Archiv für Kategorie Fundgrube

Die Weihnachtsgeschichte im Web 2.0

Für die, die es noch nicht kennen: Folgendes YouTube-Video zeigt, wie die Weihnachtsgeschichte mit Hilfe von Web 2.0 Diensten ablaufen könnte.

Interessant finde ich dabei, dass das Video (und damit die Dienst- und Funktionalitätsauswahl) gerade jetzt gültig ist. In sechs Monaten oder zum nächsten Weihnachten wird es uns wohl schon völlig veraltet vorkommen. Bin also gespannt auf dasselbe Video im Dezember 2011.

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Buchkritik – Deutsch fürs Leben

“Deutsch fürs Leben – was die Schule zu lehren vergaß” – so heißt ein Buch von Wolf Schneider, das sich letztes Weihnachten auf meinem Geschenketisch fand, und das inzwischen auf meinem Still-to-Read-Stapel weit genug nach oben gekommen war, um Beachtung zu finden.

Und ich muss sagen: Wirklich lesenswert!

Wolf Schneider ist erfolgreicher Autor verschiedener Bücher zu Sprach- und Stillehre. In diesem Buch präsentiert er in der Form von 50 Regeln Tipps und Empfehlungen für den Umgang mit der deutschen Sprache. Darunter findet sich sowohl Altbekanntes in anschaulich aufbereiteter und mit vielen (Negativ-)Beispielen ergänzter Form, als auch wirkliche Neuigkeiten (für mich). Nachfolgend ein paar Dinge, die mir besonders aufgefallen sind.

Die 12-Silben Regel (Regel 18): Ein Autor soll sich hüten, das logisch oder psychologisch Zusammengehörige in einem Satz um mehr als 12 Silben auseinanderzureißen, wie die Grammatik es mittels (geschachtelter) Nebensätze durchaus erlaubt. Warum 12 Silben? Das hat damit zu tun, was der Mensch durchschnittlich in 3 Sekunden ließt und so fähig ist zu speichern.

Ein Negativbeispiel dazu (S. 81): “Mithin wird dieser Streik, der zu vermeiden gewesen wäre, hätte man entweder den Schlichterspruch von 5,4 Prozent bei verlängerter Tariflaufzeit oder das Arbeitgeberangebot von 4,8 Prozent bei erhöhten Sockelbeträgen zu Gunsten der niedrigen Lohn- und Gehaltsstufen akzeptiert, voll auf dem Rücken der Bürger ausgetragen.”

Soweit noch keine Überraschungen. In Regel 27 schlägt Schneider nun aber als eine Lösungsmöglichkeit zu Regel 18 vor, “Die beiden Hälften des Verbums zusammenziehen”. Er spricht das Umklammerungsgesetz an, das ich auch noch aus der Schule kenne: Besteht das Verb aus zwei Hälften, so umklammern diese Hälften das Objekt und die Umstandsangaben. Beispiel: “Ich habe den einzigen Schlüssel zu meinem Auto gestern irgendwo im Wald verloren”. Überraschend für mich war die Aussage, dass man konform zur deutschen Grammatik die beiden Hälften durchaus zusammen ziehen darf. Wir müssen gar nicht schreiben: “Sie wären gerne von ihren goldenen Stühlen aufgestanden”, sondern können schreiben “Sie wären gerne aufgestanden von ihren goldenen Stühlen” (so schreibt auch Heinrich Heine). Und ich habe bisher immer gedacht, ich mache etwas falsch, wenn ich die leichter verständliche Variante wähle.

Interessant auch die Regel 36: “Alle sieben Satzzeichen verwenden”. Jedes richtig gesetzt Komma ist eine Lesehilfe, aber auch die fünf nur sehr selten genutzten Satzzeichen Fragezeichen, Ausrufungszeichen, Doppelpunkt, Semikolon und Gedankenstrich, können helfen, einen Text lesbarer zu machen.

Sehr erhellend fand ich schließlich die Regel 38: “Ziffern sinnvoll einsetzen”. Auch ich hatte irgendwie aus der Schule mitgenommen, dass man Zahlen grundsätzlich ausschreibt, es sei denn sie enthalten ein “und”. Dann darf (bzw. sollte) man sie in Ziffern schreiben. Schneider stellt das etwas differenzierter dar. So ist seine Hauptregel, dass die Verwendung konsistent sein soll. Ein “von 11 auf dreizehn Prozent” soll es in Texten also nicht geben. Auch empfielt Schneider eine gezielte Verwendung der verschiedenen Darstellungsformen um zusammengehörige Zahlen zu kennzeichnen. Ein Beispiel: “Von 19 Ministern sind binnen achtzehn Monaten 9 ausgeschieden” ist besser als “Von 19 Ministern sind binnen 18 Monaten 9 ausgeschieden”.

