In einem wissenschaftlichen Seminar an der Technischen Universität München habe ich heute unter anderem einen Bericht von Georg Groh (TUM, Informatik XI) gehört. Er beschäftigt sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit mit “Context and Social Networks”. Seine Grundmotivation ist, dass noch recht wenig Information und Dienste über die Kanten in sozialen Netzwerken fließt, was sich in Zukunft ändern wird/soll. Seine Vision ist, dass soziale Netzwerke zu einem “zentralen Organisationsprimitiv” werden. Dabei muss unter anderem die Tatsache angegangen werden, dass jeder Benutzer ein eigenes subjektives soziales Netzwerk hat – hier also per se eine Dezentralität vorhanden ist.
Ein sehr interessantes Ergebnis, von dem er im Kontext der Relevanz von sozialen Netzwerken (gegnüber anderen Verfahren) berichtet hat stammt aus einer aktuellen Diplomarbeit von C. Ehmig. Hier ging es darum Social Filtering (d.h. Generierung von Vorschlägen aufgrund von Bewertungen aus dem eigenen Freundeskreis) mit Collaborative Filtering (d.h. Generierung von Vorschlägen aufgrund von Bewertungen von Personen, die eine ähnliche Bewertungshistorie haben) zu vergleichen. Ergebnis war, dass das aufwändigere Collaborative Filtern gegenüber dem Social Filtern keinen Mehrwert hatte. Hier ein Link auf eine Veröffentlichung zu der Arbeit.