Archiv für Oktober, 2007

Web 2.0 und Subkultur in München

Patrick Gruban co-organisiert die nächsten beiden Wochenende Veranstaltungen rund um Web 2.0 und Subkultur in München – klingt ganz interessant – werde mal sehen ob ich da vorbei schauen kann.

Sa 27.11., 21:30
sub-bavaria Lesung
im Carl-Orff-Saal, Gasteig im Rahmen von digitalanalog 6

sub-bavaria ist das Wiki-Lexikon der bayerischen Subkultur (www.sub-bavaria.de), dass Ania Mauruschat, Julian Doepp und ich 2005 gestartet haben. 2 Jahre und 2000 Einträge später lesen wir Highlights vor. Musikalische Begleitung: Aloha Input, Visuals: kon.txt. Um 1 Uhr präsentiert sub-bavaria im Foyer des Gasteigs die Band L’egojazz, die musikalische Einzelbausteine zu tanzbarer Musik kombinieren und mit kon.txt-Visuals und einem Balett-Tänzer daraus ein Multimediales Kunstwerk machen.

Das Ganze ist im Rahmen des Festivals digitalanalog 6 – http://www.digitalanalog.org/

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Sa 3.11., 20 Uhr
Art Stars – New York Underground trifft Web2.0
mit Saint Reverend Jen Miller, New York City

Die Art Stars sind rund 100 Performancekünstler, Musiker, Comedians, Poetry-Artists und Filmemacher, die auf offenen Bühnen und in Hinterzimmern von Bars in New Yorks East Village und Lower East Side auftreten. Erst durch YouTube & Co. schaffen sie es ein großes Publikum zu erreichen.

Saint Reverend Jen Miller leitet seit vielen Jahren den wöchentliche Art Star “Anti-Slam”. Sie trägt ständig Elfenohren, hat ein Troll-Museum und ist zusammen mit ihrem Chihuahua die Hauptdarstellerin der Fernsehserie “Electra Elf”. Der Musiker Moby hat sie letztes Jahr beauftragt ein Video zu einem seiner Songs für YouTube zu produzieren, das über 150.000-mal dort angesehen wurde.

Rev. Jen wird an diesem Abend zum ersten Mal in Europa über die Art Star-Szene und deren Internet-Vernetzung berichten, sowie Videos von sich und anderen Art Stars zeigen.

http://laden.lothringer13.de/program/artstars/

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Rigor vs Relevance at ECIS2007

Die Internationale Tagung ECIS (European Conference on Information Systems) stand unter dem Motto “Relevant Rigor – Rigorous Relevance”. In diesem Kontext wurde die schon lang andauernde Diskussion der Wirtschaftsinformatik “rigor vs. relevance” fortgeführt. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Wirtschaftsinformatik (5/2007) veröffentlicht Robert Winter, einer der Ausrichter der ECIS 2007, sehr lesenswerte Statements verschiedener Aktivisten zu dem Thema. Hier ein paar Gedanken aus diesem Beitrag, die mir aufschreibenswert erschienen.

Ulrich Frank argumentiert, dass Relevanz weniger an den Anwendern in der Praxis gemessen werden sollte, sondern mehr an den Anwendern in der Wissenschaft: “In order to be relevant, research needs to be relevant to researchers”. In diesem Zusammenhang führt er aus, was gute Forschung bzw. wissenschaftliches Wissen auszeichnet: “abstraction, originality and justification” – und daran sollte gemessen werden, ob Forschung “rigorous” ist.

Alan Hevner aus den USA schlägt vor die eindimensionale Unterscheidung zwischen “rigor” und “relevance” auf zwei Dimensionen zu bringen: “2×2 matrix with ‘considerations of use?’ (roughly, relevance) on the x-axis and ‘quest for fundamental understanding?’ (roughly, rigor) on the y-axis”. In dieser Matrix würde der Quadrant oben rechts (hohe Relevanz und hoher “Rigor”) als “Pasteur’s Quadrant” bezeichnet – in Anlehnung an Pasteurs hoch praktisch relevante und allgemein weiterbringende Forschungen -, der Quadrant oben links (high rigor, low relevance) als “Bohr’s Quadrant” und der Quadrant unten rechts (high relevance, low rigor) als “Edison’s Quadrant”. Nur der “low-low”-Quadrant wäre zu vermeiden …

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Münchner Wissenschaftstage

Im Rahmen der Münchner Wissenschaftstage im Jahr der Geisteswissenschaften 2007 fanden/finden grade an der Ludwig Maximilian Universität München interessante Ausstellungen und Vorträge aus den verschiedensten Bereichen der Geisteswissenschaften statt.

