Beiträge getagged mit enterprise2.0
E-Mail-Nutzung und Enterprise 2.0
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Fundgrube, Groupware am 18.9.2008
Im Zusammenhang mit Enterprise 2.0 wird häufig und gerne argumentiert, dass ein wichtiges Potential von Wikis und Blogs darin liegt die Zahl der E-Mails zu reduzieren.
Suw Charman-Anderson hat im Guardian einen sehr interessanten Übersichtsbeitrag zur E-Mail-Nutzung veröffentlicht.
Interessant ist zum Beispiel:
(…) It had been assumed that email doesn’t cause interruptions because the recipient chooses when to check for and respond to email. But Jackson found that people tend to respond to email as it arrives, taking an average of only one minute and 44 seconds to act upon a new email notification; 70% of alerts got a reaction within six seconds. That’s faster than letting the phone ring three times. (…)
Nur gut, dass mein Mail-Client nur alle viertel Stunde beim Server nachfragt ob was Neues da ist ;-)
Bezüglich einer Verbesserung der Situation durch Blogs/Wikis/RSS frage ich mich allerdings ob wir hier nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben – So bieten beispielsweise einige in E-Mail-Clients integrierte RSS-Reader an, neue Einträge in RSS-Feeds in der Inbox darzustellen … Genauso wie bei E-Mail ist also bei der Nutzung anderer Notifikationsmechanismen eine gewisse Selbstdisziplin gefragt.
Enterprise 2.0 Forum – Teil 2
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Social Software am 18.9.2008
Dies ist der zweite Teil meines Berichts zum Enterprise 2.0 Forum – hier der erste Teil.
Ein paar Ideen aus / Gedanken zum Vortrag von J. P. Rangaswami von British Telecom:
- Nicht nur über die Kosten der Erstellung nachdenken, sondern auch über die Kosten der Pflege bzw. wie der Referenz sich ausdrückt: “repair” (transmission costs, reproduction costs, …) – das kann auch ein gutes Argument für einen Umstieg sein (Senkung der Pflege/repair-Kosten)
- Kürzeste Definition/Charakterisierung für Web 2.0: “Read/Write ability at the edge”
- Unterschied zwischen (grossen) Unternehmen und Freiberuflern wird kleiner (bzw. Vorteile großer Unternehmen werden kleiner) in der Internet-basierten globalisierten Welt
- Er hat ein sehr schönes Dokument aus den 1930ern gezeigt, in dem beschrieben war, wie man als Mitarbeiter eines Unternehmens das Unternehmen sabotieren kann (als Anleitung für Spione/Saboteure) – und darauf hingewiesen, dass vielen der Vorschläge aus diesem Dokument heute in Unternehmen an der Tagesordnung/”Best Practices” sind – und dass die neue Einstellung (Web 2.0) helfen kann und wird das zu ändern – hier das Dokument in seinem Blog
- Zum Einsatz von Open Source (Software): Wenn die Aufgabe generisch ist, dann ist es eine gute Wahl, wenn nicht (also Problem spezifisch für Domäne oder Unternehmen), dann ist es besser sich im kommerziellen Umfeld umzusehen (einfache Überlegung: Motivation – die Open Source Community hat selten Motivation sich um Probleme kleiner Untergruppen zu kümmern)
Ein Bericht dazu auch von Suw Charman-Anderson sowie ein Bericht dazu in June Brenners Blog.
Als nächstes berichtete Alexander Warta von Bosch zu deren Wiki-Einführung. Hier ein paar ungeordnete Gedanken zu und aus der Präsentation:
- Confluence Wiki im SAP NetWeaver Portal
- Juni 2008: 505 Wikis, 17.554 Seiten, 33.728 registrierte Benutzer
- Nutzungsvarianten für das Wiki
- Plattform, um gemeinsames Verständnis für neue Themen zu entwickeln, eine gemeinsame Sprache zu finden
- Plattform für internationalen Erfahrungsaustausch von Experten
- Bereitstellung und Weiterentwicklung von Schulungsunterlagen
- Fehlerverfolgung von angewandter Software
- FAQs / Glossare
- Expert Debriefing
- Kulturelle Autauschplattform für Mitarbeiter-Auslandseinsätze
- Personal Information Management – elektronisches Notizbuch
- Problem: Nutzung eines Wikis als DMS-light (wenn es zu einfach ist (nicht-Bild-)Anhänge hoch zu laden)
Enterprise 2.0 Forum
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Social Software am 18.9.2008
Heute (18.9.2008) bin ich auf dem Enterprise 2.0 Forum in Köln eingeladen.