Insgesamt liefert Schneider ein sehr gut lesbares Buch mit vielen nützlichen Tipps für die tägliche Praxis. Und auch wenn ich sicher noch nicht alles einhalte, was Wolf Schneider empfiehlt, so merke ich inzwischen doch schon, dass ich meine Texte an der ein oder anderen Regel prüfe und verbessere.

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Science Has Only Two Legs

… unter diesem Titel stand das Editorial der Zeitschrift Communications of the ACM im September 2010 (von Moshe Y. Vardi, DOI: 10.1145/1810891.1810892). Als “Hobby-Wissenschaftstheoretiker” hat mich das natürlich sofort neugierig gemacht.

Die “ursprünglichen” zwei Säulen (im Englischen: legs oder pillars – “bipedal nature of science”) von Wissenschaft (bzw. der wissenschaftlichen Methoden) sind in diesem Zusammenhang Theorie (oder Modell) und Experiment. Eine wissenschaftliche Theorie ist ein erklärendes Rahmenwerk für eine Menge von (natürlichen) Phänomenen (Beschreibung von Ursache/Wirkungs-Zusammenhängen). Um nützlich zu sein sollte eine Theorie existierende Beobachtungen erklären und zugleich Vorhersagen für zukünftige Beobachtungen machen. Experimente werden genutzt um Theorien zu prüfen oder zu falsifizieren, oder auch um Daten für die Aufstellung einer neuen Theorie zu gewinnen.

Moshe Vardi führt in seinem Editorial nun aus, dass in letzter Zeit vor allem in Informatik-Kreisen immer mehr von einer dritten und sogar vierten Säule der Wissenschaft gesprochen wird.

Die dritte Säule (“third leg of science”) sei “computational science” oder einfach nur “computation” mit den Beispielen der numerischen Lösung komplizierter Gleichungssysteme und der massiven analytischen Simulationen.

Als vierte Säule wird hin und wieder zusätzlich die “usage of advanced computing capabilities to manipulate and explore massive datasets” genannt – also Data Mining im weitesten Sinne.

Aber erweitert das wirklich die auf Theorie und Experiment basierende Wissenschaft? Meiner und Vardis Meinung nach nicht. Denn bei beiden “neuen Säulen” geht es doch eigentlich “nur” um neue Methoden zur Darstellung von Theorien/Modellen und zur Generierung von Vorhersagen daraus.

Rhett Allain schreibt dazu sehr schön im Wired Blog: “It is important to remember the bipedal nature of science. Create models. Compare models with real life. Maybe the model is a conceptual model, maybe it is a model based on vector calculus, maybe it is a calculation in phython. They are all models. There is no third leg.”

Interessant ist für mich eher die Diskussion, wie konstruktionistische Methoden in die Wechselwirkung zwischen Theorie und Experiment einzuordnen sind. Aber das ist Stoff für einen andere Post.

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“Informing challenge” in der Wirtschaftsinformatik

In der Wirtschaftsinformatik wird ja schon seit längerem die Diskussion “rigor vs relevance” geführt. Dazu gehören meiner Meinung nach auch Beiträge wie “Der Zehnkampf des Hochschullehrers” vom Wirtschaftsinformatiker Peter Mertens. Mit den Fallstudienaktivitäten in meiner Gruppe tendiere ich ja auch etwas zum “Relevance-Lager” ;-)

Beim Aufarbeiten meines Still-to-read-Stapels habe ich eben einen sehr spannenden Artikel zu diesem Thema gelesen, den ich hier empfehlen und kurz kommentieren möchte: “Gill G, Bhattacherjee A. Whom are we Informing? Issues and Recommendations for MIS Research from an Informing Sciences Perspective. MIS Quarterly. 2009;33(2):217-235.”

This paper provides an introspective assessment of the current state of management information systems as a research discipline using the “lens” of the informing sciences. Based on this assessment, we observe that the degree to which MIS research is informing its key external clients – practitioners, students, and researchers in other disciplines – has declined over the years. This problem is particularly acute with respect to informing practitioners. Unfortunately, practitioner support may be critical in making up for lost resources caused by declining student enrollments. Despite this dire prognostication, we believe that it is possible to reverse this trend. Drawing upon cognitive science and diffusion of innovations research, we analyze the source of the problem and then present five recommendations aimed at leading MIS journals, scholars, and professional societies for improving the ability of MIS research to engage and inform its external clients.

