Communixx

Forschung und Entwicklung rund um den Einsatz von Social Software, CSCW und Community-Unterstützung ... und etwas Privates


03
Jun

Fremdsprachenkenntnisse …

Im Zusammenhang mit der Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen für (Marine-)Offiziere wurde uns letzte Woche folgendes Video gezeigt - echt sehenswert! ;-)


12
Mai

DNUG Frühjahrskonferenz 2009 - Rheinmetall

Nach dem Opening der DNUG Frühjahrskonferenz 2009 berichtete Markus Bentele, CIO von Rheinmetall zu “Enterprise Businss Collaboration 2.0 - Mitarbeitervernetzung - Wissensaustausch - Kommunikation”.

Interessante Aussagen/Zitate

  • Neue Führung/Kultur etc. braucht (neuen) “Kommunikationsraum”
  • Realisierung: SAP-Portal mit allen ERP-Plattformen, Intranets, BI und Collaborationsfunktion
  • Historie: Haben vor 2006 ShareNet (Siemens) genutzt, 2006 wurde dann zwischen SAP, IBM und MS entschieden - für die IBM
  • Lösung: Groupware (Mail, Kalender), Sametime, Quickr, Connections, OmniFind, T-Rex - dabei wird von Connections wirklich alles genutzt (Activities, Profiles, Blogs)
  • Nutzen von Activities war dem Projektteam anfangs nicht klar - die Lead-User haben den Service aber sofort als “genau das brauchen wir” angenommen und eingesetzt
  • Wichtig sind nicht einzelne Produkte, sondern die Integration
  • Nutzung produktiv durch 9.000 Mitarbeiter
  • Kommentar zur bisherigen Wiki-Funktionalität: Der Rich-Text-Editor ist zwar nützlich zum Kennenlernen aber nicht zum Produktiveinsatz - Connections 2.5 soll hier Besserung bringen
  • Der Rollout fand weltweit ohne Schulung statt - stattdessen berichten Benutzer in Webcasts darüber, wie sie die Plattform einsetzen
  • Kommentar zu E-Mail vs. IM: E-Mail ist wegen der Archivierung (verpflichtend) etc. teuer. “IM ist cash”

12
Mai

DNUG Frühjahrskonferenz 2009 - Opening

Ein kleiner Bericht von der DNUG Frühjahrskonferenz 2009 in Düsseldorf.

Zuerst ein Kommentar zur Teilnehmerliste: von Hochschulen waren/sind vertreten:

  • EBS (Heyn, Räth)
  • Fachhochschule Bielefeld (Kaiser, Ries)
  • Fachhochschule Gelsenkirchen, GCC Bocholt (de Vries, Döring, Pohnke, Pulst)
  • Uni Jean (Bergmann, Schindler)
  • Hochschule Merseburg (Klimpel, Metzke, Nörenberg)
  • Uni München (Taing)
  • Uni Paderborn (Nastansky, Pfeifer, Kelm, Mundhenk, Almers)
  • Uni St. Gallen (Berdnik, Berger, Stader)
  • Uni Trier (Czap, Gramm, Schneider, Wagner)

und natürlich von der Universität der Bundeswehr München …

Der erste Vortrag war von Bob Piccano - General Manager Lotus Software and WebSphere Portal. Es ging um die “Zukunft” von Lotus - also Strategie, Produktankündigungen etc.

Zuerst hat er dazu das IBM Thema “Smarter Planet” aufgegriffen. Ein Teil davon ist “Smart Work”, charakterisiert durch die Schlüsselworte “Connect, Collaborate, Innovate, Optimize”.

Piccano geht dann relativ lang auf “Nine Predictions for Collaboration in 2009″ ein und zeigt daran, wie gut IBM/Lotus aufgestellt ist:

  • 1) Universal Access to Collaboration (as application, as service, in the application)
  • 2) Messaging Becomes an Integrated Platform
  • 3) Managing Through Human Networks
  • 4) Telephony Becomes Voice Collaboration
  • 5) Innovative Desktop Productivity Tools - Lotus Symphony (Version 1.3 kommt bald)
  • 6) Transform SMB into Global Trading Partners
  • 7) Linux emerges onto the Corporate Desktop
  • 8) (Continued) Poliferation of Cloud Computing - Lotus Live (www.lotuslive.com) - Files, Network, Meeting, Events, Chat, Activities, Charts, Surveys, eMail
  • 9) Situational Apps Solve Daily Problems - Mashups (Bsp: Tungle - meetings made simple)

