Archiv für Kategorie Konferenz
DNUG Frühjahrskonferenz 2009 – Opening
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Konferenz am 12.5.2009
Ein kleiner Bericht von der DNUG Frühjahrskonferenz 2009 in Düsseldorf.
Zuerst ein Kommentar zur Teilnehmerliste: von Hochschulen waren/sind vertreten:
- EBS (Heyn, Räth)
- Fachhochschule Bielefeld (Kaiser, Ries)
- Fachhochschule Gelsenkirchen, GCC Bocholt (de Vries, Döring, Pohnke, Pulst)
- Uni Jean (Bergmann, Schindler)
- Hochschule Merseburg (Klimpel, Metzke, Nörenberg)
- Uni München (Taing)
- Uni Paderborn (Nastansky, Pfeifer, Kelm, Mundhenk, Almers)
- Uni St. Gallen (Berdnik, Berger, Stader)
- Uni Trier (Czap, Gramm, Schneider, Wagner)
und natürlich von der Universität der Bundeswehr München …
Der erste Vortrag war von Bob Piccano – General Manager Lotus Software and WebSphere Portal. Es ging um die “Zukunft” von Lotus – also Strategie, Produktankündigungen etc.
Zuerst hat er dazu das IBM Thema “Smarter Planet” aufgegriffen. Ein Teil davon ist “Smart Work”, charakterisiert durch die Schlüsselworte “Connect, Collaborate, Innovate, Optimize”.
Piccano geht dann relativ lang auf “Nine Predictions for Collaboration in 2009″ ein und zeigt daran, wie gut IBM/Lotus aufgestellt ist:
- 1) Universal Access to Collaboration (as application, as service, in the application)
- 2) Messaging Becomes an Integrated Platform
- 3) Managing Through Human Networks
- 4) Telephony Becomes Voice Collaboration
- 5) Innovative Desktop Productivity Tools – Lotus Symphony (Version 1.3 kommt bald)
- 6) Transform SMB into Global Trading Partners
- 7) Linux emerges onto the Corporate Desktop
- 8) (Continued) Poliferation of Cloud Computing – Lotus Live (www.lotuslive.com) – Files, Network, Meeting, Events, Chat, Activities, Charts, Surveys, eMail
- 9) Situational Apps Solve Daily Problems – Mashups (Bsp: Tungle – meetings made simple)
Dann hat ein Mitarbeiter von Piccano ein paar Beispiele / Neuerungen gezeigt:
- Beta Notes 8.5.1 ist seit heute verfügbar
- Lotus Traveler Funktion auf iPhone erweitert (ActiveSync)
- Darstellung/Sortierung der Suchergebnisse ist Kontext-sensitiv
- XPage-Applikationen direkt im Client ausführbar
- XPage-Applikationen als Components im Client
- Integration mit LinkedIn
- Integration beliebiger Windows-Anwendungen in Client (via OpenSpan Windows Container) – sehr überzeugend …
- Symphony 1.3 kann Office 2007 Formate (lesen)
- Symphony 1.3 unterstützt Widgets
- und verschiedene andere Funktionen (die ich nicht so richtig einordnen kann)
Kevin Cavanaugh berichtet über Lotus Foundations
- out-of-the-box, self-healing, remote administration
- very easy to install (“even an IBM VP with one hand can install a Lotus Foundations server”) – und das haben sie auch live demonstriert
- Foundations: Email and (basic) collaboration + File management, Backup, AntiVirus, …
- + VMware – d.h. Ausführung von bel. Windows-Anwendungen – sicherer als auf Windows-Server …
- Salvation Army nutzt Foundations
WI2009 – Keynote Mark Soley, OMG
Der zweite Tag der Tagung Wirtschaftsinformatik 2009 begann mit einer Keynote von Mark Soley von der Object Management Group. Zusammenfassend: Sehr unterhaltsam!
Hier ein paar “Fundstücke” aus dem Vortrag:
“The n+1 Problem: Old systems do not go away!” – Wenn man ein neues System / einen neuen Standard zum Ersetzen von n Standards schafft, dann hat man danach meist nicht wie geplant einen Standard, sondern n+1 …
In dem Zusammenhang stand auch die Definition von “legacy systems”: “systems that run” … und der Kommentar dazu: “Most funny jokes are funny because they are true”.
