Archiv für Februar, 2010

Freundeskreis Fregatte Bayern

Heute mal ganz was anderes: Vergangenen Freitag haben wir hier in München einen Freundeskreis für die Fregatte Bayern gegründet.

Das Land Bayern hat schon seit längerem die Patenschaft für die Fregatte (zur Taufe reiste damals extra Frau Stoiber an) – eine besondere Unterstützung der Mannschaft durch das “Bayerische Volk” gab es bisher aber noch nicht. Das haben wir durch die Vereinsgründung geändert! Und passend zum “Volk” fand die Gründungsversammlung und die Festveranstaltung danach auch im Bayerischen Landtag statt.

Die Gründungsveranstaltung war wirklich nett: Viele Vertreter der Bayerischen Politik, eine achtköpfige Delegation der Fregatte und auch andere Marinevertreter waren anwesend. Die Bayerische Marine lebt! ;-)

Weitere Informationen zum Freundeskreis und auch zur Gründungsveranstaltung sind auf http://www.fregattebayern-freunde.de/ zu finden.

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Strukturierung von Groupware und Social Software

Wenn über den Nutzen von Groupware und heute vor allem von Social Software gesprochen und geschrieben wird, dann werden immer Klassifizierungen gebraucht, welche die verfügbaren Tools bzw. die in den Tools verfügbaren Funktionalitäten etwas strukturieren und das Feld so übersichtlicher machen. In letzter Zeit sind mir viele dieser Strukturierungen begegnet – bzw. ich habe sie benutzt – Grund genug mal zusammenzufassen und gegenüberzustellen was es da so gibt und was ich als sinnvoll erachte.

Beginnen wir mit Groupware allgemein.

1) Groupware-Dreieck nach Art der Interaktion (nach Teufel 1995) – die drei Ks

  • Kommunikation
  • Koordination – Unterstützung der Auflösung von Abhängigkeiten (frei nach Malone 1988)
  • Kooperation – Gemeinsame Artefakte

2) In der Definition des Feldes Open Research haben wir die drei Dimensionen um eine weitere ergänzt:

  • Informationsdistribution
  • Kommunikation
  • Koordination
  • Zusammenarbeit

Grund für die Ergänzung war, dass mit den drei Ks meist direkte Interaktion gemeint ist – es fehlt also eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit / zum Austausch durch indirekte Interaktion – und dafür wurde dann “Informationsdistribution” eingeführt. Natürlich kann man das auch als Kommunikation oder gar als (sehr lose gekoppelte) Zusammenarbeit auf einem gemeinsamen Informationsraum sehen.

3) Social Software-Dreieck

  • Inhalte – auch Arbeit an gemeinsamen – aber eher jeder trägt unabhängig etwas zu Inhalten bei
  • Kommunikation
  • Identität

Hier vereinigen sich also Informationsdistribution, Koordination und Zusammenarbeit zu “Inhalten” und es wird die Identität (also die Selbstdarstellung) ergänzt – dem Fokus auf die Personen in erfolgreicher Zusammenarbeit folgend.

Während die drei Kategorisierungen helfen zu sehen, was möglich bzw. wichtig ist, helfen sie oft nicht besonders dabei konkrete Werkzeuge einzuordnen / auszuwählen. Das zeigt sich auch in der Darstellung: zumindest die dreier-Klassifizierungen werden meist als Dreieck mit jeweils einer Ausprägung pro Ecke dargestellt – Werkzeuge werden dann irgendwo im Dreieck platziert. Um eine konkretere Einordnung zu erlauben wurden verschiedene funktionale Klassifikationen für Groupware vorgestellt, z.B. von (Borghoff und Schlichter 2000). Ein Beispiel einer solchen Klassifikation ist die von (Gross und Koch 2008):

4) Funktionale Klassifikation für Groupware (Gross und Koch 2008):

  • Awarenessunterstützung
  • Kommunikationsunterstützung
  • Koordinationsunterstützung
  • Teamunterstützung – Fokus auf gemeinsame Informationsräume und Dokumente (Gruppeneditoren) (direkte Kommunikation)
  • Communityunterstützung – Fokus auf Finden von Personen und Information (indirekte Kommunikation)

5) Ich selber verwende in meiner CSCW-Vorlesung aktuell zusätzlich noch folgende Klassifizierung für den Bereich von Groupware bis hin zu Social Software

  • E-Mail + Gruppenkalender
  • Teamräume – Dokumente sind nur Black Box
  • Gemeinsame Informationsräume, Gruppeneditoren – Auch Delicious, YouTube, Wikipedia etc.
  • Kommunikationsorientierte gem. Informationsräume / Kommunikationsräume – Foren, Mailinglisten + Archiv, Blogs (Mehrzahl!)
  • Awarenessdienste / Social Networking Services – Fließender Übergang von kommunikationsorientierten gemeinsamen Informationsräumen (z.B. Microblogging)
  • Synchrone Kommunikationsdienste (Text/Audio/Videokonferenzen)
  • Meeting-Support / Group-Decission-Support (GDSS)
  • Koordinationsdienste – Gruppenkalender et al., Umlaufmappen, Workflow, …

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Fallstudie ESG GmbH: Wiki zum Wissens- und Projektmanagement

Am 2.2.2010 war ich bei der Firma ESG GmbH in Fürstenfeldbruck eingeladen um mir deren Enterprise 2.0-Lösung anzuschauen.

Die ESG GmbH hat 2009 als Ersatz für die bisherige Lotus Notes-basierte Wissensmanagement-Lösung ein neues Intranet auf der Basis von Confluence realisiert. Dabei kommen zum Einsatz: ein (unternehmens-)öffentliches Wiki, Projekt Wikis, Blogs. Neben dem Wiki wird noch ein Dokumentenmanagementsystem betrieben (demnächst vielleicht auf Alfresco basierend).

Die Fallstudie in Kürze:

  • Funktionalität: Wiki, Weblog
  • Technologie: Confluence
  • Anzahl der Nutzer: 1.200
  • Branche: Elektronik, Software
  • Schlagworte: Wiki, Confluence, ESG, Weblog, Intranet
  • Zeitraum: 2009-

Insgesamt musste ich nach der Präsentation sagen, dass die Verantwortlichen dort sehr gute Arbeit gemacht haben. Sie haben sehr technikzentriert und im Kontext der Unternehmensvorgaben doch die Praxis (den Nutzen für den Einzelnen) nicht aus den Augen verloren und eine pragmatische aber auch nützliche Lösung konzipiert.

Vor allem hat mir dabei auch gefallen, was inzwischen mit der Confluence-Plattform von Atlassian möglich ist. Seit Version 3.1 braucht sich die Plattform nicht vor “großen Brüdern” wie IBM Lotus Connections zu verstecken – ganz im Gegenteil!

Zusammen mit Partnern von anderen Universitäten dokumentiert meine Gruppe an der Universität der Bundeswehr München solche Fallstudien nach einem vorgegebenen Raster – das ist auch mit der ESG-Fallstudie geplant – Mehr zu dem Fall also bald unter www.e20cases.org.

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Wiederbelebung …

Der letzte Post in diesem Blog ist nun schon mehr als sechs Monate her. Nicht dass ich in der Zeit faul gewesen bin – nein, ich habe auf verschiedenen anderen “berufsbezogenen” Blogs gepostet und dabei meinen eigenen “etwas vernachlässigt”. Das soll sich jetzt aber ändern. Mit Syndizierung werde ich zukünftig wieder mehr hier posten und die Inhalte dann “einfach” auf die anderen Plattformen weiterleiten … schau mer mal …

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