Dann hat ein Mitarbeiter von Piccano ein paar Beispiele / Neuerungen gezeigt:

  • Beta Notes 8.5.1 ist seit heute verfügbar
  • Lotus Traveler Funktion auf iPhone erweitert (ActiveSync)
  • Darstellung/Sortierung der Suchergebnisse ist Kontext-sensitiv
  • XPage-Applikationen direkt im Client ausführbar
  • XPage-Applikationen als Components im Client
  • Integration mit LinkedIn
  • Integration beliebiger Windows-Anwendungen in Client (via OpenSpan Windows Container) - sehr überzeugend …
  • Symphony 1.3 kann Office 2007 Formate (lesen)
  • Symphony 1.3 unterstützt Widgets
  • und verschiedene andere Funktionen (die ich nicht so richtig einordnen kann)

Kevin Cavanaugh berichtet über Lotus Foundations

  • out-of-the-box, self-healing, remote administration
  • very easy to install (”even an IBM VP with one hand can install a Lotus Foundations server”) - und das haben sie auch live demonstriert
  • Foundations: Email and (basic) collaboration + File management, Backup, AntiVirus, …
  • + VMware - d.h. Ausführung von bel. Windows-Anwendungen - sicherer als auf Windows-Server …
  • Salvation Army nutzt Foundations

26
Feb

WI2009 - Keynote Mark Soley, OMG

Der zweite Tag der Tagung Wirtschaftsinformatik 2009 begann mit einer Keynote von Mark Soley von der Object Management Group. Zusammenfassend: Sehr unterhaltsam!

Hier ein paar “Fundstücke” aus dem Vortrag:

“The n+1 Problem: Old systems do not go away!” - Wenn man ein neues System / einen neuen Standard zum Ersetzen von n Standards schafft, dann hat man danach meist nicht wie geplant einen Standard, sondern n+1 …

In dem Zusammenhang stand auch die Definition von “legacy systems”: “systems that run” … und der Kommentar dazu: “Most funny jokes are funny because they are true”.

Gerade im Zusammenhang mit Design etc finde ich auch immer wieder die Geschichte von der Vasa, die Soley in seinen Beitrag eingeflochten hat - einfach klasse.


18
Feb

Erfolgsindikatoren für Enterprise 2.0 Einführung

In letzter Zeit wird viel über den ROI von Enterprise 2.0 oder allgemein von Kooperation geschrieben (z.B. NeubibergBlog, Headshift, Enterprise2Open) - … und auch ich bin gestern wieder in eine Diskussion gestolpert, in der zwar nicht explizit über ROI gesprochen wurde, aber doch über Kennzahlen, die man erheben könnte um den Erfolg einer Enterprise 2.0-Einführung zu dokumentieren. Auch hierzu gibt es natürlich schon einiges, wie z.B. zum Erfolg von Weblogs.

Angeregt durch die angesprochene Diskussion bin ich mal in mich gegangen und habe aufgestellt, was ich schon alles zum Thema Erfolgsindikatoren für Enterprise 2.0-Einführungen gesehen/gelesen habe - vielleicht ist das ja für den ein oder anderen von Interesse …

  • Änderung in Kommunikationsverhalten (weniger E-Mails, weniger CC-E-Mails, weniger For-Your-Interest-Mails, …)
  • Menge an gesammelten Material (Anzahl Blogposts, Wiki-Seiten)
  • Aktivität der Mitarbeiter / Grad der Beteiligung (wie viele tragen aktiv was bei)
  • Grad der Beiteiligung (Anzahl Leute) an einzelnen Dokumenten / Entscheidungen
  • Vernetzung der Mitarbeiter / Anzahl der Kommunikationspartner
  • allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit (in verschiedenen Kriterien, Balanced Scorecard)

Fehlt noch was?

Btw: Gibt es eigentlich schon irgendwo eine Enterprise 2.0 Balanced Scrorecard? Bei meinen spontanen Google-Recherchen bin ich nur auf die Arbeiten zu Nutzenbewertung bei Corporate Blogs gestossen.