Gerade im Zusammenhang mit Design etc finde ich auch immer wieder die Geschichte von der Vasa, die Soley in seinen Beitrag eingeflochten hat – einfach klasse.
IBM Technical Expert Council Technology Summit 2008
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Konferenz, Web 2.0 am 18.11.2008
Gestern (17.11.2008) war ich auf dem IBM Technical Expert Council Technology Summit 2008. Ein ziemlich langer Name – aber ich werde gar nicht näher auf die Veranstaltung an sich eingehen, sondern mehr auf das was mir daraus aufschreibenswert erschien (für mein Microcontent-Management ;-)).
Der erste spannende Vortrag war von Andreas Neus, Universität Karlsruhe/IBM zu “Service Innovation”. Dienstleistungen sind ja ein immer wichtigeres Thema heute nachdem über das Internet nun auch Dienstleistungen über Entfernungen erbracht werden können. In diesem Zusammenhang fand ich den Vergleich ganz spannend, dass Deutschland zwar Exportweltmeister ist (und die USA auf der Liste ziemlich weit hinten sind) – bei Dienstleistungsexporten sich die Liste aber umdreht (USA ganz vorne, D ganz hinten) … Zusammen mit der Aussage, dass inzwischen sogar klassische Maschinenbauunternehmen immer mehr (teilweise über 50%) ihrer Umsätze mit Dienstleistungen erzielen, sollte das wirklich zu Denken geben.
In seiner Präsentation hat Andreas Neus dann auch recht schön Richtung Enterprise 2.0 gearbeitet (ohne das Wort oder auch nur Web 2.0 jemals zu erwähnen) – mit der Aussage, dass zur Ermöglichung von Innovation (allgemein und speziell im Dienstleistungssektor) mehr Flexibilität und ein Umdenken in Unternehmen notwendig ist.
Hier noch ein paar interessante Zitate/Aussagen:
- Vergleich (Linien-)Organisation in heutigen Unternehmen mit Organisation in Römischen Legionen – nicht viel Unterschied …
- Vergleich Schach vs. Go – das eine ein sehr strukturiertes, hierarchisches Spiel, beim anderen nur ein Typ von Spielsteinen, deren Wert von ihrer Stellung abhängt
- “if everything seems under control, your’re not moving fast enough”
Phillipp Königs hat dann den “Web 2.0″-Reigen eröffnet mit einer Präsentation zu “Web 2.0 und die Rolle des technischen Managers”. Ein paar für mich aufschreibenswerte Aussagen/Zitate aus der Präsentation:
- Es geht kein Weg daran vorbei, dass jeder Nutzer den Wert (der Web 2.0 Tools) für sich persönlich erkennt.
- “It’s all about connecting the dots” -> das ist warum RSS so wichtig ist
- “Anything that is in the world when you’re born is normal and ordinary and is just a natural part of the way the world works. Anything that’s invented between when you’re fifteen and thirty-five is new and exciting and revolutionary and you can probably get a career in it. Anything invented after you’re thirty-five is against the natural order of things.” (Douglas Adams, Hitchhikers Guide to the Galaxy)
Nachdem Herr Königs so sehr auf der Möglichkeit der Substitution von E-Mail durch das “viel bessere” RSS herumgeritten ist, konnte ich es mir nicht verkneifen zu Fragen ob, RSS die E-Mail-Misere wirklich beenden kann – oder nur einen E-Mail-Overload mit einem Feed-Overload ersetzt oder ergänzt. Und endlich mal eine (meiner Meinung nach) kompetente und realistische Antwort: RSS ist nur eine Brücke/Krücke zu etwas anderem, das dann wirklich gut ist – irgendwas mit Empfehlungen, Ratings und Sozialen Netzwerken. Es gab auch eine Nachfrage zur Medienwahlproblematik bei der Nutzung von Social Software. Hier fiel die Antwort aber nicht so gut aus.
Stefan Lieschke von IBM gab schließlich noch einen “Web 2.0 Update” – neben allgemeinem zu Social Softwar mit einem Fokus auf Mashups. Hier wiederholte sich natürlich einiges. Was mir aufschreibenswert erschien:
- “Wenn die Schichtleiter bloggen”, FAZ online vom 16.10.2008 – ein spannender Bericht über den (ungeplanten) Einsatz von Blogs in Unternehmen
- Im bekannten Long-Tail-Bild ist der linke Bereich die Domäne geplanter Portal-Lösungen im Unternehmen – der Long-Tail rechts aber die Domäne von Mashups. Das IBM Mashup Center bietet dazu eine interessante Möglichkeit Datenquellen zur Verfügung zu stellen, zu bewerten, zu kombinieren etc.
