu können, wenn man gerade Ideen hat. Er stellte das sehr anschaulich dar, dass die geblockten acht Stunden Arbeit sich viel flexibler auf die verfügbaren 24 Stunden aufteilen können sollten – nicht mehr aber flexibler. Ich würde hier noch hinzufügen, dass die Verfügbarkeit von Zugangsmöglichkeiten zu Informationssystemen immer wichtiger wird – von mobilen und ubiquitären.

Im Zusammenhang der breiteren Integration von Nutzen in Innovationsprozesse ging Herr Salmelin natürlich auch auf das European Network of Living Labs (ENoLL) ein, das momentan noch sehr lokal konzentriert Beiträge zu Open Innovation liefert. Hierauf will die EU aufsetzen und die Ausbreitung / Vernetzung der Living Labs weiter fördern.

Links die Bror Salmelin dazu am Ende noch empfohlen hat:

Am Ende der Session ging Roger Clarke auch nochmal kurz auf die aktuellen Entwicklungen in der Bled-eConference-Community ein – und darauf, dass die Community doch auch besser unterstützt werden sollte. Aber dazu gibt es Dienstag einen eigenen Workshop – über den ich dann separat berichte.

More to come …

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