07
Feb

“Sexiness” von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen

Jetzt haben wir es als Informatiker doch wirklich nicht leicht mit der Auswirkung unserer Disziplin - und dann noch sowas …

Ali Arbia zitiert auf ScienceBlogs eine Studie von ‘The Monkey Cage’ über die “Sexiness” der Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Wissenschaftsfachrichtungen. Interessant dabei ist erstens, dass die Sexiness von ALLEN Wissenschaftlern negativ ist … hmmmm … aber besonders negativ sind mal wieder die Informatiker (oder “Computerwissenschaften” wie es in der Übersicht heisst). Hinter uns ist nur noch die Chemie - und sogar die Buchhaltung (was ist denn das für eine Wissenschaft?) ist vor uns … Seufz …


19
Jan

Die Geschichte vom Blumentopf …

Die Geschichte ist zwar nicht neu - ich bin schon mehrfach darüber gestolpert (zwar mit großen Steinen statt Golfbällen und Wasser statt Bier …) - Edwin Ederle hat sie aber gerade im if-blog schön aufgeschrieben.

Und die Aussage hinter der Geschichte ist ziemlich wahr … verdeutlicht mir immer wieder verschiedene eigene (negative) Erfahrungen mit Selbstmanagement / Zeitmanagement und Ähnlichem: Wenn man zuerst mit den kleinen, unbedeutenden Aufgaben beginnt, die allerdings bequem und einfach sind, dann bleibt kein Raum (keine Gelegenheit) mehr für die großen, wichtigen Aufgaben.

Wenn es nur immer so einfach wäre das richtig zu machen. Glücklicherweise helfen solche Geschichten dabei :-)


25
Nov

Erfolgsfaktoren für ein kollaboratives Intranet

Wir arbeiten zwar auch in dem Bereich “Erfolgsfaktoren für Social Software in Unternehmen”, heute aber nicht zu unserer Arbeit, sondern zu der einer interessanten schweizer Firma in dem Bereich - Namics.

Auf dem Blog von Namics finden sich immer wieder interessante Berichte rund um deren Beratungs- und Umsetzungsgeschäft. So auch heute wieder mit dem Post “Erfolgsfaktoren für Intranet-Wikis in Unternehmen”.

Erfolgsfaktoren für kollaborative Intranets:

1. Kein Mikro-Management aber Spielregeln
2. Transparenz aktiv fördern
3. Konfliktlösung nicht im selben Medium
4. Ergebnis immer über Hierarchie stellen
5. Kulturwandel vorleben
6. Verschiedene Rollen, gleich wertgeschätzt
7. The Importance of Having Users

Im Blog-Post wird auch auf eine ausführlicher Präsentation zum Thema verwiesen.


18
Nov

IBM Technical Expert Council Technology Summit 2008

Gestern (17.11.2008) war ich auf dem IBM Technical Expert Council Technology Summit 2008. Ein ziemlich langer Name - aber ich werde gar nicht näher auf die Veranstaltung an sich eingehen, sondern mehr auf das was mir daraus aufschreibenswert erschien (für mein Microcontent-Management ;-)).

Der erste spannende Vortrag war von Andreas Neus, Universität Karlsruhe/IBM zu “Service Innovation”. Dienstleistungen sind ja ein immer wichtigeres Thema heute nachdem über das Internet nun auch Dienstleistungen über Entfernungen erbracht werden können. In diesem Zusammenhang fand ich den Vergleich ganz spannend, dass Deutschland zwar Exportweltmeister ist (und die USA auf der Liste ziemlich weit hinten sind) - bei Dienstleistungsexporten sich die Liste aber umdreht (USA ganz vorne, D ganz hinten) … Zusammen mit der Aussage, dass inzwischen sogar klassische Maschinenbauunternehmen immer mehr (teilweise über 50%) ihrer Umsätze mit Dienstleistungen erzielen, sollte das wirklich zu Denken geben.

In seiner Präsentation hat Andreas Neus dann auch recht schön Richtung Enterprise 2.0 gearbeitet (ohne das Wort oder auch nur Web 2.0 jemals zu erwähnen) - mit der Aussage, dass zur Ermöglichung von Innovation (allgemein und speziell im Dienstleistungssektor) mehr Flexibilität und ein Umdenken in Unternehmen notwendig ist.

Hier noch ein paar interessante Zitate/Aussagen:

  • Vergleich (Linien-)Organisation in heutigen Unternehmen mit Organisation in Römischen Legionen - nicht viel Unterschied …
  • Vergleich Schach vs. Go - das eine ein sehr strukturiertes, hierarchisches Spiel, beim anderen nur ein Typ von Spielsteinen, deren Wert von ihrer Stellung abhängt
  • “if everything seems under control, your’re not moving fast enough”

Phillipp Königs hat dann den “Web 2.0″-Reigen eröffnet mit einer Präsentation zu “Web 2.0 und die Rolle des technischen Managers”. Ein paar für mich aufschreibenswerte Aussagen/Zitate aus der Präsentation:

  • Es geht kein Weg daran vorbei, dass jeder Nutzer den Wert (der Web 2.0 Tools) für sich persönlich erkennt.
  • “It’s all about connecting the dots” -> das ist warum RSS so wichtig ist
  • “Anything that is in the world when you’re born is normal and ordinary and is just a natural part of the way the world works. Anything that’s invented between when you’re fifteen and thirty-five is new and exciting and revolutionary and you can probably get a career in it. Anything invented after you’re thirty-five is against the natural order of things.” (Douglas Adams, Hitchhikers Guide to the Galaxy)

Nachdem Herr Königs so sehr auf der Möglichkeit der Substitution von E-Mail durch das “viel bessere” RSS herumgeritten ist, konnte ich es mir nicht verkneifen zu Fragen ob, RSS die E-Mail-Misere wirklich beenden kann - oder nur einen E-Mail-Overload mit einem Feed-Overload ersetzt oder ergänzt. Und endlich mal eine (meiner Meinung nach) kompetente und realistische Antwort: RSS ist nur eine Brücke/Krücke zu etwas anderem, das dann wirklich gut ist - irgendwas mit Empfehlungen, Ratings und Sozialen Netzwerken. Es gab auch eine Nachfrage zur Medienwahlproblematik bei der Nutzung von Social Software. Hier fiel die Antwort aber nicht so gut aus.

Stefan Lieschke von IBM gab schließlich noch einen “Web 2.0 Update” - neben allgemeinem zu Social Softwar mit einem Fokus auf Mashups. Hier wiederholte sich natürlich einiges. Was mir aufschreibenswert erschien:

  • “Wenn die Schichtleiter bloggen”, FAZ online vom 16.10.2008 - ein spannender Bericht über den (ungeplanten) Einsatz von Blogs in Unternehmen
  • Im bekannten Long-Tail-Bild ist der linke Bereich die Domäne geplanter Portal-Lösungen im Unternehmen - der Long-Tail rechts aber die Domäne von Mashups. Das IBM Mashup Center bietet dazu eine interessante Möglichkeit Datenquellen zur Verfügung zu stellen, zu bewerten, zu kombinieren etc.
  • Eine Empfehlung für einen Überblick/Einstieg zu Mashups: http://www.youtube.com/watch?v=3kDnbhKb2ow

Abgerundet wurde die Veranstaltung schließlich mit einem Vortrag von Ulrich Walter, Astronaut auf der D2-Mission, zur Relativitätstheorie und deren Einfluss auf das, was bei Raumfahrt möglich ist und was nicht.


14
Nov

Buchkommentar - Enterprise 2.0 Implementation

Ich weiss nicht mehr, wie ich darauf gestossen bin - vielleicht war es der Titel des Buches oder das schöne grüne Cover? - auf jeden Fall habe ich mir neulich bei Amazon Enterprise 2.0 Implementation von Aron C. Newman und Jeremy G. Thomas bestellt.

Kurzkommentar nach dem Lesen: Endlich mal (wieder) ein gutes Buch zum Thema Enterprise 2.0.

Aber jetzt noch ein paar mehr Details.

Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und mit vielen Beispielen (Fallstudien) durchsetzt. Dabei merkt man, dass die Autoren Praktiker sind und wohl schon das eine oder andere Einführungsprojekt durchgezogen haben.

So behandeln die Autoren nicht nur die technischen Konzepte und Anwendungsklassen, sondern gehen auch auf Aspekte wie ROI (mit einer sehr schönen Fallstudie) und Management von Enterprise 2.0 ein.

Im Abschnitt “Implementing Enterprise 2.0 Technologies” verfolgen die Autoren eine sehr interessante Gliederung:

  • Enabling Discovery
  • Implementing Signals and Syndication
  • Implementing Wikis
  • Implementing Blogs
  • Building Mashup Capabilities
  • Rich Internet Applications
  • Implementing Social Networking

Spannend finde ich dabei vor allem den ersten Punkt (Enabling Discovery). Die Autoren argumentieren dabei, dass grundlegend für den Erfolg von E2.0-Anwendung/Konzepten die Möglichkeit Inhalte einfach (eventuell auch ungeplant) finden zu können ist. Sie geben dazu auch ein paar einfache Einstiegsaktivitäten an:

  • Phase 1: Install Search Engine, Index Internal HTML Documents, Index File Share
  • Phase 2: Customize Search UI, Integrate Social Bookmarks, Incorporate Social Statistics, Evangelize to Other Departments

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