Das Form begann mit einer Präsentation von Suw Charman-Anderson – vielleicht dem einen oder anderen von ihrem genialen Beitrag “Mollys geheimes Tagebuch” im Buch “Enterprise 2.0 – Die Kunst loszulassen” bekannt – eine sehr schöne Darstellung der Herausforderungen bei der Einführung von Wikis in Unternehmen – in einer ganz unüblichen Form …
Ein paar Gedanken aus Suws Präsentation:
- Schwierigkeit mit Social Media: It is elective software – people do not have to use it – it is replacing other forms – people can easily choose not to use it – so one has to think in some details of how to introduce social media in the enterprise
- Die Einführung ist also immer dann schwierig wenn die Nutzer eine Wahl haben
- Netter Vergleich: Einführung von Social Software wie das Trainieren einer Katze – man braucht Geduld, die richtigen Methoden und muss die Welt aus der Sicht der Katze sehen …
- Wichtig: Nicht die Welt verbessern sondern darüber nachdenken “how to help people getting their jobs done”
- Barrieren
- fear of humilitation
- disconfort with the written word
- need explcit permission
- don’t trust the tools (“people are all scared deleting the Internet / Intranet …”)
- don’t see the point
Es folgten viele gute Tipps und Vorschläge, wie man die Probleme konkret angehen kann.
U.a. zu Training:
- informal
- focused on user’s direct needs – “people are not keen on reading manuals”, training based around the tasks people are doing not around how the software is created
- face-to-face (short, practical sessions)
- online (visual, textual)
… und zu Support:
- ad hoc – when users need it
- syncronous (IM, chat, phone)
- asynchronous (wiki, blog, screencasts, video)
- decentralised and self-supporting
Insgesamt also eine klasse Einführung.
Über die anderen Vorträge in weiteren Beiträgen hier – oder in anderen Blogs, die über die Veranstaltung berichten, z.B. June Brenners Blog – hier der Einstiegsbeitrag zum Forum.
Update: Andere Berichte zum Forum
Serena Enterprise Facebook
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Social Software am 18.7.2008
In einem aktuellen Beitrag in seinem Blog dokumentiert Andrew McAfee das Beispiel der Nutzung von Facebook als Intranet und SNS bei der Firma Serena in Form einer Fallstudie.
Mal abgesehen davon, dass ihm damit insgesamt eine gut strukturierte Enterprise 2.0-Fallstudie gelungen ist (ich habe sie deshalb natürlich auch gleich in unsere Fallstudiensammlung aufgenommen), beinhaltet der Text gleich ein paar Aussagen, die zur Diskussion anregen – Hier ein paar Kommentare und Zitate dazu:
Ein Vorteil der Nutzung eines offenen SNS sei “our employees can easily get involved in pushing it out to their Facebook friends, if they want to.” – D.h. die Firmenangehörigen können sehr leicht für die Firma werben und werden so viel leichter zu Fürsprechern der Firma.
“it’s quite addictive for those of us who use it often”
Konzept zur Einführung: “take an hour off of your day on Firday toupdate your profile” – und das organisiert für die ganze Firma (850 Angestellte in 18 Ländern). Am ersten “Facebook Friday” schaffte es Serena innerhalb von 24 Stunden Profile von über 50% der Mitarbeiter zu bekommen.
Im Zusammenhang mit Motivation sind auch die Beispiele interessant, in denen Mitarbeiter, die bisher noch nicht in offenen SNS aktiv waren, durch das Firmen-getriebene Engagement auch private Nutzungsmöglichkeiten gefunden haben:
One person just told me yesterday how excited he was to have found a childhood friend on Facebook who now lives in Turkey. He is planning to visit his friend on his next vacation. Other employees have been pleasantly surprised at how it helps them interact with their children better. Our Head of HR in Europe uses Facebook to communicate with her daughter.
