Archiv für August, 2008
Buchkommentar – The Codex und Reliquary
In Vorbereitung auf den Sommer mit der vielen Zeit zum Lesen habe ich vor einiger Zeit mal wieder bei Amazon eingekauft … und bin über verschiedene Empfehlungen auf den Autor Douglas Preston (von dem ich bisher noch gar nichts gelesen hatte) gestossen. Deshalb befinden sich jetzt einige Douglas Preston-Bücher auf meinem Still-to-read-Stapel.
Und in den letzten zwei Wochen habe ich zwei davon “abgearbeitet” – naja “verschlungen” wäre wohl das bessere Wort dafür: Reliquary von Douglas Preston und Lincoln Child und The Codex von Douglas Preston.
Ein Blog-Post für beide Bücher, da sie sich bei unterschiedlichen Geschichten doch ziemlich ähnlich sind: Solide Geschichten, gut herausgearbeitete Charaktere und einfach fesselnd (also besser nicht viel anderes vornehmen parallel zum Lesen).
Ein paar Detailkommentare:
Reliquary: Zuerst dachte ich, dass ich da wohl eine falsche Auswahl getroffen hatte – denn es heißt groß auf dem Cover “Sequel to the New York Times bestseller Relic!” – also eine Fortsetzung von Relic. Und so wird auch immer wieder auf das andere Buch Bezug genommen (das ich noch nicht gelesen hatte – und auch nicht in meinem Still-to-read-Stapel liegen hatte). Aber es ging – die Geschichte ließ sich auch ohne Kenntniss des Vorgängers verfolgen. Es ist eher so, dass ich nun Relic eigentlich nicht mehr lesen muss – nachdem die ganze Geschichte durch die vielen Seitenkommentare schon bekannt ist. Ansonsten fand ich an dem Buch den Einblick in den New Yorker Untergrund sehr spannend, der dort gegeben wurde. Macht richtig Lust da noch ein bisschen ernsthafter nachzulesen.
The Codex: Eine sehr interessante und spannende Geschichte – bis dann im Buch nach Seite 56 die Seite 313 gebunden war. Huch! Es war gerade so spannend. Meine Hoffnung: Vielleicht wurden da nur zwei Blöcke vertauscht und ich finde Seiten 57ff hinten im Buch. Aber nein. Da war nochmal 313ff … Schwere Entscheidung – Buch zurückschicken und auf Ersatz warten oder ab Seite 89 wieder aufsetzen. Ich habe mich natürlich für letzteres entschieden (ich war einfach zu neugierig wie es weiter geht) – und muss sagen, dass die fehlenden Seite nicht so schlimm waren – die Grundgeschichte war bis 57 schon aufgebaut – und das Verpasste hat man schnell nachgeholt.
Buchkommentar – The Margarets
Seit ich vor vielen Jahren “The family tree” gelesen hatte, versuche ich alles zu bekommen, das Sheri S. Tepper geschrieben hat. So lag diesmal “The Margarets” auf meinem Still-To-Read-Stapel.
Auf amazon.de heisst es:
Margaret Bain wächst als einziges Kind auf einer Kolonie auf. Sie erfindet sechs Alteregos als Spielkameraden und diese werden real und es verschlägt sie auf diverse andere Welten.
In einer Zukunft, in der die Menschheit aufgrund von Überbevölkerung und einer Verschwörung kurz vor dem Ende steht, sind die Margarets die letzte Chance der Menschheit.
Wie üblich schafft Sheri Tepper es auch diese verrückt klingende Geschichte so zu erzählen, dass man mitgerissen wird. Die Personen sind sehr detailliert beschrieben und die Geschichte hat dabei immer ein paar Überraschungen parat. Auch die Grundidee, dass die Menschheit wegen fehlendem Rassengedächtnis keine dauernde Gefahr für die Planeten ist, auf denen sie lebt, und deswegen von den anderen Rassen in der Galaxis ausgelöscht werden soll (ein Ökosystem ist mehr wert als eine (zerstörerische) Rasse), finde ich sehr interessant. Das Thema hätte man noch ein wenig ausbauen können.
Ausserdem geht mir die Geschichte am Ende des Buches etwas zu schnell zu Ende.
Insgesamt aber trotzdem ein sehr empfehlenswertes Werk! In Abschnitten hat mich das Buch sogar sehr an “The family tree” erinnert (und das ist ein großes Kompliment).