- Eine Empfehlung für einen Überblick/Einstieg zu Mashups: http://www.youtube.com/watch?v=3kDnbhKb2ow
Abgerundet wurde die Veranstaltung schließlich mit einem Vortrag von Ulrich Walter, Astronaut auf der D2-Mission, zur Relativitätstheorie und deren Einfluss auf das, was bei Raumfahrt möglich ist und was nicht.
KnowTech 2008 – Teil 3
Dies ist die Fortsetzung meines Berichts von der KnowTech 2008.
Kay Knoche von Oracle berichtete über die Anforderungen an Wissensmanagement bei Oracle – sehr getrieben von den vielen Firmen-Aquisen, die Oracle betreibt. Die interessanteste Aussage war meiner Meinung nach:
- “Unstrukturierte Information bleiben unverwaltet” – “stellen aber 80% aller Information dar” …
Das ist schlecht … Oracle hat in dem Bereich schon ein paar technische Lösungen um Datenbanken mit unstrukturierten Dokumenten und Wikis zu verknüpfen (bzw. diese Information bei der Darstellung von Suchergebnissen zu verknüpfen).
Die Herren Sins und Stützel von der Fraport AG berichteten über die Einführung ihres Unternehmenswikis “SkyWiki”. Hier ein paar interessante Aussagen/Gedanken aus dem Beitrag:
- Neben dem Wiki haben sie auch eine “Goldene Seiten”-Lösung eingeführt (quasi Yellow Pages) – Motivation dazu war, dass immer mehr Fraport-Experten sich nur/hauptsächlich über Xing gefunden haben/vernetzen
- Technisch wurde beim Wiki zuerst TWiki ausprobiert, das ganze dann aber mit MediaWiki umgesetzt; zu machen war dabei vor allem: neues Skin, Hilfeseiten
- Jetzt soll von MediaWiki auf Confluence gewechselt werden. Gründe dafür sind:
- einfachere Verwaltung verschiedener Wiki-Instanzen
- besseres/mächtigeres Rechtekonzept
- WYSIWYG-Editor verfügbar (bisher wird mit dem einfachen MediaWiki-Editor gearbeitet)
- Es wurde sehr viel Werbung gemacht und wird auch kontinuierlich weiter gemacht – u.a. werden neue Azubis immer explizit mit dem Wiki bekannt gemacht
- Das “Wiki-Board” trifft sich einmal die Woche (Montags) und kümmert sich auch operativ um “Gardening”-Aufgaben
Josef Hofer-Alfais berichtete über das Wissenmanagement / die Unterstützung der elektronischen Kooperation beim WIMIP (Industrie-Arbeitskreis Wissensmanagement in der Praxis)
- Mitglieder-Management und -Vernetzung mit Xing (Mitgliederliste, Foren)
- Sharepoint (Teambereiche, Blogs, Umfragen und Abstimmungen, …)
KnowTech 2008 – Teil 2
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Konferenz am 8.10.2008
Dies ist die Fortsetzung meines Berichts von der KnowTech 2008.
Wie vorher schon eine unvollständige, ausschnittsweise Wiedergabe von Zitaten und Gedanken dazu.
Karl-Josef Arenz (itelligence AG) und Ina Finke (FhG IPK) berichten über Aktivitäten zur Einführung/Verbesserung des Wissensmanagement bei intelligence. Interessant daran fand ich vor allem den Fragebogen, den sie am Anfang des Projektes für die Mitarbeiter rausgegeben haben. Ziel war dabei sowohl etwas herauszufinden als auch eine Awareness bei den Mitarbeitern zu schaffen. Dabei wurde u.a. gefragt, welches Wissen/Fähigkeiten für die Arbeit gebraucht werden, in wie weit dieses Wissen vorhanden ist, und in welcher Form (Dokumente, Köpfe, …) es vorliegt.
Markus Hainzel und Sabina Erni von PwC Schweiz berichteten über die Yellow Pages Lösung, die bei PwC Schweiz 2008 realisiert wurde.
