Im Zusammenhang mit Enterprise 2.0 wird häufig und gerne argumentiert, dass ein wichtiges Potential von Wikis und Blogs darin liegt die Zahl der E-Mails zu reduzieren.
Suw Charman-Anderson hat im Guardian einen sehr interessanten Übersichtsbeitrag zur E-Mail-Nutzung veröffentlicht.
Interessant ist zum Beispiel:
(…) It had been assumed that email doesn’t cause interruptions because the recipient chooses when to check for and respond to email. But Jackson found that people tend to respond to email as it arrives, taking an average of only one minute and 44 seconds to act upon a new email notification; 70% of alerts got a reaction within six seconds. That’s faster than letting the phone ring three times. (…)
Nur gut, dass mein Mail-Client nur alle viertel Stunde beim Server nachfragt ob was Neues da ist ;-)
Bezüglich einer Verbesserung der Situation durch Blogs/Wikis/RSS frage ich mich allerdings ob wir hier nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben – So bieten beispielsweise einige in E-Mail-Clients integrierte RSS-Reader an, neue Einträge in RSS-Feeds in der Inbox darzustellen … Genauso wie bei E-Mail ist also bei der Nutzung anderer Notifikationsmechanismen eine gewisse Selbstdisziplin gefragt.
#1 von Stefan Meißner am 20.11.2008 - 12:04
Ich denke, dass eine Differenzierung zwischen E-Mail, RSS und bspw. Microblogging gerade firmenintern sehr sinnvoll sein kann. Man kann dann Informations-Kanäle bspw, folgendermaßen trennen.
E-Mail = hier muss etwas getan werden.
RSS = hier hat sich etwas geändert.
Microblogging = das machen meine Kollegen.
Der Aktivitätsgrad ist dann sehr unterschiedlich – ich lese eine E-Mail mit einer anderen Aufmerksamkeit als eine Twitter-Nachricht. Dass auch trotz dieser Differenzierung Selbstdisziplin immer förderlich ist, will ich damit auch gar nicht bestreiten. Meine These wäre nur: die Differenzierung der Kommunikationskanäle erleichtert diese Selbstdisziplinierung.