Ich war gestern mal spontan dort und habe mir folgende beiden Vorträge angehört:

  • “Sprachen, Götter, Gene: zur Vorgeschichte Europas nördlich der Alpen”, Prof. Theo Vennemann, PhD.; Institut für Deutsche Philologie, LMU München
  • “Medien als Schlüssel kultureller Entwicklung”, Prof. Dr. Wolfgang Raible, Romanische Philologie und Allgemeine Sprachwissenschaft, Universität Freiburg

Eigentlich bin ich ja hauptsächlich wegen des zweiten Vortrags hin und wollte den ersten nur so “mitnehmen” – aber im nachhinein (wie so oft) hat mich der unerwartete Beitrag am meisten fasziniert. Die Hauptthese von Vennemann war, dass Nordeuropa nach der letzten Eiszeit aus dem Baskenland besiedelt worden ist und deshalb auch die Sprache (und die Ortsnamen) baskisch geprägt sind. Die indogermanischen Sprachen wären erst später drübergestülpt worden. Interessant ist dabei, dass diese These auch von der Naturwissenschaft durch Analyse der Genwanderung gestützt wird. Vennemann meinte dazu, dass ihn seine Kollegen aus den Geisteswissenschaften erst halbwegs ernst nämen, seit die Naturwissenschaftler diesen Beweis geführt hatten …

Sehr schön fand ich Vennemanns Beweisführung über die Genese der Ortsnamen in Nordeuropa. Diese beinhalten doch noch viele baskische Elemente – die heute teilweise ganz anders (miss-)interpretiert werden. Sogar “Isar” oder “Isere” etc. haben baskische Wurzeln.

Nett auch das Argument mit dem auf 20 basierendem Zahlsystem aus dem Baskischen, das sich in vielen Nordeuropäischen Sprachen noch findet – ganz heftig im Französischen (quatre-vingt …).

Raibles sprach über die Medien (Schrift, Buchdruck, Internet, …) und ihren Einfluss auf die kulturelle Entwicklung. Von seinem Vortrag habe ich hauptsächlich ein paar Thesen in Erinnerung: Jedes neue Medium wird zuerst einmal abgelehnt und reglementiert – da es Einfluss auf die Kultur hat. / Die Möglichkeiten eines Mediums werden erst langsam erschlossen und genutzt.

Zu letzterem (Erschliessen der Möglichkeiten eines Mediums) hat Raible einiges ausgeführt – am Beispiel der Schrift (nicht gedruckte Bücher). So begann das ganze parallel mit Anwendungen in der Buchführung und der 1:1 Wiedergabe gesprochener Sprache. Letzteres führte dazu, dass keine Trennungen zwischen den Worten oder gar Interpunktion genutzt wurden. Das Blatt Papier wurde als eindimensionales Medium genutzt. Erst durch die Erschließung der Zweidimensionalität konnten einige Vorteile des Papiers nutzbar gemacht werden – Übersichtliche Texte, Tabellen, … Interessant fand ich hier auch die Beispiele zu Hypertexten aus der Zeit vor dem Buchdruck: So wurden Bibelkopien mit viel Platz für Kommentare und Kommentare zu Kommentaren ausgestattet.

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Visual Tools for the Socio-Semantic Web

Beim Überfliegen verschiedener Blogs, die ich regelmäßig lesen, bin ich heute bei Moderne Unternehmenskommunikation auf einen Hinweis auf Moritz Stefaners Master-Arbeit gestossen. Die Arbeit “Visual Tools for the Socio-Semantic Web” des Design-Absolventen Moritz Stefaner, die inzwischen auch mit dem FHP-Preis für die beste Masterarbeit der Fachhochschule Potsdam ausgezeichnet worden ist, kann ich aus verschiedenen Gründen zum Lesen empfehlen (was jeder machen kann, da sie auf zuvor angegebener Seite als PDF verfügbar ist): Erstens liefert die Arbeit in Kapitel 2 “Analysis: The Emerging Socio-Semantic Web” eine sehr schöne Aufarbeitung der Themen rund um Web 2.0, Social Software etc. mit vielen neuen Einblicken – kurz, knapp, knackig, inspirierend. Und das ganze fast ohne Rückgriff auf die üblichen Buzzwords! Aber damit nicht genug. Zweitens liefert die Arbeit sehr schöne Beispiele/Experimente zur (dynamischen) Visualisierung von Inhalten im neuen Web – insbesondere von TagClouds, TagListen und Web Feeds.