Der Artikel ist also in einem der Leuchttürme des “Rigor-Lagers”, dem MISQ erschienen. Er behandelt aber die Entwicklungen in der Wissenschaftsdisziplin MIS und der Zeitschrift MISQ sehr kritisch. So thematisiert er insbesondere das Problem, dass MIS (zumindest in den USA) den Kontakt zu den Praktikern verliert. U.a. zeigen die Autoren dies daran auf, an wie vielen MISQ-Artikeln Praktiker beteiligt sind – ein Trend, der nach Hochphasen inzwischen die Null erreicht hat.

Neben der schön geführten Diskussion, die auch auf nationale Unterschiede eingeht und dabei die deutsche Wirtschaftsinformatik besonders herausstellt, gefällt mir an dem Beitrag aber besonders, dass das Problem klarer herausgearbeitet wird als in anderen Beiträgen.

So stellen die Autoren drei Herausforderungen dar, denen sich eine Wissenschaftsdisziplin stellen muss:

  • “Research challenge” – Welche Fragen sollen beantwortet werden und wie soll dabei vorgegangen werden?
  • “Resource challenge” – Wo bekommt man die Finanzierung her, die für die Forschungsaktivitäten notwendig ist?
  • “Informing challenge” – Wie stellt man sicher, dass die Forschungsergebnisse zu den “Kunden” gelangen?

Als Kunden bei der “Informing challenge” werden sowohl Studierende, WIssenschaftler aus anderen Disziplinen als auch Praktiker gesehen. Und bei all diesen Zielgruppen geht die Sichtbarkeit von MIS-Ergebnissen zurück.

Die Autoren argumentieren, dass die “Informing challenge” die am schlechtesten verstandene Herausforderung (in der Wirtschaftsinformatik) ist und dass hier noch viel Arbeit notwendig ist. Fallstudien und die (Weiter-)Entwicklung der Fallstudienmethodik werden als ein Lösungsbeitrag genannt. Und da sind wir wieder am Anfang, d.h. bei (unseren) Aktivitäten wie www.e20cases.org und KoFoBIS. Die Probleme mit Fallstudien zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse werden inzwischen in verschiedenen Beiträgen diskutiert/relativiert (z.B. in Flyvbjerg B. Five Misunderstandings About Case-Study Research. In: Seale C, Gobo G, Gubrium JF, Silverman D Qualitative Research Practice.Vol 12. London: Sage; 2004:420-434.). Unabhängig davon bleibt aber der Fakt, dass sich Fallstudien und Geschichten allgemein viel besser zur Kommunikation von Erkenntnissen, also zur Adressierung der “Informing challenge” eignen als andere Darstellungen. Da ist zwar noch viel zu tun, aber wir sind wohl auf dem richtigen Weg.

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Besuch in der Bayerischen Staatskanzlei

Der Freundeskreis Fregatte Bayern e.V., für den ich als 2. Vorsitzender tätig bin, hat die Frau unseres bayerischen Ministerpräsidenten Karin Seehofer zum ersten Ehrenmitglied ernannt. Zu diesem Anlass durfte ich letzten Donnerstag die Bayerische Staatskanzlei besuchen – um mit anderen Kollegen aus Vorstand und Verein die Urkunde zu überreichen. Folgendes Photo zeigt die anwesenden Vorstandsmitglieder mit Frau Seehofer (v.l.n.r. Florian Kluge, Jonny Kraft, Karin Seehofer, Rudi Peterke, Michael Koch).

Die Veranstaltung war echt nett – und Frau Seehofer sehr sympathisch. Einziges Manko war, dass wir aufgrund der Belegung von vielen Räumen durch die “Olympia-Krise” in einen unklimatisierten Besprechungsraum ausweichen mussten – bei den 30Grad+-Temperaturen und “verschärftem Dresscode” etwas lästig …

Hier noch ein Link auf den Beitrag zur Veranstaltung auf den Webseiten des Freundeskreises mit einem Interview mit Frau Seehofer zum Anlass der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.

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The Cloud und Collaboration mit dem Mac/iPad/iPhone – Part 2

Ende März habe ich unter dem Titel The Cloud und Collaboration mit dem Mac u.a. meine Erfahrungen zum Synchronisieren verschiedener Daten zwischen verschiedenen Macs (und auch meinem iPhone) beschrieben. Ein wichtiger Punkt, der bei mir damals noch offen war, waren meine Feeds – also wie ich mein RSS-Feeds auf unterschiedlichen Macs lesen kann und Neueinträge aber auch die Information darüber, was ich schon gelesen habe und was nicht zwischen den Rechnern austauschen kann. Nachdem ich inzwischen auch stolzer Besitzer eines iPads bin – und da auf jeden Fall auch meine Feeds lesen will, habe ich mich dem Thema nun endlich mal angenommen.