- Ziel war die Bereitstellung einer Wissenslandkarte
- Beobachtung: Viele Mitarbeiter sind bei Xing registriert und suchen/finden sich darüber
- Mit Firma finebrain AG aus Basel wurde eine spezielle YP-Lösung für PwC Schweiz (etwa 2500 Mitarbeiter) geschaffen
- Profile können selbst gepflegt werden
- Für Expertisen/Attribute ist eine Taxonomie vorgegeben, Freitexteingaben sind möglich
- Es gibt eine schöne graphische Darstellung (als bipartiter Graph – Expertisen und Personen)
- Gute Diskussion zu den vier Generationen, die es im Unternehmen gibt (und deren Auswirkung auf die Einführung/den Erfolg einer solchen Lösung): Traditionalisten, Boomers, Y-Generation, X-Generation (sehr schöne Folie mit den unterschiedlichen Charakteristika)
Markus Rieger und Kollege von Hyve trugen zu “Wissens- und Ideenmanagement im Zeitalter des Web 2.0″ vor. Hauptteil der Präsentation waren einige interessante Beispiele von externen Ideenwettbewerben mit der IdeaNet-Plattform. Davor hat Herr Rieger noch ein paar “Basics” dazu ausgeführt, wo/wie Web 2.0 Technologien für Ideenmanagement eingesetzt werden können:
Allgemeine Vorteile/Möglichkeiten:
- Wiki-Prinzip
- Vernetzung
- Bewertung
- Look and Feel
Konkrete Funktionen (die damit umgesetzt werden können):
- Kollaborative Ideengenerierung
- Ideen-Exploration (Verlinkung von Ideen, Verlinkung mit Personen, Tag-Cloud, …)
- Bewertungsstrategien
- Community-Funktionen (komplettes Spektrum von SNS – von Awareness-Feeds bis zu direkter Kommunikation)
KnowTech 2008
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Konferenz am 8.10.2008
Heute und morgen bin ich auf dem Praxisforum KnowTech 2008 in Frankfurt. Hier und in folgenden Posts ein paar Notizen und Gedanken zu dem was ich hier gehört habe.
Zuerst eine allgemeine Feststellung vorne weg: Die KnowTech findet schon seit einigen Jahren statt – Wenn man sich das Programm von diesem Jahr anschaut, dann findet man bei fast jedem zweiten Vortrag irgendwo das “2.0″ – es zeigt sich also deutlich, dass das Web 2.0 / Enterprise 2.0 das Wissensmanagement erreicht oder ersetzt hat. So sind auch alle “Big-Player” aus dem Enterprise 2.0 und Innovations-Umfeld hier: IBM, CoreMedia, Hyve (;-)), … Auch die Zahl der Besucher/Teilnehmer ist dieses Jahr mit 500 höher als jemals zuvor.
Bernhard Beck, EnBW
- Keynote mit dem Titel “Wissen macht glücklich” (kein “2.0″!!!!)
- “Entscheidungen sind hierarchiebezogen” aber “Wissen ist hierarchielos” … das stellt eine Herausforderung dar
Said Zahedani, Microsoft
- Berichtete über Social Computing (=Web 2.0 im Unternehmen nach aussen und nach innen – letzteres aka Enterprise 2.0)
- Insbesondere ist er auf den Zusammenhang zwischen Social Computing und “The Cloud” eingegangen
- und hat ein neues Produkt von Microsoft vorgestellt: Live Mesch (www.mesch.com) – Ein sehr spannender Dienst, mit dem man quasi transparent von verschiedenen Geräten aus auf “die Cloud” zugreifen kann und damit Daten austauschen kann
Markus Bentele (Rheinmetall AG) und Frank Swatzke (IBM)
- Titel der Präsentation: “Collaboration 2.0″ – Unified Communications and Collaboration (UC2)
- Ein schönes Beispiel: Kevin (8 Jahre alt) ist schon ein großer Computer-Spezialist und Web 2.0-Nutzer – und experimentiert da sehr viel – und hat auch schon versehentlich die Festplatte des Vaters gelöscht – Damit müssen (laut Herrn Swatzke) auch Unternehmen umgehen lernen – mit dem “Ups ich habe die Festplatte gelöscht …”
- Beispielprojekt bei Rheinmetall
- Lotus Sametime, Lotus Quickr, Lotus Connections (1.0), OmniFind, Integration von allem mit verschiedenen Groupware (Mail/Kalender)-Lösungen innerhalb des SAP-Intranet-Portals
- Vier Generationen müssen wertschöpfend zusammenarbeiten / zusammen eingesetzt werden können: Papier, E-Mail, Foren, Blogs/Wikis
Soweit die Keynotes (die mir berichtenswert erschienen).