Insgesamt also sehr lesenswert …
Gunter Dueck zur Bluepedia
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Fundgrube, Social Software am 29.6.2008
In der neuesten Ausgabe des Informatik Spektrum (Juni 2008) findet sich ab Seite 262 im Rahmen der regelmäßigen Kolumne von Gunter Dueck eine sehr gute Fallstudie zur Einführung eines Wikis in einer großen Organisation – der Bluepedia bei IBM. DOI: 10.1007/s00287-008-0241-5
Gunter Dueck schildert ausführlich, was Auslöser der Projektes waren, und geht auf das Vorgehen und Erfolgsfaktoren ein.
Besonders interessant finde ich seine beiden Listen von Fragen, die man provoziert, wenn man sich an Management bzw. Technik wendet mit dem Plan für ein solches Projekt – und die als Grund dafür gesehen werden können gerade dieses nicht zu machen (das Nachfragen bei Management bzw. Technik)!
Hierarchien vs. Struktur
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Social Software am 6.6.2008
Im Zusammenhang mit Social Software in Unternehmen (Enterprise 2.0) heisst es immer, dass Hierarchien keine Rolle spielen (dürfen). Meiner Meinung nach wird das häufig falsch interpretiert als dass “Strukturen” keine Rolle spielen (dürfen).
Es ist also zu unterscheiden zwischen “Hierarchien”/”Rollen” und (komplexen) “Strukturen”.
Unter Hierarchien und Rollen verstehe ich, dass es eine klare Unterscheidung zwischen Benutzergruppen gibt – z.B. hinsichtlich wer Inhalte beitragen darf/soll, wer kommentieren darf/soll etc. Und das sollte den Ideen der “Partizipation” folgend bei Social Software auch im Unternehmen natürlich nicht der Fall sein.
(Spezielle und komplexe) Strukturen kann und wird es in Social Software vor allem im Unternehmen aber sicher geben. Bei Enterprise 2.0 auf jeden Fall mehr als bei der privaten/öffentlichen Anwendung von Social Software. Dies sieht man sehr deutlich an Wikis. So ist beim immer wieder genannten Beispiel der “Wikipedia” kaum Struktur zu finden – mal abgesehen von der Aufteilung der Inhalte auf einzelne mit Namen/Begriffen bezeichneten Seiten – der Idee einer Enzyklopädie folgend. Bei Unternehmens- und Projektwikis finden sich aber viel mehr unterschiedliche Inhaltstypen, Unterstrukturen und auch Typen von Links und Beziehungen. Und das ist eine der Hauptherausforderungen beim Betrieb dieser Werkzeuge. Denn bei den komplexeren Strukturen ist die Frage, wo man Inhalte ablegen oder suchen soll plötzlich nicht mehr so einfach zu beantworten wie bei der Wikipedia. Das führt dazu, dass die Qualität der Struktur der Wikis langsam schlechter wird. Zu einer Wiederherstellung der Qualität wird häufig empfohlen sogenannte “Gardner” einzuführen, die für “Ordnung” im Wiki sorgen. Ähnliches findet sich bei Social Networking Services und anderen Typen von Social Software (im Unternehmen).
Eine Definition von Enterprise 2.0
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0 am 6.6.2008
“Eine Definition von Enterprise 2.0″ so heisst das Kapitel, das Andrew McAfee zum neuen Buch Enterprise 2.0 – Die Kunst loszulassen beigetragen hat.
Die “Definition” selbst ist schnell wiedergegeben:
“Enterprise 2.0 ist die Nutzung von Social-Software-Plattformen innerhalb oder zwischen Unternehmen und ihren Partnern oder Kunden.” (S. 18)
Hier also keine Überraschungen ;-)
Interessant und lesenswert ist der Beitrag vor allem wegen der weiteren Diskussionspunkte, die er aufbringt (auch hier natürlich nichts wirklich neues – aufmerksame Leser des Blogs von Andrew McAfee haben alles schon mal gelesen – hier aber auf Deutsch und schön zusammengefasst).
