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Buchkommentar – The Wisdom of Crowds
Im Zusammenhang mit der Diskussion zum Web 2.0 ist auch immer wieder von Crowdsourcing die Rede, also der Idee “Aufgaben innerhalb einer Unternehmung an eine bestimmte / unbestimmte breite Masse von Personen auszulagern, die sich zum größten Teil unentgeltlich einbringen” (Richter/Koch/Krisch 2007).
Folgendes Buch schien mir etwas damit zu tun zu haben: “The Wisdom of Crowds – Why the Many Are Smarter Than the Few” (335 Seiten) von James Surowiecki ;-). Und kurz zusammengefasst kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der mehr darüber wissen will, wie Gruppendynamik, Group-Thinking etc. funktioniert. Surowiecki spricht verschiedene Bereiche an, in denen Gruppen zusammen bessere Ergebnisse bringen als Individuen – und thematisiert auch warum es hin und wieder nicht klappt. Neben anderem schreibt er über (Koordination) in Verkehr, (Kooperation) im Sport und in der Wissenschaft, in Unternehmen und in Finanzmärkten.
Überhaupt sind Koordination und Kooperation tragende Themen durch das ganze Buch – und wie Information und Kommunikation sich darauf auswirkt. Ein interessantes Zitat von Surowiecki dazu (S. 137):
Cooperation problems often look something like coordination problems, because in both cases a good solution requires people to take what everyone else is doing into account.
Das klingt doch sehr nach Awareness ;-)
Auch interessant finde ich Surowieckis Aussage zur Nutzung des Potentials der Mitarbeiter in Unternehmen (S. 250):
You do not need a consensus in order, for instance, to tap into the wisdom of a crowd,
Er spielt damit an, dass sich die beteiligten, abgefragten Personen nicht auf eine Antwort einigen müssen – argumentiert sogar, dass es kontraproduktiv ist, wenn man eine Einigung erzwingt.
Schließlich noch eine weitere Aussage des Buches, die mir aufgefallen ist und die ich in diesem “Microcontentmanagement” festhalten möchte (S. 264 aber auch sonst überall):
And coordination and cooperation problems, as we’ve seen throughout this book, are surprisingly susceptible to decentralized solutions. More important, perhaps, is that in many cases the relevant knowledge to deal with a problem is in the heads of the workers dealing with it, not their boss’s. They should have the authority to solve it.