Triple-I – Wikis in Global Businesses
Verfasst von kochm unter Enterprise 2.0, Konferenz, Social Software, Web 2.0 am 4.9.2008
Ich bin aktuell auf der Triple-I Konferenz in Graz. Die Konferenz hat gestern schon begonnen – ein paar Berichte zu dem was gestern los war sind auf dem Blog von Dennis Busch zu finden.
Aktuell spricht gerade Peter Kemper von Shell über “Wikis in Global Businesses”. Es geht um die Wiki-Einführung bei Shell. Sie haben 2006 begonnen auf der Basis von MediaWiki eine Plattform aufzusetzen und mit vier verschiedenen Use Cases durchgespielt. 2007 war das ganze dann für das ganze Unternehmen verfügbar (mit Single Sign On etc). Ein Grund für die Entscheidung für MediaWiki war die bewiesene Skalierbarkeit.
Interessant: Das Projekt ging weder vom IT-Department aus noch wurde des vom IT-Department getrieben.
Einführung:
- Champions, No Brainers, Natural Users
- Visionary Leaders
- Doing the same with improved productivity
- Shifting limitations
Change Management:
- no big launch, newletters every month to all registered users
- robust “existing” content services
- back-office for more difficult wiki aspects (gardening, pictures, tables)
- minimal training, but string support driven communication
- smart marketing
- voluntary participation
- silent migration rom intranet content
- “different control instead of no control”
Ganz interessant hier das “back office” – das hilft Bilder hochzuladen etc …
Über die Statistiken und Umfragen sowie Interviews hat Shell versucht mehr über die Nutzer und die Nutzung herauszubekommen und damit auch zu lernen wie man die Nutzer zu bessere Beteiligung motivieren kann. Es wurden/werden drei Rollen unterschieden: information owners, editors, information consumers. Eine der Erkenntnisse war, dass die “information owners” oft zu wenig über die “information consumers” wissen um das richtige Material einzustellen und weiterzuentwickeln.
Andere interessante Details:
- kein anonymer Zugriff – Transparenz ist sehr wichtig bei Änderung von Inhalten
- Ein Problem, das von Wiki gelöst wird: Seit E-Mail und Powerpoint immer weiter verbreitet sind, kommen kaum mehr (formale) Berichte in die Archive – damit wird Wissen nicht mehr zentral verfügbar gemacht – das Wiki schafft es hier wieder etwas “zentrale Verfügbarkeit” zu schaffen
- Active Users (editors) (09/2008): 4.000
- Registered Users (09/2008): 40.000
- Articles (09/2008): 23.000
- Interessant zu den Zahlen: Während Anzahl der Artikel und der registrierten Benutzer kontinuierlich gestiegen sind, blieb die Zahl der aktiven Benutzer über die letzte Zeit mehr oder weniger gleich
- “Wiki is another system” (ersetzt also nicht die vorhandenen CMS, Intranet) – allerdings wurden einige Inhalte vom Intranet/CMS auf das Wiki verschoben (auch um die Leute auf das Wiki zu bekommen) – langfristig soll/wird das Intranet wohl mehr und mehr des langfristigen Contents verlieren – aber immer für Navigation/Struktur/kurzfristigen Content bleiben
What’s next:
- the interview round identified causes where people connected but did not remember
- survey needs to be repeated for trend analysis
- (social network) visualization tools are needed
Das Thema (Wikis in Organisationen) ist allgemein von großem Interesse hier auf der Triple-I. So habe ich gestern nach meiner Präsentation im Professors4Industry Track interessante Gespräche mit verschiedenen IT-/Kommunikationsverantwortlichen geführt, die Wikis eingeführt haben oder dieses planen. Z.B. Xing (internes Wiki), Fraport, reinisch, occar, …
Bled2008 – CSCW
Am letzten Tag der Bled eConference 2008 gab es zwei Research Sessions zu CSCW. Hier ein kurzer Bericht dazu.