Im Sinne meines eigenen Microcontent-Managements hier noch ein paar meiner Ansicht nach besonders gute Abschnitte/Gedanken aus der Arbeit:

Am Anfang von Kapitel 2 fasst Herr Stefaner sehr schön die Phänomene zusammen, die das “emerging socio-semantic web” kennzeichnen:

  • an acceleration of information diffusion
  • an increasing process of chunking information into small, reusable bits (micro-content)
  • a shift towards a larger population producing and sharing information
  • along with an increasing specialization of topics, interests and the according social niches
  • leading overall to a massive growth of space for action, expression and attention available to every single individual

Mit der “Design-Brille” stellt er weiterhin die Veränderung vom Web 1.0 zum Web 2.0 durch eine Ausweitung der Interaktionsmöglichkeiten im Web dar: Von den drei Basismodi nach Winograd unterstützte das Web 1.0 nur “locomotion (moving from place to place)”, während das Web 2.0 auch “conversation (communication with others)” und “manipulation (using/editing/creating)” unterstützt.

Bezüglich der wichtigsten Konzepte wie Tagging, Microcontent und Feeds betrachtet Herr Stefaner dann die aktuellen Ansätze zur Visualisierung – und findet einige Probleme bei den klassischen Ansätzen – u.a. die fehlende Dynamik oder zu schwache Berücksichtigung des Long Tail. Diese Probleme geht er dann in eigenen Vorschlägen/Experimenten an. Diese konzentrieren sich dabei zuerst auf neue Arten zur (dynamischen) Visualisierung von Tag-Mengen:

Dann geht es um Visualisierungen verschiedener Sammlungen von Microcontent und Metadaten, was schließlich in der Vorstellung des Designs von “Konduit” mündet, “a model for a Web Feed Hub application”.

Neben der Master-Arbeit gibt es zu den Arbeiten auch eine wissenschaftliche Veröffentlichung:

Moritz Stefaner, Boris Müller:
Elastic lists for facet browsers.
Proceedings of DEXA ‘07 18th International Conference on Database and Expert Systems Applications, 2007. FIND07, International Workshop on Dynamic Taxonomies and Faceted Search, Regensburg, Germany. pp. 217-221

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Bloggende Professoren

Robert Basic hat im Basic Thinking Blog vor einiger Zeit eine Diskussion dazu losgetreten, warum es so wenig bloggende Professoren gibt. Gestern gab es einen Update zur Diskussion, in der er unter anderem einen längeren Kommentar von Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch zu dem Thema wiedergibt (hier Prof. Stefanowitschs Blog).

Insgesamt erst mal Zustimmung von meiner Seite – aber auch ein paar kleine Kommentare (für die Diskussion).

Prof. Stefanowitsch schreibt, dass seine Kollegen häufig

Probleme damit (hatten), sich konkret vorzustellen, wie das Bloggen so abläuft

Ich glaube, dass das ein sehr wichtiger Punkt ist. Bei mir selbst musste ich beobachten, dass ich selbst erst etwas experimentieren musste (und immer noch dabei bin zu experimentieren), wie ich das Medium für mich nutzen kann und will. Wie Stefanowitsch auch schreibt unterscheidet sich das “Publizieren” in Blogs doch sehr von den “gewohnten” Publikationsmedien. Ich glaube, dass sich viele Kollegen die notwendige Zeit zum Experimentieren (und Reflektieren) nicht nehmen. Hier hilft vielleicht die von Robert Basic angestossene Sammlung von “Best Practices”. Das hat man ja auch schon bei der Einführung von “internen Blogs” in Unternehmen beobachtet – man muss erst mal eine Idee und dann ein Gefühl dafür bekommen, was man damit anfangen kann.

