Communities vs. Netzwerke – die 2te


Vor einer guten Woche habe ich ausgehend von einem Blog-Eintrag von Danah Boyds darüber kommentiert, dass ich als einen der wichtigen Unterschiede zwischen Web 1.5 und Web 2.0 die Änderung des Fokus von Communities zu Netzwerken sehe. Nun bin ich in meinem “Still-To-Read”-Stapel auf einen anderen Beitrag zu dem Thema gestossen: David Coleman schreibt in CollaborationLoop über Social Networks vs. Online Communities.

Sehr schön finde ich darin das Zitat von Amy Jo Kim zum Unterschied zwischen Communities und Netzwerken – “loose ties vs. strong ties”, “no one misses you in a network; they might if you’re a popular and vocal member of a community”.

Bei der ganzen Diskussion (und vor allem den Charakteristika von Communities vs. Netzwerken, für die Coleman Mayfield zitiert) erscheint mir allerdings, dass man Communities etwas zu sehr “verteufelt”. Es ist sicher nicht so, dass Communities pur “top-down” und “moderator controlled” sind. Trotzdem ist schon ein Körnchen Wahrheit darin, dass Communities (oder Community Plattformen) eher alle Mitglieder unter ein Dach (gemeinsame UI, gemeinsame Begriffe) zwingen, Netzwerke (oder Netzwerk-Anwendungen) den Egoismen der Mitglieder mehr Freiheit lassen – und so vielleicht eher Erfolg haben, die Mitglieder zum Mitmachen zu bewegen. Interessant hierbei ist, dass reine Netzwerk-Plattformen wie Xing immer mehr Community-Elemente (Gruppen, Foren) integrieren. Ob das so gut ist?

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