“It’s Not Not About the Technology”
Das finde ich z.B. einen interessanten Punkt. McAfee führt dazu aus, dass natürlich richtig ist, dass es bei Enterprise 2.0 nicht “ausschließlich” um die Technologie geht, aber es ist auch richtig, dass die Details der Technologie nicht komplett ignoriert werden können.
“Weak Ties” und das “Enterprise 2.0 Bullseye”
McAffee geht in seinem Beitrag als wichtige theoretische Grundlage von Social Software auf Granovetters Beitrag “The Strength of Weak Ties” und die Ideen dahinter ein. Dabei fasst er die Grundideen Grannovetters meiner Meinung nach sehr gut zusammen:
“Insgesamt lässt sich aus Granovetters Artikel das Fazit ziehen, dass starke Beziehungen wahrscheinlich nicht als Brücken zwischen Netzwerken dienen werden, während schwache Beziehungen dagegen gute Brücken darstellen. Brücken helfen, Probleme zu lösen, Informationen zu sammeln und unbekannte Ideen aufzugreifen. Sie helfen, die Arbeit schneller und besser zu erledigen.” (S. 25)
Mit “Weak Ties” hat auch McAfees Enterprise 2.0 Bullseye zu tun. Grundaussage der Abbildung ist, dass es vier Gruppen von Personen gibt, mit denen ein Wissensarbeiter zu tun hat, unterteilt und geordnet nach der relativen Intensität der Beziehung:
- starke Beziehung (strong ties)
- schwache Beziehung
- potentielle Beziehung
- keine Beziehung
Diesen Gruppen lassen sich Technologien/Werkzeuge zuordnen:
- starke Beziehung: Wikis, Gruppeneditoren
- schwache Beziehung: Social Networking Services
- potentielle Beziehung: Blogoshpere mit Fokus auf Suchmöglichkeiten und Signaling
- keine Beziehung: “kollektive Intelligenz”
Interessante Gedanken …
Btw: Auch Frank Hamm hat schon kurz über das Buch geschrieben – und ich muss zustimmen – neben dem Beitrag von Andrew McAfee ist der Beitrag “Mollys geheimes Tagebuch oder Bekenntnisse eines Anfängers über soziale Software” von Suw Charman-Anderson das Lesenswerteste, das ich bisher über Enterprise 2.0 gefunden habe … aber mehr sei hier nicht darüber verraten … selber lesen!
COOP2008 – Awareness, Wikis
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Konferenz am 21.5.2008
Nach dem Auftakt ging es auf der 8th International Conference on the Design of Cooperative Systems (COOP 2008) mit den Präsentationen von Forschungsarbeiten los. Hier ein paar Kommentare zu einigen wenigen der Präsenatationen.
“Anticipative Awareness in a Groupware System”, Wolfgang Prinz, Elke Hinrichs, Irina Kireyev
Wolfgang Prinz vom Fraunhofer Institut Angewandte Informationstechnik beginnt mit einem Bericht über verschiedene Awareness Features (am Beispiel von BSCW) – mit diesen Features kann man sehen, was konkret passiert ist. Es ist heute aber nicht möglich zu spezifizieren, was passieren sollte – und einen Hinweis zu erhalten, wenn das nicht passiert (z.B. Studenten, die ein Papier nicht gelesen haben; Projektpartner, die ein Dokument nicht hochgeladen haben …): “Awareness about things that did no happen”
Dies wurde in Form von “Expectations” in BSCW eingebaut – Zu Expectations können Participants (Individuen, Gruppen, Rollen), Activities und Artifacts zugeordnet werden.
Interessant: Es ist möglich eigene Expectations für andere Sichtbar zu machen; ein anderes Feature: E-Mail an alle, die eine Expectation erfüllt bzw. nicht erfüllt haben.
“The Wiki as an Integrative Tool in Project Work”, Birgit Rognebakke Krogstie
In diesem Beitrag wurde über die Nutzung von Wikis in Software-Engineering-Projekten berichtet.