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Drei Aspekte/Typen beim Bloggen

Beim Verfolgen der Berichte zu den Contentmanager.days 2007 von Frank Hamm auf INJELEA.de ist mir eben ein Zitat von Peter Schütt aufgefallen: (siehe Dokumentation der Podiumsdiskussion zu CMS vs. Blog- und Wiki-System)

Hr. Schütt: Siehe 3 Aspekte beim Bloggen – Privat + Intern + Firma bloggt nach draußen

Das kleine Zitat fand ich insofern spannend, da wir selbst in der Gruppe gerade am experimentieren sind, wie viele Blogs jeder/wir eigentlich brauchen. Und das bisherige Ergebnis lautet auch “drei”:

  • ein privater (und öffentlicher) Blog, auf dem je nach Gemütslage zu privatem oder zu fachlichen Themen gebloggt wird
  • ein privater (und interner) Blog, auf dem eine Person über interne Projekte, (Zwischen-)Ergebnisse, Erwartungen, Anbahnungen etc schreibt – Bei uns bedeutet intern aktuell für die ganze Universität – abre nicht öffentlich, so dass es bei Google erscheint – das ist auch immer noch ein Work-in-progress, das “Geheimhaltungsdenken” etwas aufzubrechen
  • und schließlich noch ein Blog, auf dem die Forschungsgruppe fertige Ergebnisse und Veranstaltungen ankündigt – also ein “Firma bloggt nach draußen”. Hierzu tragen alle Mitglieder der Forschungsgruppe bei.

Auch bei Wikis sehe ich aktuell die Notwendigkeit für mindestens zwei Zugriffsbereiche: öffentlich und (universitäts-)intern – denn nicht alle Ideensammlungen zu zukünftigen Diplomarbeitsthemen oder den Punken, die auf der nächsten Abteilungsbesprechung zu besprechen sind, sind für die breite Öffentlichkeit (und für Google) bestimmt. Hier ist meiner Erfahrung nach die Leistung, die zu erbringen ist, möglichst wenige weitere Zugriffsbereiche zu schaffen (Untergruppen) – aber ich glaube nicht, dass man unter die zwei kommt.

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Context and Social Networks

In einem wissenschaftlichen Seminar an der Technischen Universität München habe ich heute unter anderem einen Bericht von Georg Groh (TUM, Informatik XI) gehört. Er beschäftigt sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit mit “Context and Social Networks”. Seine Grundmotivation ist, dass noch recht wenig Information und Dienste über die Kanten in sozialen Netzwerken fließt, was sich in Zukunft ändern wird/soll. Seine Vision ist, dass soziale Netzwerke zu einem “zentralen Organisationsprimitiv” werden. Dabei muss unter anderem die Tatsache angegangen werden, dass jeder Benutzer ein eigenes subjektives soziales Netzwerk hat – hier also per se eine Dezentralität vorhanden ist.

Ein sehr interessantes Ergebnis, von dem er im Kontext der Relevanz von sozialen Netzwerken (gegnüber anderen Verfahren) berichtet hat stammt aus einer aktuellen Diplomarbeit von C. Ehmig. Hier ging es darum Social Filtering (d.h. Generierung von Vorschlägen aufgrund von Bewertungen aus dem eigenen Freundeskreis) mit Collaborative Filtering (d.h. Generierung von Vorschlägen aufgrund von Bewertungen von Personen, die eine ähnliche Bewertungshistorie haben) zu vergleichen. Ergebnis war, dass das aufwändigere Collaborative Filtern gegenüber dem Social Filtern keinen Mehrwert hatte. Hier ein Link auf eine Veröffentlichung zu der Arbeit.

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Return on Investment

Im Zusammenhang mit der Auswahl und Einführung von Software zur Unterstützung von Zusammenarbeit in Unternehmen wird häufig das Thema “Return on Investment” thematisiert, d.h. die Berechnung, welchen (quantifizierbaren) Nutzen eine Investition in solche Technologie hat. Nachdem das sehr schwierig durchzuführen ist, beschränkt man sich häufig auf das Zusammenzählen von Minuten, die durch die Nutzung der neuen Software eingespart werden – durch schnellere Erledigung von Aufgaben, die man auch jetzt schon durchzuführen hat. Aber dieses Vorgehen hat eine große Schwäche (mal abgesehen davon, dass sie teilweise die eigentlichen Nutzeffekte gar nicht betrachtet).

