Archiv für Kategorie Filme

Filmkommentar – Ratatouille

Vorgenommen hatte ich es mir schon länger – heute hat es endlich geklappt: Ich war mal wieder im Kino und zwar in “Ratatouille”. Und mein Eindruck in Kürze: Absolut klasse!!!

Zuerst einmal zeigt der Pixar-Film mal wieder einen Fortschritt in der Animationstechnik. Vor nicht ganz so langer Zeit wurde “Monsters Inc.” wegen seiner naturgetreuen Darstellung von Haaren gelobt – Ratatouille zeigt erstens das in noch größerer Perfektion und liefert noch weitere Goodies. So spielen sehr viele Szenen im Regen oder Wasser. Und die Regentropfen sind klasse. Es fällt wirklich schwer zu sagen, ob die Szenen Zeichentrick oder echt sind. Genauso positiv auffällig sind die komplexen Hintergründe der Szenen.

Aber genug zur Technik – Es wäre nämlich schade den Film nur danach zu bewerten. Denn wie schon in der Vergangenheit schafft es Pixar mal wieder die Technik einzusetzen um eine klasse Geschichte damit zu erzählen. Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich im Kino am Ende spontanen Applaus erlebt habe – aber bei Ratatouille war das wirklich verdient!

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Filmkommentar – Beste Zeit

“Beste Zeit” – wieder ein Film von Marcus Rosenmüller … und woher sollte man den (Regiseur) kennen? Naja, wie wäre es mit seinen letzten beiden Werken: “Schwere Jungs” und vor allem “Wer früher stirbt, ist länger tot”

Wie die letzten beiden Filme ist auch Rosenmüllers neues Werk sehr “bayerisch” … d.h. die DVD-Fassung wird vermutlich wieder hochdeutsche Untertitel haben ;-) Und ich finde einfach klasse, wie die Sprache eingesetzt wird – das einfache und trockene “passt scho” von Toni, wenn ihm mal wieder für selbstlosen Einsatz gedankt wird … genau so gehört es.

Ich will hier nicht die Geschichte des Films nacherzählen – das haben andere bereits sehr gut gemacht – sondern “nur” meine Meinung kundtun: “Beste Zeit” ist nach “Wer früher stirbt, ist länger tot” und “Schwer Jungs” ein weiteres Meisterwerk von Rosenmüller – absolut sehenswert – vor allem, wenn man der bayerischen Sprache mächtig ist. Der Film ist nicht ganz so humorvoll und aktionsgeladen wie die beiden anderen Filme – eher ruhig und beschaulich – aber gerade deshalb eine würdige Ergänzung der Reihe. Bei einem Triple-Feature vielleicht eher am Anfang oder in der Mitte zu platzieren und nicht am Schluss …

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Buchkommentar – Neue Vahr Süd

“Neue Vahr Süd” von Sven Regener ist 2004 erschienen (inzwischen als Taschenbuch im Goldmann Verlag) – und wurde mir von mehreren Seiten empfohlen. Erst hiess es, dass man das Buch lesen sollte, wenn man Bremen kennt – und von anderer Seite hiess es dann, dass man das Buch lesen sollte, wenn man den Grundwehrdienst bei der Bundeswehr abgeleistet hat oder sonst Bezug zur Bundeswehr hat. Nachdem ich sowohl Bezug zur Bundeswehr habe ;-) als auch mal ein Jahr in Bremen verbracht habe also eine doppelte Motivation.

Und ich muss sagen, dass ich nicht bereue, das Buch zur Hand genommen zu haben. Es ist einfach klasse. Regener berichtet von einem 20jährigen Mann – Lehmann – aus Bremen (eben aus dem Stadtteil Neue Vahr Süd), der seinen Grundwehrdienst antreten muss, weil er “versäumt hat zu verweigern”. Die Geschichte berichtet im Wechsel von Lehmanns Erlebnissen bei der Bundeswehr (mit viel Wiedererkennungspotential) und seinen Erlebnissen an den Wochenenden in Bremen (auch mit viel Wiederkennungspotential – Viertel, Ostertorsteinweg, …). Und in beiden Strängen passiert einiges – das ich jetzt nicht unbedingt nacherzählen will.

Neben dem Wachrütteln von Erinnerungen an Bremen und die Bundeswehr bietet das Buch auch gute Unterhaltung (vermutlich sogar für Leser, die weder Bundeswehr noch Bremen kennen) und nebenbei auch noch einen kleinen Einblick in die linke Szene in Bremen Anfang der Achziger. Die Zeit wird super schön anhand kleiner Geschichten beschrieben.
Btw: Zu Letzterem (ein Bild der 1980er) kann ich auch den Film “Am Tag als Bobby Ewing starb” empfehlen – auch ein Werk aus Bremen – und auch echt klasse!

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