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WorkLight – Enterprise Web 2.0

Es lag schon etwas länger auf meinem “Still-to-read”-Stapel – aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen die Berichte zu “Enterprise RSS” und speziell zu den Angeboten der Firma WorkLight zu lesen – und ich muss sagen nicht uninteressant …

Die Argumentation von WorkLight ist, dass es zwar interessant für Unternehmen ist, Blogs und Wikis als neue Mittel der (internen) Unternehmenskommunikation einzuführen, dass aber ein noch größerer Bedarf besteht, die Daten in Unternehmensdatenbanken (insbesondere in CRM- und ERP-Systemen) besser zugänglich zu machen. Und auch hier böten Web 2.0 Technologien einen guten Ansatz.

Soweit ich es verstanden habe bietet WorkLight vor allem zwei Möglichkeiten um existierende Unternehmensanwendungen Web 2.0-tauglich zu machen:

  • RSS: Es werden sichere, personenbezogene, einfach konfigurierbare und per-se einfach nutz- und kombinierbare RSS-Feeds aus Unternehmensanwendungen angeboten. So können Vertriebsmitarbeiter RSS-Feeds aus dem CRM-System des Unternehmens abonnieren und über beliebige Mashup-Möglichkeiten anreichern, filtern, nutzen …
  • Bookmarks: Benutzer können beliebige Datensätze in den Unternehmensanwendungen “bookmarken”. Also z.B. eine bestimmte Rechnung im ERP System. Solche Bookmarks können einfach per E-Mail verschickt werden oder in Social Bookmarking Systemen gespeichert / geteilt werden. Über die Bookmarks kann dann ohne weiteren Navigationsaufwand auf die eigentlichen “Business-Objekte” zugegriffen werden.

Vermutlich bietet WorkLight noch ein bisschen mehr – Aber ich finde die Umsetzung dieser beiden Konzepte schon sehr spannend. Damit wird die “Datenzentriertheit” und die Möglichkeit der einfach konfigurierbaren und integrierbaren Signaling/Awareness-Möglichkeit über RSS auch für klassische Business-Anwendungen verfügbar. Im Endeffekt braucht eine sinnvolle Einführung von “klassischen” Social Software Anwendungen (Wikis, Blogs, Social Bookmarking Werkzeuge, Social Networking Services, …) diese Integration. Denn nur so kann in diesen Kommunikationsmedien über Business-Objekte kommuniziert / auf solche Objekte verwiesen werden.

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Fallstudien zu Enterprise 2.0 und E-Commerce

Sowohl für die Verwendung in Lehrveranstaltungen als auch zur Information von möglichen Anwendern bin ich immer auf der Suche nach Fallstudien zur Planung, Umsetzung und Einführung von IT-Systemen zur Unterstützung von Kooperation und Wissensmanagement. Bis vor kurzem gab es da leider nur sehr wenig zu finden. Glücklicherweise hat sich das etwas geändert. Gerade im Zusammenhang mit Social Software und Enterprise 2.0 gibt es inzwischen einige schöne Dokumentationen. Wir haben angefangen alles was wir dazu finden zusammenzutragen und auch etwas zu kommentieren. Außerdem beteiligen wir uns selbst an der Erstellung von neuen Fallstudien – mehr dazu demnächst auf der Seite mit unseren Veröffentlichungen (und natürlich hier im Blog).

In diesem Zusammenhang gleich ein paar Gedanken/Beobachtungen zu Fallstudien: Wenn Software-Hersteller oder Anwender Fallstudien alleine erstellen, dann finde ich das Ergebnis häufig nicht wirklich befriedigend. Irgendwie erscheint mir alles dann häufig etwas geschönt und/oder oberflächlich. Es fehlen die Informationen, die Studenten oder potentiellen Anwendern helfen würden, aus der Beschreibung zu lernen (für mich das eigentliche Ziel einer Fallstudie).

Dies ging mir bisher insbesondere bei Fallstudien zu E-Business so. Wirklich befriedigend (und nützlich) waren nur Fallstudien, die in Zusammenarbeit zwischen Anwendern und (anwendungsorientierten) Wissenschaftlern entstanden sind. Beispielhaft dazu ist im E-Business-Bereich die Fallstudiensammlung eXperience. Hierzu haben seit mehreren Jahren jedes Jahr Teams aus Forschern und Praktikern (die Anwender, nicht die Software-Hersteller) verschiedene Fallstudien zusammen erstellt und dann auf einer Konferenz vorgestellt (und schließlich in einem Buch und in oben referenzierter Datenbank veröffentlicht). Das ganze wurde bisher immer von der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel organisiert – jetzt aber auch in Deutschland: Am 7.11.2007 wird in Koblenz das erste Koblenzer Forum für Business Software (KoFoBiS) stattfinden – mit der Präsentation verschiedener Fallstudien aus diesem Jahr.

Vielleich sollten wir sowas auch mal für Fallstudien zu Enterprise 2.0 machen? Fände ich sehr interessant.

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