Feeds – die erste

Auf facebook habe ich schon zum ersten Artikel den Kommentar bekommen, dass ich doch einen online-Reader nutzen sollte – z.B. Google Reader. Aber irgendwie war ich damals noch nicht bereit dazu …

Ich habe mir Google Reader inzwischen mal angeschaut und muss sagen, dass ich schon früher darauf hätte umsteigen sollen. Allein die schöne Übersichts-/Statistik-Funktion finde ich das wert.

Feeds – noch besser

Irgendwie bin ich aber doch noch ein Freund von Rich Clients – Deswegen habe ich mich mal im Mac-Software-Umfeld umgesehen und bin auf Gruml gestossen, eine Mac-Anwendung, die sich mit Google Reader synchronisiert. Egal wo man die Feeds ergänzt oder liest, die Änderung taucht auch auf der anderen Seite auf. Gruml hat noch Verbesserungspotential (insbes. bei der Geschwindigkeit der Synchronisation), bietet aber schon jetzt eine schöne alternative (und besser aufgeräumte als im Google Reader) Sicht auf meine Feeds.

Das ist vielleicht auch der Hauptgrund, warum ich Rich Clients noch bevorzuge: Den Entwicklern gelingt es meist immer noch die Möglichkeiten des Gerätes und dessen Bedienung besser auszunutzen als mit Web-Anwendungen (trotz Ajax und Co).

Auf iPhone und iPad könnte man Google Reader nun auch über Safari nutzen … aber auch hier bevorzuge ich Rich Clients mit besser aufgeräumter Benutzungsoberfläche.

Nach kurzer Recherche im AppStore kam heraus, dass sich fast alle Nutzer einig sind, dass “Reeder” DIE App dafür ist – sowohl auf dem iPhone aus auch neuerdings auf dem iPad: http://reederapp.com/.

Meine Wertung nach kurzer Nutzung: Sie haben Recht! Ich bin inzwischen sogar dazu übergegangen Feeds bevorzugt auf dem iPad zu lesen – selbst wenn ich einen Mac direkt daneben habe.

Sonstige iPad-Ergänzungen zu Teil 1

Ich nutze natürlich auch Dropbox und Evernote auf dem iPad. Alles sehr schöne Adaptionen auf das iPad. Und bei Mendeley warte ich noch auf die iPhone/iPad-App … soll bald kommen …

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26. Juni 2010: Tag der offenen Tür der Universität der Bundeswehr München

Am 26. Juni 2010 lädt die Universität der Bundeswehr München zum Tag der offenen Tür ein. Die Besucher tauchen in diesem Jahr auf dem Campus in die „Welt der Wissenschaft und Technik“ ein.

Wissenschaftler der unterschiedlichsten Fachrichtungen

  • öffnen ihre Labore
  • präsentieren ihre Projekte
  • erklären ihre Forschung

Ausserdem gibt es ein attraktives Rahmenprogramm, z.B. um 11:15 Uhr eine Wissenschafts-Show in der TV-Moderator und Physiker Dr. Joachim Bublath experimentiert und referiert über das „Ende der Naturwissenschaften?“ (Geb. 33, Audimax).

Weitere Information und das Programm finden Sie unter http://www.unibw.de/welt-der-wissenschaft/.

Meine Arbeitsgruppe präsentiert in Halle 109 ihre CommunityMirror-Anwendung.

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Digitale Verdrängung

Im Online-Angebote der Süddeutschen Zeitung gab es Anfang dieser Woche einen interessanten Beitrag in vierzehn Teilen zum Titel “Vom Internet Verweht – Digitale Verdrängung”.