Zuerst präsentierte Elitsa Shumarova einen Beitrag zu “Shadow Collaborative Information Technology (CIT)”. Darunter versteht sie in Anlehnung an “Shadow IT”
“set of collaborative tools used for performing CIT functions but are not part of the mainstream IT organization of the company”
Über eine Literaturanalyse versuchten die Autoren Beispiele und Charakteristika von “shadow CIT” zu finden (im Gegensatz zu “formal CIT”) und zu klären ob die Existenz von “shadow CIT” ein Indiz dafür ist, dass die IT Organisationen in Unternehmen nicht funktionieren.
Hier ein Vergleich zwischen “shadow CIT” (Wikis, Blogs, SNSs, IMs) und “formal CIT” (MS Exchange, IBM Lotus Notes) – aus der Präsentation:
format CIT shadow CIT organisational mandated self selected targeted investment strategy driven cultre-driven created by professionals created by the user community impose structure encourage user prior to providing structure speed
In diesem Zusammenhang wurde auch die Entwicklung thematisiert, dass sich das Arbeitsleben immer mehr mit dem Privatleben vermischt – und so die Erfahrungen/Erwartungen aus der privaten Welt in die Arbeitswelt transformiert werden.
Am Ende gingen die Autoren noch kurz darauf ein, wie Unternehmen auf “shadow CIT” reagieren:
- strategy of resistance and banning
- strategy of limitation and regulation
- strategy of acceptance
Ich fand interessant, dass statt Social Software und bottom-up der Begriff “shadow CIT” benutzt wurde um besonders darauf hinzuweisen, dass die Anwendungen teilweise ohne Wissen / Wollen der Unternehmen eingesetzt werden. IBM und andere versuchen momentan also gerade die CIT aus den Schatten heraus zu bekommen.
Die weiteren Vorträge gingen auf die Unterstützung von Gemeinden im Finnischen Archipelago und auf Learning Communities im Bereich der Business Intelligence Ausbildung ein.
Ein interessantes Zitat aus dem letzten Beitrag (aus dem Kontext gerissen): “”enthusiasm not always is sustainable unless there is a real value proposition”
In der zweiten Session habe ich zuerst meinen Beitrag zu CSCW vs Web 2.0 präsentiert:
Michael Koch: CSCW and Enterprise 2.0 – towards an integrated perspective. In: Proc. Bled eConference 2008, Juni 2008, PDF (416K)
Interessante Kommentare dazu aus der Diskussion:
- fun factor (from games) is an important motivator; what if fun disappears?
- context is the most important difference between internet and company use of social software
Dann präsentierten John Lenarcic und Pradipta Sarka einen Beitrag zu “The Long Tail of Blogging: A Nuturing Mechanism for Sustainable Online Communities with Niche Interests”. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Berichten aus der Untersuchung von Blogs im Bereich der Filmmusik und World Musik.
Bled2008 – Diverses
In der zweiten Plenarsitzung (unter dem Titel “Overcoming Boundares by eCollaboration: eInteroperability, eBusiness, eInclusion and eUniversity”) am Montag steuerte Roger Clarke einige Gedanken dazu bei, warum Globalisierung etc. vielleicht nicht immer nur gut ist … Er fasste die Ideen sehr Web 2.0-like in einer Liste von Attributen zusammen – wie sie immer angebracht werden (conventional) und wie sie vielleicht wirklich sind (real):
Conventional Real Eonomies of Scale and Scope Diseconomies of Scale and Scope Monolithism Modularism Gigantism Federalism Centralisation Subsidiarity Innovation Promise Innovation Thread Boundary Barrier Boundary Comfort Collectivism Individualism Eurpeanism Us vs. Them
Bei den Erklärungen dazu hat er bei vielen Punkten darauf hingewiesen, dass es um über Jahrhunderte etablierte (und bewährte) Muster in der Gesellschaft geht (z.B. bei modularism, boundary comfort, individualism).
Interessant finde ich dabei auch, dass viele der Punkte auf der rechten Seite durch Web 2.0, Social Software etc angegangen/beachtet werden (z.B. modularism, individualism, federalism). Dabei ging Roger Clarke in seiner Präsentation gar nicht auf Web 2.0 Konzepte ein – es scheint sich also doch um ein paar grundlegendere Erfolgsrezepte zu handeln?