In letzter Zeit wird viel über den ROI von Enterprise 2.0 oder allgemein von Kooperation geschrieben (z.B. NeubibergBlog, Headshift, Enterprise2Open) – … und auch ich bin gestern wieder in eine Diskussion gestolpert, in der zwar nicht explizit über ROI gesprochen wurde, aber doch über Kennzahlen, die man erheben könnte um den Erfolg einer Enterprise 2.0-Einführung zu dokumentieren. Auch hierzu gibt es natürlich schon einiges, wie z.B. zum Erfolg von Weblogs.
Angeregt durch die angesprochene Diskussion bin ich mal in mich gegangen und habe aufgestellt, was ich schon alles zum Thema Erfolgsindikatoren für Enterprise 2.0-Einführungen gesehen/gelesen habe – vielleicht ist das ja für den ein oder anderen von Interesse …
- Änderung in Kommunikationsverhalten (weniger E-Mails, weniger CC-E-Mails, weniger For-Your-Interest-Mails, …)
- Menge an gesammelten Material (Anzahl Blogposts, Wiki-Seiten)
- Aktivität der Mitarbeiter / Grad der Beteiligung (wie viele tragen aktiv was bei)
- Grad der Beiteiligung (Anzahl Leute) an einzelnen Dokumenten / Entscheidungen
- Vernetzung der Mitarbeiter / Anzahl der Kommunikationspartner
- allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit (in verschiedenen Kriterien, Balanced Scorecard)
Fehlt noch was?
Btw: Gibt es eigentlich schon irgendwo eine Enterprise 2.0 Balanced Scrorecard? Bei meinen spontanen Google-Recherchen bin ich nur auf die Arbeiten zu Nutzenbewertung bei Corporate Blogs gestossen.
#1 von Dieter Josten am 18.2.2009 - 12:17
Hab mich damit auch etwas näher beschäftigt und folgende KPI’s gefunden http://www.wissensgarten.com/wordpress/?p=622
#2 von Diskussionspartner am 18.2.2009 - 12:30
Auf jeden Fall eine ausgesprochen interessante Diskussion… Man mag auch – zu recht oder zu unrecht – den Umstand beklagen können, dass für die Einführung von web 2.0-Anwendungen in Unternehmen vorab Erfolgsindikatoren verlangt werden. Doch scheint uns eine Art Ergebnisnachweis für die mit diesem Instrument erzielbare Zweckerreichung nicht grundsätzlich ungerechtfertigt, handelt es sich doch schließlich auch um eine Investitionsentscheidung für das Unternehmen. Man mag gerne darüber streiten können, ob diese Indikatoren dann in Form von Kennzahlen zu erheben sind; der prinzipielle Wunsch nach einer (nach Möglichkeit empirischen) Validierung des Mittel-Zweck-Bezugs erscheint uns jedoch in sich legitim. Wir sind daher sehr gespannt, welche Entwicklungen sich in diesem Kontext noch ergeben werden…
#3 von kochm am 18.2.2009 - 14:18
@Josten: Das ist wirklich eine umfangreiche Liste … Wow!
#4 von Zina am 25.2.2009 - 14:12
was wündert mich dass in der Liste Sentiments oder Emotionale Auswirkung nicht erwähnt wurde. die Mitarbeiterzufriedenheit ist ziemlich dichte Begriff
#5 von Christoph Rauhut am 30.7.2009 - 11:59
Vielleicht hilft es, wenn man die Argumentation umdreht und überlegt, welche Risiken enstehen wenn nicht investiert wird.
Dazu ein Link: http://www.besser20.de/enterprise-20-vom-roi-zum-roni-risk-on-not-investing/86/