Im Beitrag werden zu vierzehn Themen die aktuelle Entwicklung (kurz und prägnant) dargestellt und jeweils eine Prognose abgegeben. Natürlich sind die Aussagen teilweise trivial bzw. die Darstellung ist etwas überzeichnet, die Sammlung der vierzehn betrachteten “Themen” und der dazugehörigen Prognosen finde ich aber trotzdem sehr interessant:

  • Telefonbücher werden auch in Deutschland aus Kostengründen nur noch auf Wunsch verteilt werden.
  • Handschrift wird weiterhin in der Schule gelehrt, doch im Alltagsgebrauch spielt sie für die jüngere Generation bald kaum mehr eine Rolle. Die fehlende Übung wird zudem das Schriftbild der meisten Menschen immer unlesbarer machen.
  • Familienabende gibt es weiterhin – jedoch werden diese unabhängig vom Fernsehprogramm stattfinden. Videostreaming und das gemeinsame Konsolenspiel werden das Ritual der festen Fernsehzeit ablösen.
  • Respekt vor Autoritäten: Die Transparenz des Internets macht einstige Instanzen zu Menschen – und damit entsprechend angreifbarer. Wir werden uns daran gewöhnen.
  • Konzentration: Die “MTV-Generation” der neunziger Jahre wird uns bald wie ein Kloster voller Zen-Mönche vorkommen. Die zerstückelte Aufmerksamkeit wird auch unser Denken massiv verändern, das schnelle Prüfen kleiner Informationshappen auf ihre Relevanz entwickelt sich zum zentralen Punkt unserer Wahrnehmung.
  • Überraschungen bei Klassentreffen: Durch die digitale Vernetzung wird jede Status-Aktualisierung zu einem kleinen Klassentreffen. Wir altern gemeinsam.
  • Fanzines: E-Zines oder Sammelblogs haben Fanzines bereits heute weitestgehend verdrängt. Einfacher zu bedienende Web-Editoren werden deren Layout künftig noch individueller gestaltbar machen.
  • Urlaub im Unbekannten: Die minutiöse Planung des Urlaubs über das Netz lässt keinen Platz für Überraschungen – bald wissen wir schon vor der Anreise, welche Hobbys der Portier unseres Hotels hat.
  • Faxgeräte: Sobald sich ein Standard für den rechtssicheren Versand von E-Mails entwickelt hat, dürften Faxgeräte zum Elektroschrott gehören
  • Videotheken: Sobald Komplettsysteme im Heimentertainment-Bereich bezahlbar sind, dürften es Videotheken vor allem in Gegenden mit guter Breitbandverbindung sehr schwierig haben.
  • Platten- und CD-Läden: Platten- und CD-Läden werden nicht aussterben, aber in wenigen Jahren ein Nischendasein fristen oder zu Hörcafés mit Download-Möglichkeit werden.
  • Schulbücher: In wenigen Jahren dürften Schulkinder ihre Bücher digital erhalten – das entsprechende Lesegerät könnte auch als Schreibgerät fungieren, wodurch auch Schulhefte überflüssig würden.
  • Privatsphäre: In den USA wird Privatsphäre bereits in Kürze keine Rolle mehr spielen. Europäer sind vorsichtiger, dennoch sind über den Einzelnen bald immer mehr Informationen im Netz auffindbar. Wer im Netz nicht existiert, wird bei potentiellen Arbeitgebern künftig Misstrauen erwecken.
  • 15 Minuten Ruhm: Jeder kann künftig blitzschnell in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken – und genauso schnell wieder daraus verschwinden.

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Freundeskreis Fregatte Bayern

Heute mal ganz was anderes: Vergangenen Freitag haben wir hier in München einen Freundeskreis für die Fregatte Bayern gegründet.

Das Land Bayern hat schon seit längerem die Patenschaft für die Fregatte (zur Taufe reiste damals extra Frau Stoiber an) – eine besondere Unterstützung der Mannschaft durch das “Bayerische Volk” gab es bisher aber noch nicht. Das haben wir durch die Vereinsgründung geändert! Und passend zum “Volk” fand die Gründungsversammlung und die Festveranstaltung danach auch im Bayerischen Landtag statt.

Die Gründungsveranstaltung war wirklich nett: Viele Vertreter der Bayerischen Politik, eine achtköpfige Delegation der Fregatte und auch andere Marinevertreter waren anwesend. Die Bayerische Marine lebt! ;-)

Weitere Informationen zum Freundeskreis und auch zur Gründungsveranstaltung sind auf http://www.fregattebayern-freunde.de/ zu finden.

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Wiederbelebung …

Der letzte Post in diesem Blog ist nun schon mehr als sechs Monate her. Nicht dass ich in der Zeit faul gewesen bin – nein, ich habe auf verschiedenen anderen “berufsbezogenen” Blogs gepostet und dabei meinen eigenen “etwas vernachlässigt”. Das soll sich jetzt aber ändern. Mit Syndizierung werde ich zukünftig wieder mehr hier posten und die Inhalte dann “einfach” auf die anderen Plattformen weiterleiten … schau mer mal …

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