Ein paar interessante Erkenntnisse aus der Beobachtung:
- Wikis wurden hauptsächlich für “Integration” genutzt
- Integration zwischen sozialen und zielorientierten Aktivitäten
- Integration zwischen Information im Team und ausserhalb des Teams
- Integration zwischen verschiedenen Artefakten
- Wikis dienten verschiedenen Zielen
- “knowledge repository”
- “stage”
- “coordination mechanism”
- “shared workspace”
- Wikis wurde nicht für soziale Interaktion genutzt – also eigentlich keine “Social Software” – aber das lag wohl auch daran, dass die Teams nicht verteilt waren – Für soziale Interaktion wurden genutzt IM, F2F, …
“Proliferation in Enterprise Wikis”, Hans-Jörg Happel
Herr Happel vom FZI in Karlsruhe berichtete über Erkenntnisse aus der Untersuchung der Nutzung von Wikis in Unternehmen. Seine Forschungsfrage war: “What problems occur when enterprise wikis grow and how are they adressed?”.
Zuerst verglich er Enterprise Wikis mit Wikipedia:
- Wikipedia: klare Struktur (Lexikon), klare Namens- und Linkkonventionen, grosse Benutzerbasis
- Enterprise Wikis: keine so klare Struktur, teilweise hierarchische (Unter-)Strukturen, Frage: “where to put what?”, kleine Benutzerbasis
Wegen dieser Unterschiede finden sich in Unternehmenswikis auch andere Probleme als in Wikipedia. So scheint das Hauptproblem “profileration” (wegen des Wachstums) zu sein. Also eine schwindende Qualität der Struktur, ein schwieriger werden des Findens von Inhalten oder von Seiten auf denen Inhalte aufgenommen werden sollten.
Lösung dazu scheint “gardening” zu sein – Zusätzlich werden als Lösung auch vorbeugende Massnahmen angegeben:
- “employee training”
- “quality standards, rules”
- “tagging, categorization”
- “use of templates”
Yet Another (Enterprise) Social Network Service
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0 am 17.4.2008
Die Firma Socialtext ist bekannt für ihr Produkt zur Realisierung von Unternehmens-Wikis – sowie für Fallstudien zum erfolgreichen Einsatz dieses Produktes.
Nun hat Socialtext angekündigt, dass sie das Wiki zu einer Enteprise 2.0 Plattform für das Intranet ausbauen werden – speziell durch die Erweiterung um eine Dashboard-Komponente und um eine People-Komponente – also eine Social Networking Services (SNS) Komponente!
Damit gibt es neben dem Platzhirschen IBM Lotus Connections eine weitere sehr ernst zu nehmende Plattform zu Realisierung von internen SNS. Ich bin gespannt, ob Socialtext People schneller Fuss fassen kann als Connections.
Organizing without Organizations
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0 am 14.4.2008
Auf sevenload findet sich ein sehr interessanter Vortrag von Clay Shirky über sein Buch Here Comes Everybody: The Power of Organizing Without Organizations
Link: sevenload.com
Interessant ist, dass Shirky die Nutzung des Web 2.0 an einem einfachen Reifegradmodell festmacht:
- Sharing
- Sharing and Conversation
- (Collaboration – team work)
- Collective Action
Zu allen drei Bereichen liefert Shirky in dem Vortrag schöne Beispiele und weiterführende Aussagen. So finde ich die Feststellung zu “Sharing” interessant, dass man früher erst eine Gruppe gebildet hat und dann angefangen hat in der Gruppe zu tauschen – heute beginnt man zu tauschen und dann bilden sich daraus Gruppen.
Zu allen drei Reifegraden führt Shirky auch an, dass der Austausch besonders erfolgreich ist, wenn dabei ein unmittelbarer persönlicher Nutzen gegeben ist – also wieder das “Zusammenarbeit als Abfallprodukt”.
Zum Abschluss noch ein nettes Zitat aus dem Vortrag
- “social tools aren’t interesting until the technology becomes boring”
In einigen Reviews wird das auch als “The Power of boring technology” wiedergegeben – z.B. hier.
via Basic Thinking und via Schaeferblick