Nick Fera schreibt im CollaborationLoop Blog dazu:

It’s easy to document basic ROI like time savings – e.g., an hour a day saved by reducing email traffic – but that’s just efficiency. Effectiveness is really where the convincing ROI lies. Specifically, what can your organization accomplish with the extra time and better-structured communication? How can you leverage these new efficiencies to create and sustain a distinct competitive advantage over your peers?

In seinem Post schreibt Nick Fera, dass er eine Lösung für das Problem gefunden hat – mit einer Studie, welche den Nutzen einer besseren Zusammenarbeit quantifiziert. Hauptargument darin ist, dass Fimen von “enriching tacit interactions” profitieren können und quantifiziert dies – dabei bleibt der Begriff “tacit interactions” aber leider etwas schwammig – und damit ist dem ganzen meiner Meinung nach der Boden entzogen.

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Soziale Belohnung in Wiki Systemen

An der TU Wien ist am Institut für Softwaretechnik und Interaktive System eine sehr interessante Magisterarbeit entstanden: Bernhard Hoisl schreibt über “Motivate Online Community Contributions Using Social Rewarding Techniques – A Focus on Wiki Systems”.

Neben einer guten Abhandlung zu sozialen Netzwerken und Methoden der sozialen Belohnung (zur Erreichung intrinsischer Motivation) bei Community-Systemen entwirft und implementiert Bernhard Hoisl in seiner Arbeit auch eine Extension für das Wiki-System MediaWiki, die folgende neuen Sichten/Funktionalitäten erlaubt:

  • “Amount of References”
  • “Rating of Articles”
  • “Most Viewed Articles”
  • “Recommender System”

Die Orginal-Magisterarbeit ist als PDF in Englisch unter folgender URL zu finden: http://ieg.ifs.tuwien.ac.at/projects/SocialRewarding/MasterThesisSocialRewarding.pdf

Ausserdem gibt es zwei kürzere Veröffentlichungen dazu:

  • Bernhard Hoisl, Wolfgang Aigner, Silvia Miksch: Social Rewarding in Wiki Systems – Motivating the Community. In: Online Communities and Social Computing, pp. 362–371. Springer, Berlin Heidelberg New York, 2007. PDF

  • Bernhard Hoisl, Wolfgang Aigner, Silvia Miksch: Soziale Belohnung in Wiki Systemen. In: Wikis im Social Web – Wikiposium 2005/06, pp. 60–72. OCG – Austrian Computer Society, Vienna, 2007. PDF

Genauere Information zu dem Projekt auch auf der Projektseite.

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WordPress Multi-User und Alternativen

Für eine interne Multi-Blog-Plattform (an der Universität) suche ich momentan die “richtige” Open-Source Lösung – Als erstes bin ich dabei auf WordPress mu gestossen und habe es ausprobiert – Grund dafür waren guten Erfahrungen mit WordPress (einfache Installierbarkeit, gute Unterstützung, viele Plugins/Themes, Pages, …). Die Plattform war auch sehr schnell oben und funktionierte bestens.

Auf meiner Liste “unbedingt notwendiger Features” für eine Multi-Blog-Plattform stehen aber einige, die mit WordPress mu scheinbar nicht so leicht umzusetzen sind: vor allem das Tagging der Posts und die Blog-übergreifende Tag-Suche sowie eine Blog-übergreifende TagCloud.

Kennt irgendwer solche Lösungen für WordPress mu? Und wenn nicht, welche Alternativen zu WordPress mu sollte ich mir anschauen? Meine erste Recherche stiess auf die Perl-Lösung Movable Type und einige Java-Lösungen … Aber so richtig überschwenglich hat sich keiner dazu geäussert …

Update: Simple Tagging mit einem zusätzlichen WordPress-mu Plugin scheint zu funktionieren – hier ein Kommentar dazu

Update: Simplet Tagging ab V1.7 unterstützt WordPress-mu direkt … siehe hier … aber ich bekomm es noch nicht so ganz zum Laufen …

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