Bei Andrew McAfee und bei Michael Idinopulos ist momentan eine interessante Diskussion zu Enterprise 2.0 zu lesen. Michael fasst den für mich wichtigsten Aspekt in seinem letzten Post sehr schön zusammen:
In the old world of emails and knowledge management systems, our tools and processes force a rigid distinction between “doing your job” (i.e., in-the-flow activities, usually in email) and “giving back to the organization” (above-the-flow contributions to a knowledge management system). That framing of the issue ensures that people will spend almost all their time in email and very little time contributing knowledge–hence the “culture and incentives” problem that has bedeviled Knowledge Management since the very start.
Ich weiss nicht ob man das unbedingt “in-the-flow” und “above-the-flow” oder wie bei McAfee “widening the flow” nennen muss – die Hauptsache ist doch, dass Wissensmanagement oder das “Anderen-etwas-Gutes-tun” kein extra Aufwand, keine extra Aktivität sein sollte, sondern ein “Abfallprodukt” des “Sich-selbst-etwas-Gutes-tun” bzw. des “Seine-Arbeit-tun”.
Schon Ellis und Grudin schrieben in den Anfangstagen von CSCW, dass man ein positives Saldo aus Aufwand und Nutzen für alle anstreben muss – Nachdem ein gewisser Aufwand nicht vermieden werden kann, muss der entweder durch direkten Nutzen für einem selbst ausgeglichen werden – oder durch intrinsische oder extrinsische Motivation – aber der direkte Nutzen ist auf jeden Fall vorzuziehen.